 |
Datenbanken
|
An dieser Stelle ist es nicht möglich, alle relevanten Fachdatenbanken vorzustellen, die am Markt präsent sind. Letztlich werden Sie beschränkt sein auf jene, die an Ihrem Hochschulstandort verfügbar sind - informieren Sie sich hierzu an Ihrer Bibliothek. Für einen ersten Überblick können wir Ihnen aber eine kurze Typologie der Datenbanken vorstellen.
Typen von Datenbanken
-
Bibliographische Datenbanken
erfassen Informationen zu
wissenschaftlichen Publikationen und bereiten diese durch inhaltliche
Erschließung auf. Damit ermöglichen sie einen komfortablen und
systematischen Zugriff auf große Mengen von Fachinformationen. Da die
inhaltliche Erschließung meist intellektuell, durch den Einsatz von
Fachkräften, geschieht, ist die Nutzung dieser Datenbanken in der Regel
recht teuer.
-
Faktendatenbanken und Nachschlagewerke
bieten faktische
Informationen, zum Beispiel Länder- oder Firmendaten oder chemische
Verbindungen. Auch allgemeine biographische Datenbanken sind als
Faktendatenbanken zu bezeichnen.
-
Citation Indexes
verknüpfen bibliographische Informationen mit
Informationen zu Autoren und Zitierhäufigkeiten. Die
Auswertungsmöglichkeiten solcher verknüpfter Daten sind vielfältig, der
Impact Factor ist die bekannteste unter ihnen. Dieses System wurde am
Institute
for Scientific Information
- ISI entwickelt, das eine Reihe
entsprechender Produkte anbietet. Eine alternative und kostenfreie
Möglichkeite ist der
CiteSeer
aus dem Bereich der
Informatik, der automatisch Zitate indexiert.
-
Volltextdatenbanken
bieten den direkten Zugriff auf die
entsprechenden wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Bisher musste in der
Regel nach der bibliographischen Recherche die gefundene Information erst
"umgesetzt" werden, indem die betreffende Zeitschrift als physisches
Exemplar an der eigenen oder einer fremden Bibliothek nachgewiesen und dann
bestellt wurde, um schließlich auf den eigentlichen Artikel zugreifen zu
können. Die Verlinkungsmöglichkeiten der Netztechnik können all diese
Arbeitsschritte im Idealfall durch einen einfachen Mausklick
erledigen.
-
Aggregatordatenbanken
verknüpfen die verschiedenen
Zugriffsmöglichkeiten. So kann man in
SciFinder
z.B. aus einem Aufsatz aus der Chemie direkt
auf die in ihm benannten chemischen Verbindungen zugreifen und zusätzlich
auch noch alle Aufsätze identifizieren, in denen der Ursprungstitel zitiert
wurde. Bibliographische, faktische und Zitierinformationen werden so
verbunden. Diese Angebote eröffnen umfassende Recherchemöglichkeiten, sind
aber auch sehr teuer, so dass sie bei weitem nicht an allen
Hochschulstandorten angeboten werden können.
Die Zugriffswege auf Datenbanken können je nach Typ unterschiedlich
sein. Aggregatordatenbanken sind durch den Anspruch der Vernetzung daran
gebunden, im Internet verfügbar zu sein. Die anderen Typen können auch als
CD-Rom bei Ihrer Bibliothek vorliegen.
Für den Zugriff auf alle netzgebundenen Datenbanken brauchen Sie entweder
einen Arbeitsplatz, der ans Hochschulnetz angeschlossen ist, so dass über
die
IP-Adresse
des Rechners automatisch Ihre Zugriffsrechte geprüft werden
oder entsprechende Zugangsdaten, teilweise auch spezielle
Software. Diese erhalten Sie in Ihrer Bibliothek!
Einen grundlegenden Einstieg in die Recherche in Datenbanken finden Sie
im Abschnitt zu den
Grundlagen der Recherche.
Letzte Änderung:
29.08.2006
|