Durch das Setzen von Hyperlinks wird der Text zum Hypertext. Sie sind das konstitutive Merkmal dieser Gattung. Der Link fungiert als Bindeglied zwischen den einzelnen Informationsmodulen (Knoten) eines Hypertextes.
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Als virtuelle Verbindungslinien formen Links ein komplexes Gewebe:
Durch das simple Anklicken einer Textstelle oder Illustration kann eine
beliebigen Stelle im Hypertext oder eine andere
Webseite
aufgerufen werden. Dabei muss sich der so genannte
Surfer
keine Gedanken über komplizierte technische Details machen.
Es spielt für ihn keine Rolle ob das gewünschte Dokument nun
auf dem eigenen Rechner, dem
Universitätsserver
oder einem Rechnernetz am anderen Ende der Welt
beheimatet ist. Der Computer übernimmt diese Aufgaben im Hintergrund.
Diesem Umstand verdankt nicht zuletzt das
World Wide Web
seinen rasanten Aufstieg zum Recherchemedium Nummer
Eins.
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Gleichzeitig ermöglichen Links erst die für Hypertexte charakteristische
non-lineare Rezeption. Für Lernumgebungen auf Hypertextbasis bedeutet das,
dass Links die Bahnen für individuelle Lese- und Aneignungswege durch den
jeweiligen Hypertext vorstrukturieren. So lässt sich beispielsweise
selbstgesteuertes und entdeckendes Lernen fördern, lassen sich
wirklichkeitsnahe Aufgabenstellungen simulieren. Welches Hypertextmodell
welches Lernkonzept optimal unterstützt, erfahren Sie in der Vertiefung
Hypertextstrukturen.
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Informationen liegen in Hypertexten in eigenständigen Einheiten vor,
die durch ein Netz von Hyperlinks zueinander in Beziehung gesetzt
werden. Der Nutzer kann eine Vielzahl von möglichen Pfaden durch dieses
Labyrinth von Verweisen und Verbindungen einschlagen oder genauso gut
ignorieren.
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Der Weg durch eine Hypertextbasis bestimmt die Wahrnehmung und
dementsprechend die perspektivische Einordnung der Knoten. Die aktive
Wissenskonstruktion findet daher im Hypertext auf der Oberfläche des
Computerbildschirms wie auch im Raum zwischen den einzelnen
Informationsmodulen statt, beim Sprung von einem Knoten zum anderen.
Infolgedessen bemisst sich die Qualität hypertextbasierter Lernumgebungen
nicht nur nach der sprachlich-inhaltlichen Ebene, sondern ebenso anhand der
gelungenen Verlinkung. Hier wird der Hyperlink zum stilistischen wie
didaktischen Handwerkszeug.
Technische Grundlagen
Die konkrete Gestalt eines Hyperlinks kann vielfältige Formen annehmen.
In der Pionier-phase des
WWW
waren Links meist blau gefärbte, durch Unterstreichung zusätzlich
markierte Textstellen. Diese Elemente werden auch als
hotwords
oder
hotspots
bezeichnet. In diesem Portal heben sie sich durch eine
hellgraue Färbung von den übrigen Inhalten ab. Teilweise sind sie außerdem
durch ein kleines
Icon
markiert. Die Unterstreichung wird hier erst eingeblendet, wenn der
Mauszeiger das hotword berührt. Links können sich aber auch hinter Grafiken,
Fotos oder beispielsweise im vermeintlich leeren Weiß der Bildschirmseite
verstecken. Generell sind Links an einer grafischen Veränderung des
Mauszeigers zu erkennen, wenn er in Kontakt mit einem hotword oder hotspot
gerät. Im
Internet Explorer
zum Beispiel wandelt sich der Pfeil zu einer
Miniaturhand, deren Zeigefinger auf den Link zeigt. Was ist aber nun
eigentlich ein Hyperlink bzw. was macht aus einer Textstelle ein
hotword?
Hypertexte verfügen über eigene Sprachen. Die meist verwendete ist die
Hypertext Markup Language (HTML). Sie gehört zur Gruppe der so genannten Auszeichnungssprachen und
besitzt eigene Vokabeln, die in spitzen Klammern gesetzt werden. Diese
Vokabeln nennen sich
Tags
und bilden zusammen mit den eigentlichen Inhalten den
Quelltext
einer Hypertextdatei. Programme zum Betrachten von Hypertexten
funktionieren wie Scanner-kassen im Supermarkt. Sie fahren diese
Informationen im Hintergrund ab wie einen Bar-code auf einer Verpackung und
stellen die gewünschten Effekte auf einem Display dar. Links werden durch
das Hyperlink-Tag definiert:
<a
href=“http://www.e-teaching.org/technik/aufbereitung/text/html/index_html“>Mehr
zu HTML in der Rubrik Medientechnik!</a>
„a“ steht dabei für anchor (engl. für Anker) und „href“ für hyper
reference (engl. für Hy-perreferenz). In hochgestellten Anführungszeichen
wird die Zieladresse (URL) eingetragen und damit festgelegt, worauf der Hyperlink verweist.
Zwischen den Tags folgt der Text, der als anklickbares hotword erscheinen
soll.</a>markiert das Ende eines Hyper-links. Nach der Interpretation
durch den
Webbrowser
sieht der Hyperlink wie folgt aus:
Mehr zu HTML in der Rubrik Medientechnik
!
Bei diesem Linktypus ist der Ausgangspunkt einer Verknüpfung durch das
hotword, der auch als Quellanker bezeichnet wird, deutlich erkennbar. Der
Zielanker hingegen bleibt diffus. Der Nutzer landet nach dem Anklicken des
Links immer am Kopf des Zieldoku-ments. Mit der Definition eines Sprungziels
ist es möglich, auf eine näher bestimmte Stel-le innerhalb einer Datei zu
verweisen. Hierzu wird zunächst das Sprungziel durch das Tag „Ankername“
festgelegt:
<a name=“sprungziel“>Was ist ein Hyperlink?</a>
Auf dieses Sprungziel kann nun durch einen Link aus demselben
HTML-Dokument oder von einem anderen aus verwiesen werden. Eine besondere
farbliche Markierung wie ein hotword nimmt der Zielanker jedoch nicht an.
Beispiel:
Der Klick<a href=“#sprungziel“>auf diesen Hyerlink</a>führt
zurück zum Beginn des Abschnitts!
Der Klick auf diesen Hyperlink führt zurück zum Beginn des
Abschnitts!
Hyperlinks können wie in diesem Beispiel direkt in den Fließtext
integriert sein oder auch in Listenform ausgegliedert werden. In diesem
Zusammenhang spricht man von einem embedded bzw. non-embedded linking.
Weitere Informationen
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Wofür eignen sich Links? Die Unterscheidung von internen und externen
Verknüpfungen wird in der Vertiefung
Linkziele
besprochen.
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Welche Grundmuster von Verknüpfungen stehen für das Design
hypermedialer Umgebungen zur Verfügung? Eine Grammatik des Hyperlinks legt
die Vertiefung
Linktypen
dar.
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Wie erfahren Nutzer wohin sie ein Link führt? Die Vertiefung
Linklabels
beschäftigt sich mit der Semantik des
Hyperlinks.
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Alles Wissenswerte für die praktische Umsetzung haben wir für Sie in
der
Checkliste Hyperlink
zusammengefasst.