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Laptop

Im Studienalltag bedeutet ein Laptop (auch Notebook genannt) vor allem Flexibilität: Die Zeit zwischen den Lehrveranstaltungen kann zur Vor- oder Nachbereitung von Veranstaltungen genutzt werden, indem z.B. in der Bibliothek der eigene Laptop verwendet wird. Viele Studierende arbeiten zudem lieber ungestört in den Arbeitsräumen der Universität als zu Hause.

Im Zuge des mobilen Lernens richten immer mehr Universitäten Funknetzwerke, so genannten WLANs (Wireless Local Area Networks) ein. So können Studierende sich überall auf dem Campusgelände per Laptop ins Internet oder Intranet einloggen. Die Vernetzung bietet auch für die Universität Vorteile: Dienstleistungen in der Lehre und der Verwaltung können über das Inter-/Intranet organisiert werden (Strattmann & Kerres, 2003).

Durch den Einsatz von Laptops soll eine Erweiterung und Vernetzung der herkömmlichen Lernorte erreicht werden (Dresel & Ziegler, 2004) . Der Laptop dient dabei als ein Werkzeug für die Inhaltserschließung, Organisation und Kommunikation (Kerres, 2004). Die Abbildung zeigt, wie durch Laptops neue Lernräume geschaffen und bestehende miteinander vernetzt werden:

 


Abbildung: erweiterte Informationszugriffsmöglichkeiten durch den Einsatz von Laptops (entnommen und angepasst aus Stratmann & Kerres, 2004)  

Vorteile

Während einer Veranstaltung ermöglicht der Einsatz von Laptops den flexiblen Wechsel zwischen Präsentation und Übung. Interaktive Inhalte können direkt auf dem Notebook ausprobiert und nachvollzogen werden (z.B. Software-Tools oder Simulationen). Die Vortragsfolien können auf dem eigenen Bildschirm eingesehen und bearbeitet werden.

Laptops können – ähnlich wie PDAs – in Lehrveranstaltungen für ad-hoc Diskussions- und Abstimmungsprozesse eingesetzt werden. Durch Umfragen, Tests und Stimmungsbilder werden unmittelbare Rückmeldungen möglich (Strattmann & Kerres 2003).

Außerhalb von Veranstaltungen können Studierende unabhängig von den Kapazitäten lokaler Rechnerpools Leerzeiten besser nutzen und flexibler auf die Infrastruktur der Hochschule zugreifen. Insbesondere für Studierende, die einen weiten Anfahrtsweg haben oder über keinen geeigneten Heimarbeitsplatz verfügen, kann dies ein großer Vorteil sein.

Die orts- und zeitunabhängige Verfügbarkeit der Hochschulressourcen kann auch bei Gruppenarbeiten organisatorische Vorteile bieten. Durch die autonome Wahl von Lernort, Lernzeit und Lernmitteln können Laptops selbstgesteuertes und kooperatives Lernen unterstützen (Kerres, 2004).

Auf Exkursion oder im Forschungsfeld können Laptops z.B. zur direkten Datenerfassung eingesetzt werden. Wenn dieser mobile Anwendungskontext allerdings im Vordergrund steht, sollte die Nutzung von PDAs in Erwägung gezogen werden, da die Geräte kleiner und leichter sind.

Nachteile

Aus didaktischer Sicht besteht die Gefahr, dass der Zuwachs von Mobilität und Flexibilität von Studierenden als Belastung empfunden wird (Fischer & Mandl, 2002). Die Schaffung neuer Lernkontexte durch den Einsatz von Laptops wird von Lernenden nicht automatisch als höhere Autonomie erlebt und fördert auch nicht zwangsläufig die Lernqualität. Technische Innovation allein schafft weder Motivation noch ein positives Lernklima. Wenn Sie Laptops in und außerhalb Ihrer Lehrveranstaltung einsetzen, sollte sichergestellt sein, dass die Studierenden ausreichend persönliche Unterstützung erfahren (Dresel & Ziegler 2004).

Einsatz

Der Einsatz von Laptops sollte konzeptionell gut begründet sein, damit der Mehrwert für Ihre Studierenden deutlich wird. Wenn Sie Laptops als Lehr- und Lernmittel in Ihre Veranstaltung integrieren, sollten Sie klären, ob entsprechende Geräte vorhanden sind oder angeschafft werden können. Wenn die Geräte aus einem Hochschulpool ausgeliehen werden, erkundigen Sie sich, ob eine zentrale Einrichtung, z.B. das Rechenzentrum, Service und Supportleistungen bietet.

Beispiele

Letzte Änderung: 14.12.2007


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