Lernen spielt sich nicht nur im Hörsaal oder am heimischen PC ab: Studierende werden immer mobiler. Unterwegs zu sein bedeutet häufig auch ungenutzte Zeit. Die Techniken des mobilen Lernens (M-Learning) sind darauf ausgerichtet, dass Menschen Leerzeiten nutzen können, um ihr Wissen zu erweitern. Mobiles Lernen unterstützt die Distribution von Lerninhalten und die Kommunikation mit den Lernenden mittels mobiler Endgeräte und zugehöriger Anwendungen.
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Mobiles Lernen umfasst sämtliche Systeme, welche den Lernenden
erlauben auf verteilte Datenbestände zuzugreifen und miteinander zu
kommunizieren, ohne auf kabelgebundene Strom- und Kommunikationsnetze
angewiesen zu sein (Karran et al. 2003). Mobile Endgeräte sind transportabel, verfügen
über eine eigene Stromversorgung und drahtlose
Kommunikationsmöglichkeiten. Konkret fasst man darunter u.a.
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Vorteile
Die folgenden Eigenschaften zeichnen mobile Dienste aus methodisch
didaktischer Sicht aus (vgl.
Frehmuth et al. (2002),
Kynäslahti, (2003),
- Effizienz: M-Learning ermöglicht das Lernen an Orten, die keinen
Bezug zum Lerninhalt haben, aber aus zeitlichen und rationellen Gründen
auch zum Lernen genutzt werden können (wie U-Bahn oder Zug).
- Personal Sphere: Lernen findet in der persönlichen Umgebung des
Nutzers statt. Durch den unmittelbaren Abruf von Informationen wird
bedarfs- und problemorientiertes Lernen unterstützt.
- Verbindung: Durch die ständige Verbindung mit Informations- und
Kommunikationsnetzwerken kann die Interaktion und Kommunikation
zwischen Dozenten und Studierenden intensiviert und die Gruppenarbeit
flexibler gestaltet werden (vgl. Rey & Abel 2004).
- Kontextsensitivität: M-Learning ermöglicht die Erfassung und
Auswertung von Umgebungsinformationen, z.B. bei Forschungsarbeiten, im
Labor oder im Museum. So lassen sich die lerntheoretischen Forderungen
des situierten Lernens erfüllen.
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Nachteile
Mobiles Lernen ist keinesfalls ein Ersatz für traditionelle Lehr- und
Lernkonzepte. Ob das Angebot von mobilen Lernmöglichkeiten in Ihrer
Lehrsituation sinnvoll ist, hängt von Rahmenbedingungen und Zielgruppe ab.
Der finanzielle Aufwand für die Implementierung mobiler Szenarien lohnt sich
nur, wenn solche Angebote von den Studierenden auch nachgefragt werden. Die
ständige Verfügbarkeit von Information kann auch als Belastung empfunden
werden, wenn sie als Zwang interpretiert wird, ständig kommunizieren oder
recherchieren zu müssen.
M-Learning und E-Learning
Mobile Lerntechnologien unterscheidet sich von anderen E-Learning
Anwendungen insbesondere durch die speziellen technischen Bedingungen:
Mobile Technologien mit kleinem Bildschirm, geringer
Bandbreite
und geringem Speicherplatz wurden speziell für den Einsatz
unterwegs entwickelt. E-Learning Anwendungen können durch mobile
Lerntechnologien ergänzt werden, indem sie einen Zugang durch mobile Geräte
wie Handys oder PDA’s anbieten. Dabei sollte dieselben Inhalte sowohl auf
dem Computer als auch auf der mobilen Plattform abrufbar sein (Kinshuk & Tiong 2004) .
In den Vertiefungen Laptop, PDA und Handy erfahren Sie mehr über die
spezifischen Anwendungsmöglichkeiten von M-Learning!
Das Portal
mobilearn.at, ein Projekt von vier österreichischen
Universitäten, präsentiert Informatives zu Hardware, Standards und dem
State-of-the-art im Bereich "mobiles Lernen".
Die Website
www.learninginhand.com
enthält
interessante Informationen rund um das Thema "Mobile Learning". Es werden u.
a. Lernmodule angeboten und erklärt und Tipps zur WAP-Seiten- und
Podcast-Erstellung sowie der Suche danach und deren Abruf gegeben.