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Kommunikation und Kooperation mit Neuen Medien
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Kommunikation und Kooperation sind aus der (universitären) Lehre nicht wegzudenken Wenn Sie virtueller Kommunikationsmedien in Ihre Lehrpraxis integrieren, können Sie Ihren Studierenden berufsrelevanter Qualifikationen vermitteln und organisatorische Abläufe rund um Ihre Lehrveranstaltung vereinfachen. Einsatzmöglichkeiten sind beispielsweise Betreuungssituationen, Online-Diskussionen und virtuelle Gruppenarbeit.
Eigenschaften
Virtuelle Kommunikation unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von
Gesprächen, in denen alle Teilnehmer am selben Ort präsent sind:
Aspekte der nonverbalen Kommunikation wie Intonation, Gestik und Mimik
gehen – zumindest in rein textbasierten Umgebungen - verloren. Etwaige
Hierarchien können in der informellen Atmosphäre virtueller Kommunikation
verblassen, wodurch soziale Normen, wie zum Beispiel das Verhalten gegenüber
Lehrenden, als weniger verbindlich aufgefasst werden. Dadurch können
Konflikte auftreten.
Es sind jedoch auch Vorteile in der computervermittelten Situation zu
verzeichnen: Die anonyme Gesprächssituation kann die Partizipation
insbesondere für schüchterne Veranstaltungsteilnehmer erleichtern
(Petzold, 2002).
Gestaltung
In computervermittelten Gesprächssituationen sollten Sie präzise und
unmissverständliche Formulierungen wählen, da durch den Mangel an sozialer
Unmittelbarkeit sehr viel mehr Interpretationsspielraum in der textbasierten
Mitteilung liegt als in der mündlichen. Sprechen Sie außerdem Zeitintervalle
für die Beantwortung von Anfragen und Regeln der Frequentierung mit den
Studierenden ab. Zu komplexe Kommunikationsaufgaben und mangelnde bzw.
nicht-funktionale Kommunikationsregeln können ebenso wie ein eng bemessener
Zeitrahmen in virtuellen Kommunikationssituationen zu Problemen führen (Petzold, 2002).
Wie lassen sich kooperative E-Learning-Situationen gestalten? CSCL
(Computer Supported Cooperative Learning) ist ein Forschungsbereich, der
sich auf computerunterstütztes kooperatives oder auch kollaboratives Lernen
bezieht und den Wissenserwerb von und in Gruppen fokussiert.
Der Langtext "
Computerunterstütztes kooperatives Lernen
" gibt
einen Überblick zum aktuellen Stand der CSCL-Forschung.
Weitere Hinweise
Zur Systematik virtueller Kommunikationsformen und ihrer technischen
Umsetzung orientieren Sie sich im Bereich
Kommunikation und Kooperation
in der Rubrik
Medientechnik. Was Sie bei der Einbindung computervermittelter
Kommunikationssituationen in Ihren Lehralltag beachten sollten, erfahren Sie
in den Vertiefungen:
Chat
Ein Chat ist ein synchrones, internetbasiertes und textgebundenes Kommunikationsmedium. Chats ermöglichen, im direkten Austausch mit anderen Chat-Teilnehmern über das Internet in Echtzeit zu kommunizieren. Chat-Dienste sind in erster Linie als Plattformen für den ungezwungenen Online-Austausch populär, sie sind allerdings auch aus hochschuldidaktischer Perspektive interessante Kommunikationsmedien. Wir stellen Einsatzformen dar und geben Gestaltungshinweise.
Forum
Ein Forum ist ein Nachrichten- bzw. Diskussionsbereich zur asynchronen Kommunikation in dem Nutzer in Diskussion treten können. In einem Forum können die Studierenden zu selbst gesetzten oder vom Veranstalter vergebenen Themen debattieren. Der Einsatz eines webbasierten Diskussionsforums bietet zusätzliche Flexibilität hinsichtlich der zeitlichen Koordination der Diskussion.
E-Mail
E-Mail steht für "electronic mail". Die elektronische Post ist einer der meist genutzten Dienste im Netz und spielt auch im Hochschulalltag eine wichtige Rolle.Unabhängig von der geographischen Entfernung benötigt eine E-Mail meist nur wenige Minuten, um den Adressaten zu erreichen und ist zudem wesentlich kostengünstiger als Faxen oder Telefonieren.
Mailingliste
Eine Mailingliste ist ein Verteiler für E-Mails, der zentral über einen so genannten Listserver verwaltet wird. Eine Nachricht kann auf diese Weise an eine einzige E-Mail-Adresse versandt und über den Listserver automatisch an alle Abonnenten der Mailingliste verteilt werden.
Weblog
Weblogs (auch Blogs genannt) finden sich zunehmend als fester Bestandteil von Online-Portalen. Sie bieten zum einen Möglichkeiten für direkte Nutzer-Kommentare zum anderen hat sich das Weblog zu einem eigenständigen Format entwickelt.
Wiki
Wikis (auch WikiWiki genannt) sind Werkzeuge zur kooperativen Erstellung und Bearbeitung von Internetseiten. Das Besondere an Wikis ist die Offenheit der Systeme. Sie basieren auf dem Prinzip, dass Nutzer alle Seiten innerhalb der Wiki-Umgebung nach eigenen Wünschen bearbeiten und verändern können. Indem die Nutzer die eingestellten Seiten untereinander verlinken entstehen hypertextuelle Strukturen.
MUD
MUDs sind virtuelle Kommunikationsumgebungen. Das Akronym MUD steht für die Begriffe „Multi-User“ oder „Multiple-User“ sowie „Dungeon“ bzw. „Dimension“ oder „Domain“. Gebräuchlich ist auch das Kürzel MOO, das sich auf eine spezielle Programmierung bezieht (MUD, object-oriented).
E-Portfolio
E-Portfolios sind netzbasierte Sammelmappen, die verschiedene digitale Medien und Services integrieren. Studierende kreieren und pflegen ein E-Portfolio als digitalen Speicher der Artefakte, die sie im Verlauf einer Veranstaltung oder auch während des gesamten Studiums erstellen. Das elektronische Portfolio können Studierende benutzen, um Kompetenz auszuweisen und ihren Lernprozess zu reflektieren.
Letzte Änderung:
07.12.2007
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