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Aktuelle Studien rund ums Thema E-Learning (2011)

Hier finden Sie aktuelle und interessante Studien zum Thema E-Learning in der Hochschule. Die meisten Studien stehen kostenlos im Internet zum Download zur Verfügung. Die Studien sind chronologisch aufgelistet.





Grosch, M. & Gidion, G. (2011)
Mediennutzungsgewohnheiten im Wandel : Ergebnisse einer Befragung zur studiumsbezogenen Mediennutzung. KIT Scientific Publishing

Ausgangspunkt der Studie ist die Annahme, dass mit der zunehmenden Veränderung und Verbreitung von Computer- und Onlinediensten ein kontinuierlicher Wandel des Studierverhaltens einhergeht. Um darüber genauere Informationen zu erhalten, wurden im Sommersemester 2009 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) rund 1.400 Studentinnen und Studenten aller Fachrichtungen, vor allem aus den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Zweigen, nach ihren Nutzungs- und Lerngewohnheiten, bevorzugten Anwendungen, Medienzugang, Zufriedenheit u.v.m. befragt. Dabei richtete sich die Untersuchung nicht nur auf E-Learning: Erhoben wurde die Nutzung von über 40 Medienangeboten, von Web 2.0-Diensten über Textverarbeitungsprogramme bis zu Printmedien wie Fachbüchern oder Skripten. Bei der Auswertung werden Zusammenhänge zwischen der Medienakzeptanz und anderen Faktoren aufgezeigt (etwa dem Lernverhalten und soziodemographischen Größen wie Geschlecht oder sozialer Herkunft).

Wenig überraschend zeigte sich, dass Google-Dienste – allen voran die Websuche –, das externe E-Mail-Konto sowie das Online-Nachschlagewerk Wikipedia die höchsten Akzeptanzwerte aufweisen. Die (überwiegend KIT-internen) E-Learning-Dienste sind dagegen weniger akzeptiert. Dabei verzeichnen lehrveranstaltungsbegleitend zur Verfügung gestellte Informationsmaterialien und -medien relativ hohe Zufriedenheits- und Nutzungswerte; weniger geschätzt werden Werkzeuge, die eine aktive Beteiligung der Studierenden erfordern. Auf der Basis dieser und weiterer Analyseresultate wird im Ergebniskapitel eine Medientypologie des Studiums entworfen – ein interessanter und hilfreicher Ansatzpunkt, nicht zuletzt um bei der Konzeption von universitären E-Learning-Angeboten die vorangegangene Mediensozialisation und damit einhergehende Nutzungsmuster berücksichtigen zu können. Im Abschlusskapitel werden entsprechend die Ergebnisse im Hinblick auf Strategien zur universitären Medienentwicklung und die Konzeption von E-Learning-Diensten im Bereich der Hochschullehre diskutiert.

Die Studie kann als pdf kostenlos heruntergeladen werden: http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/volltexte/1000022524.





Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (August 2011)
Schule 2.0 - Eine repräsentative Untersuchung zum Einsatz elektronischer Medien an Schulen aus Lehrersicht

„Schule 2.0 – Eine repräsentative Untersuchung zum Einsatz elektronischer Medien an der Schule aus Lehrersicht“ heißt eine im August 2011 erschienene Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM). Da die Schüler von heute die Student/-innen von morgen sind, hat sich die e-teaching.org-Redaktion die Studie einmal näher angesehen. Grundlage für die Ergebnisse der rund 40 Seiten umfassenden Publikation bildet eine im Februar 2011 durchgeführte Lehrerbefragung. Die Informationen sind in drei Kapitel, „Lehrer und Technik“, „Einsatz elektronischer Medien im Unterricht“ und „Voraussetzungen an Schulen“ gegliedert und geben die Meinungen von insgesamt 501 Lehrerinnen und Lehrern von Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien der Bundesrepublik wider.
Untersuchungsgegenstand der Studie waren, neben dem technischen Wissensstand der Lehrer und deren Einstellung zur Nutzung von elektronischen Medien im Unterricht, der Zweck und die Rahmenbedingungen beim Einsatz von digitalen Medien. Die jeweiligen Fragen wurden in unterschiedlichen Kategorien ausgewertet und als Balkendiagramme dargestellt.
Die Befragungen geben interessante Einblicke zum Stand der Technik an deutschen Schulen sowie zur Einschätzung des Medieneinsatzes. Mehr als drei Viertel der befragten Lehrkörper sehen beispielsweise einen großen Nutzen im Einsatz digitaler Medien in der Schule. Vor allem bei Internetrecherchen und Präsentationen von Lehrinhalten können sie von großem Nutzen sein. Zu den meistgebrauchten elektronischen Medien gehören der Beamer sowie der Overheadprojektor. Smartboards werden bisher nur von 30% der Lehrerschaft eingesetzt, wobei laut Lehrermeinung ein Grund dafür die unzureichende technische Ausstattung der Schulen beiträgt. Die Lehrer/-innen fordern deshalb bessere Bedingungen und mehr Qualifizierungsangebote.

Die Studie können Sie kostenlos unter http://www.bitkom.org/files/documents/BITKOM_Publikation_Schule_2.0.pdf als pdf herunterladen.





Butcher, N. for the Commonwealth of Learning and UNESCO (2011)
A Basic Guide to Open Educational Resources (OER)

Neil Butcher hat für The Commonwealth of Learning und die UNESCO “A Basic Guide to Open Educational Resources (OER)” veröffentlicht. Der OER-Leitfaden beschäftigt sich neben der Definition und dem teifergehenden Sinn von OERs mit dem Unterschied zwischen OER und Open Access-Veröffentlichungen, Lizenzen und Qualität sowie notwendigen politischen Rahmenbedingungen. Interessant zu lesen ist auch, welche Rollen das Pädagogische Konzept des „Resource Based Learning“ und das Distance Learning für das Konzept der Open Educational Resources spielen. In den weiteren Artikeln werden außerdem ausführlich wirtschaftliche und politische Aspekte von OERs dargestellt und u.a. aufgezeigt warum und unter welchen Rahmenbedingungen es sich für Hochschulen lohnt in OERs zu investieren. Neben einem Überblick über Lizenzen liefern die Artikel insbesondere eine umfangreiche Darstellung aktueller (Hochschul-)Initiativen im Bereich OER im englischsprachigen Raum. Der Leitfaden bietet eine aktuelle Sicht auf das Thema OER und greift insbesondere die Aspekte auf, wo noch mehr Fragen als Antworten bestehen.

Den Hinweis zum Leitfaden und ein Link zum kostenlosen Download findet man auf den Seiten der Open Universiteit der Niederlande.




Johnson, L., Smith, R., Willis, H., Levine, A., and Haywood, K., (2011).
The 2011 Horizon Report. Austin, Texas: The New Media Consortium.

2011 ist wieder ein „Horizon-Jahr“. Der jährlich erscheinende Report wurde dieses Jahr zum achten Mal vom New Media Consortium (NMC) und der EDUCAUSE Learning Initiative (ELI) herausgegeben und stellt wie gewohnt eine Liste mit den sechs aktuellsten Medien- und Technologieentwicklungen zusammen, die die Lern- und Lehrwelt womöglich in Zukunft beschäftigen werden.
Der Report wird zusammen mit Experten auf dem Gebiet der Bildungstechnologien erarbeitet und gliedert die Trends je nach Zukunftsrelevanz in drei Kategorien: maximal ein Jahr, zwei bis drei Jahre, oder vier bis fünf Jahre bis zur Verankerung derjenigen Technologien in die Gesellschaft. Neben ausführlichen Beschreibungen der Trends werden auch konkrete Beispiele sowie Lektürevorschläge genannt.
Die Themen, die uns wahrscheinlich in den nächsten Jahren beschäftigen werden sind folglich:

  • In einem Jahr oder weniger: Electronic Books und Mobiles
  • In zwei bis drei Jahren: Augmented Reality und Game-based Learning
  • In vier bis fünf Jahren: Gesture-Based Computing und Learning Analytics
Den Horizon Report 2011 können Sie in englischer Version auf der Website des New Media Consortium kostenlos herunterladen. Eine deutsche Fassung ist bisher (noch) nicht verfügbar, soll aber, wie in den Jahren 2009 und 2010, in Kooperation mit dem Multimedia Kontor Hamburg veröffentlicht werden.

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Letzte Änderung: 08.11.2011


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