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Instructional Design
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Der Forschungsbereich Instruktionsdesign (auch: Instructional Design oder ID) basiert auf systematischen wissenschaftlichen Befunden über Arrangements von Lernumgebungen. Die unterschiedlichen Instruktionsdesign-Modelle machen im Kern technologische Aussagen über Lernarragenments und sind für die Vermittlung verschiedener Arten von Kompetenzen entwickelt worden. Einige dieser Modelle beziehen die Nutzung elektronischer Medien explizit ein. Dies macht das Instruktionsdesign, das nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA in Abgrenzung zur traditionellen Didaktik entwickelt worden ist, für die Planung von E-Learning-Umgebungen interessant.
Die Idee des Instruktionsdesigns geht auf den Psychologen und Pädagogen
Robert Mills Gagné zurück und basiert auf der Überlegung, dass es für
unterschiedliche Lernaufgaben, Lernvoraussetzungen und Rahmenbedingungen
eine jeweils bestgeeignete Lernumgebung geben müsste. In empirischen, meist
experimentellen Untersuchungen werden entsprechende Befunde für die
Gestaltung von Lernmedien erarbeitet. Die folgenden Beispiele illustrieren
die Spannbreite und den Bezugsrahmen von Befunden der Forschung zu
Instructional Design:
- Beim Begriffslernen beeinflussen die Anzahl, Art und Zusammenstellung
von Positiv- und Negativbeispielen des zu lernenden Begriffs die Qualität
des Lernergebnisses.
- Bei Animationen hat die gleichzeitige Präsentation von gesprochenem und
geschriebenem Text zur Erläuterung eines Sachverhalts im Durchschnitt
schlechtere Lernergebnisse zur Folge als lediglich gesprochener Text.
- Die audiovisuelle Darstellung bildlicher und textueller Informationen
fördert den Wissenserwerb besser, als die rein visuelle Darstellung.
- Bilder, Animationen oder Geschichten, die nichts zur Erklärung der
eigentlichen Sachverhalte beitragen, behindern das Behalten und Verstehen
des Lehrstoffs.
- Die Platzierung erklärender Texte innerhalb einer Abbildung führt zu
besseren Lernerfolgen als die Darstellung außerhalb der Grafik.
Weitere Informationen
Für verschiedene Arten von Lehrzielen sind unterschiedliche
Instructional-Design-Modelle konzipiert worden, zum Beispiel das Urmodell,
die Instructional-Transaction-Theorie (ITT) oder die Methode Anchored
Instruction. Unabhängig von dem gewählten Modell gliedert sich das Vorgehen
in die fünf Phasen Analyse, Design, Entwicklung, Implementierung und
Evaluation. Eine ausführliche Darstellung der einzelnen Phasen und der
unterschiedlichen ID-Modelle gibt es im Langtext Instruktionsdesign, der als
PDF-Download
zur Verfügung steht.
Letzte Änderung:
30.10.2007
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