Sie bleiben gerne Up-to-date? In dieser Vertiefung zeigen wir Ihnen, welche Tools dabei helfen, News aus dem Netz den eigenen Bedürfnissen und Interessen entsprechend zu filtern.
Wie bereits im Kapitel zu
RSS
deutlich wird, eignet sich das Abonnement von
RSS-Feeds um verschiedene Quellen (
Weblogs, Nachrichtendienste von Webseiten) zu beobachten. Per RSS –Feed
erhält man die neuesten Nachrichten in seinen RSS-Reader oder auch per Mail.
Allerdings treffen hier Nachrichten zu den unterschiedlichsten
Themengebieten ein. Diese Menge lässt sich nur schwer bewältigen, wenn der
Feed-Reader nicht über gute Filterfunktionen verfügt. News-Filter können
helfen, dass nur gewünschte Nachrichten bei dem Nutzer ankommen. Wir stellen
Ihnen die Filterfunktionen Yahoo Pipes und Goolge Alert vor.
Yahoo Pipes
Die Meinungen über die niedrigschwellige Bedienbarkeit von Yahoo Pipes gehen
auseinander. Relativ einfach lässt sich allerdings eine Schlaufe einrichten
mit der Sie die RSS-Feeds verschiedener Seiten nach bestimmten Schlagwörtern
filtern können.
Eine Pipe besteht lediglich aus einer „Fetch Feed“-Box (Sources ->Fetch
Feed) und einem „Filter“-Operator (Operators ->Filter), die Sie sich per
Drag & Drop
in den Pipe-Bereich ziehen.
In der „Fetch-Feed“-Box legen Sie anschließend die Feed-URLs fest, die
gefiltert werden sollen. Dazu kopieren Sie sich einfach die Feed-URL der
entsprechenden Seite, klicken in der „Fetch Feed“-Box auf „+ URL“ und fügen
die URL dort ein. Diesen Vorgang können Sie beliebig oft wiederholen – je
nachdem wie viele RSS-Quellen Sie verwenden möchten.
Spannender wird es beim „Filter“-Operator. In der obersten Zeile können Sie
zunächst die grundsätzliche Regel definieren, nach der gefiltert werden
soll, z. B. „Permit items that match any of the following“, was so viel
bedeutet wie „Liefere mir alle Artikel, auf die irgend eine der folgenden
Regeln zutrifft“. Regeln können Sie darunter mit dem „+ Rules“-Link
hinzufügen. Eine Regel besteht aus drei Eingabefeldern:
- Im ersten Eingabefeld wird sozusagen die Quelle, auf die sich die Regel
bezieht, definiert. In unserem Fall sind dies die verschiedenen
Eigenschaften eines RSS-Feeds wie z. B. die Beschreibung (item.description)
oder der Titel (item.title). Diese Eigenschaften werden Ihnen nach einem
Klick in das Eingabefeld aufgelistet und Sie können bequem eine davon
auswählen.
- Im zweiten Eingabefeld wird der Operator der Regel definiert. Mögliche
Operatoren sind beispielsweise „Enthält“ (Contains), „Enthält nicht“ (Does
not contain) oder „ist größer als“ (is greater than). Auch die Operatoren
werden aufgelistet, sobald man in das Feld klickt.
- Im dritten Eingabefeld kann nun eine freie Eingabe erfolgen. Dies
können z. B. Schlagwörter, Zahlen oder Datumsangaben sein.
Für den RSS-Feed-Filter bietet es sich an, die Beschreibung und den Titel
der Artikel nach bestimmten Schlagwörtern zu durchforsten. Möchten Sie z. B.
nur Artikel erhalten, die entweder in der Beschreibung oder im Titel das
Wort „e-learning“ enthalten, so fügen Sie folgende beide Regeln hinzu:
- item.description Contains e-learning
- item.title Contains e-learning
Genau so verfahren Sie auch mit weiteren Schlagwörtern, nach denen Sie
filtern möchten. Die fertige Pipe könnte dann beispielsweise wie folgt
aussehen:
Ergebnisse landen je nach Wunsch in der Mailbox, dem Feedreader oder auch
auf dem Mobiltelefon.
Google Alert
Wem das Einrichten einer Pipes zu schwierig oder aufwändig erscheint, der
kann Google Alert zur Hilfe nehmen. Auch Google Alert filtert Nachrichten
aus dem WWW nach bestimmten individuell festgelegten Schlagworten.
Für einen Filter kann der Nutzer verschiedene Suchbegriffe in ein Suchfeld
eingeben. Insgesamt können bis zu 10 Google-Alerts eingerichtet werden. Auf
den ersten Blick erscheint keine differenzierte Suche möglich. Zur Auswahl
stehen dafür verschiedene Filtertypen ( "News“, „Web“, „Multi“ oder
„Groups“).
Schaut man in die „Google Alert Hilfe“wird man auf die Möglichkeiten
hingewiesen, in die klassische „Google Suche“ seine differenzierten
Suchkategorien festzulegen und dann einfach die von Google automatisch ins
Suchfeld eingegebenen Operatoren nach Google Alert zu kopieren – ein etwas
umständlicher Vorgang.
Als weiteres kann bei Google Alert die Häufigkeit des Abrufs gewählt werden.
Ergebnisse werden per Mail zugesandt oder können auch per RSS-Feed abgerufen
werden. Die Ansicht eines Filters bei Google Alert ist und bleibt auch bei
einer differenzierten Suche im Vergleich zu Pipes sehr übersichtlich.