|
|
|
 |
Aktuelle Studien rund ums Thema E-Learning (2006)
|
Hier finden Sie alle Studien, die im Jahr 2006 veröffentlicht wurden.
|
 |
|
Kleimann & Wannemacher (2006)
Kleimann, Bernd & Wannemacher, Klaus (2006):
E-Learning an
deutschen Fachhochschulen. Fallbeispiele aus der Hochschulpraxis.
HIS: Forum Hochschule.
Nachdem Kleimann & Wannemacher bereits 2004 die E-Learning
Strategien deutscher Universitäten untersucht haben, nehmen sie diesmal
die Fachhochschulen in den Blick. Die Studie stellt die E-Learning
Implementierungsstrategien von zehn ausgewählten Hochschulen vor. Nach
einer kurzen Beschreibung in Form allgemeiner Kenndaten und
Rahmenbedingungen werden neben der Strategie die verantwortlichen
Organisationseinheiten vorgestellt. Dabei bekommt der Leser einen
Überblick über verschiedene – formelle wie informelle –
Organisationsformen und Servicestrukturen. Natürlich wird auch die
Technik, im Besonderen die an den Hochschulen im Einsatz befindlichen
Systeme (LMS, CMS usw.), darunter ebenso Fremd- wie Eigenprodukte,
betrachtet. Außerdem enthalten die Fallstudien Beschreibungen vieler
interessanter E-Learning Projekte, auf die man ohne die Studie
vielleicht nicht aufmerksam geworden wäre.
Die Studie steht zum freien Download auf den Seiten des HIS zur
Verfügung.
Download:
http://www.his.de/Service/Publikationen/FH/Pdf/Pdf/fh-200605.pdf
|
|
 |
|
National Learning Infrastructure Initative (2006)
Urheber des Horizon Report sind das New Media Consortium, die
National Learning Infrastructure Initiative und das EDUCAUSE Programm.
Der Bericht erscheint jährlich und beleuchtet aktuelle Trends im Kontext
digitaler Medien. Das NMC Horizon Projekt (Projektstart war im Jahr
2002) versucht aktuelle Technologien zu identifizieren, die eine große
Wirkung auf Lehr- und Lernprozesse sowie kreative Prozesse in der
Hochschulbildung an sich haben.
Als zentrale Themenfelder identifiziert der Horizon Report 2006 die
dynamische Wissensgenerierung und Social Computing, worunter Anwendungen
wie Weblogs und Wikis fallen.
Die Entwicklungen haben u.a. dazu beigetragen, dass sich die
Online-Kooperation und Kommunikation intensiviert hat. Mobile Endgeräte
wie Mobiltelefone und
MP3
-Player werden immer mehr als Vertriebsplattform genutzt.
„Personal Broadcasting“, wie
Podcasting
und Vlogging (Video-Blogging), stellen einen Unterbereich
dieses neuen Entwicklungsfelds dar.
Der Report 2006 nennt erstmals auch Herausforderungen, denen sich der
Lehrbetrieb in den nächsten fünf Jahren stellen muss:
- Anerkennung der neuen (digitalisierten) Formate neben
traditionellen Formaten im Wissenschaftsbetrieb,
- Sicherung der Medienkompetenz bei jungen Studierenden,
- Klärung von Fragen, die das Digital Right Management und das
Urheberrecht betreffen,
- Sicherung des Übergangs vom Projektstatus zur hochschulweiten
Implementierung,
- Deckung des Supportbedarfs für neue und alte Technologien.
Folgende Themenfelder werden im Horizont Report 2006 als besonders
zukunftsträchtig herausgestellt: Social Computing und Personal
Broadcasting sind zwei Trends, deren Adaption in der Lehre in bis zu
einem Jahr realistisch erscheint. Mobiltelefone und "Educational Gaming"
werden als Trends genannt, deren Realisierung dem Report zufolge noch
zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen wird. „Augumented Reality“ und
„Enhanced Visualization“ sowie „Context-Aware Enviroments and Devices“
scheinen noch vier bis fünf Jahr zu benötigen, bis eine Anwendung in der
Hochschullehre sich durchsetzen wird.
Der Horizon Report stellt die genannten Trends jeweils auf zwei bis
drei Seiten dar. Am Ende der Beschreibung zeigt er auf, in welchen
Bereichen der Einsatz der neuen Technologie sinnvoll erscheint. Bereits
realisierte Beispiele aus der Lehrpraxis runden die Kapitel ab.
Download:
www.nmc.org/pdf/2006_Horizon_Report.pdf
|
|
 |
|
Pasternack et al. (2006).
Pasternack, P., et al. (2006).
Die Trends der Hochschulbildung und
ihre Konsequenzen.
Wissenschaftlicher Bericht für das
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Republik
Österreich. Wien: bm:bwk
Im Auftrag des österreichischen Ministeriums für Bildung,
Wissenschaft und Kultur hat das Institut für Hochschulforschung (HoF)
der Universität Halle-Wittenberg aktuelle Trends in der Hochschulbildung
untersucht.
Die im Wandel begriffenen Rahmenbedingungen der Hochschulen
resultieren in einer Veränderung ihrer Bildungsangebote. Ziel der Studie
ist es, den aktuellen Stand der Hochschulbildung zu erheben und
Trendentwicklungen zu prognostizieren. Das Autorenteam benennt
notwendige Änderungen im universitären Management und bei der
Kompetenzentwicklung der Lehrenden und formuliert umfangreiche
Handlungsempfehlungen.
Die Studie geht dabei insbesondere vier Fragestellungen nach:
- Welche strukturellen Trends auf europäischer und insbesondere
österreichischer Ebene resultieren aus den veränderten
Rahmenbedingungen?
- Welche Kenntnisse und Kompetenzen werden aus gesellschaftlicher
Perspektive von der Hochschulbildung erwartet?
- Welche unterschiedlichen Ansprüche stellen Studierende an
Hochschulbildung?
- Welche Methoden wenden europäische und insbesondere österreichische
Hochschulen an, um sowohl die veränderten strukturellen als auch die
gesellschaftlichen und studentischen Anforderungen zu erfüllen?
Diese Fragen haben die Autoren mit einem Methodenmix untersucht:
Neben Literatur- und Dokumentenanalysen, Internetrecherchen und
Sekundäranalysen quantitativer Datenerhebungen wurden Experteninterviews
und ein Expertenworkshop durchgeführt.
Die Ergebnisse sind nicht nur für österreichische Hochschulen von
Interesse. Die Fallbeispiele und Empfehlungen zu diversen Feldern der
Hochschulentwicklung wie Qualitätssicherung, innovative Lehr- und
Lernformen, Erreichung neuer Zielgruppen, Berufsorientierung und
Internationalisierung machen den Bericht zu einer anregenden Lektüre,
die ein breites Überblickswissen vermittelt.
E-Learning wird von den Autoren als wichtiger Baustein einer
innovativen Hochschuldidaktik gesehen, wenngleich sich auch euphorische
Prognosen als zu optimistisch erwiesen haben. Als Examples of Good
Practice werden die Projekte FELIX (Furtwangen E-Learning and
Information eXchange) sowie Campus-online education Stuttgart
vorgestellt.
Als Handlungsfelder im Bereich Informations- und
Kommunikationstechnologien werden unter anderem virtuelle akademische
Weiterbildungsmöglichkeiten, der Ausbau von Supportstrukturen, die
Qualifizierung insbesondere von neuberufenen Lehrenden sowie die
hochschul- und länderübergreifende Netzwerkbildung gefordert.
Weitere Inhalte können Sie im Netz nachlesen: Der 227-Seiten lange
Bericht steht online als PDF zum Download zur Verfügung:
Download:
http://www.bmbwk.gv.at/medienpool/13020/studie_trends_hsbildung.pdf
|
|
|
|
Schmidt, J. & Mayer, F.
(2006)
Schmidt, J. & Mayer, F. (2006).
Wer nutzt Weblogs für
kollaborative Lern- und Wissensprozesse?
Ergebnisse der Befragung
'Wie ich blogge?!' 2006. Berichte der Forschungsstelle "Neue
Kommunikationsmedien", Nr.06-02. Bamberg.
Jan Schmidt und Florian Mayer untersuchen im Rahmen einer breit
angelegten Studie die Nutzung von Weblogs im deutschsprachigen
Raum. Im Mittelpunkt ihrer Auswertung stehen Sozialdemographie und
Schreibverhalten der "W-Blogger“. Dies sind Personen, die Weblogs
als Instrumente des Wissensmanagements verwenden.
Das Autorenteam unterscheidet hier zwei Gruppen von W-Bloggern:
Solche Blogger, die neben dem Wissensaustausch weitere Motive verfolgen
(„W-Blogger I“) und solche, die ausschließlich ein Weblog führen, um ihr
Wissen zu teilen („W-Blogger II“).
Die Ergebnisse der Studie sind online veröffentlicht und können können
unter der folgenden URL heruntergeladen werden:
http://www.fonk-bamberg.de/pdf/fonkbericht0602.pdf
|
|
|
|
|
Schmidt, J. & Wilbers, M. (2006)
Schmidt, J. & Wilbers, M. (2006). Wie ich blogge?! Berichte der
Forschungsstelle „Neue Kommunikationsmedien“, Nr. 06-01, Bamberg.
Weblogs haben sich seit Ende der 90er Jahre zu einem festen Bestandteil
der Netzkultur entwickelt. Die Wochenzeitschrift ZEIT beruft sich in
einem aktuellen Artikel auf Schätzungen der Webseite Blog Herald
und
berichtet von 60 Millionen Blogs weltweit, davon 300.000 in Deutschland –
Tendenz steigend (ZEIT, 11/06). Die deutschsprachige Blogosphäre wurde
nun erstmals wissenschaftlich kartografisiert. Wer blogt was, wie
und
aus welchen Gründen? Diesen Fragen geht die Studie „Wie ich blogge?!“ der
Forschungsstelle Neue Kommunikationsmedien (FoNK) der Universität Bamberg
nach.
Mit einem Online-Fragebogen, der per Schneeballprinzip verteilt wurde,
konnten über 5.000 Personen erreicht werden, davon vier fünftel aktive
Weblog-Autoren. Die meisten Blogger werden aus Spaß & Lust am
Schreiben
aktiv. Sie möchten Ideen und Erlebnisse im Netz dokumentieren. Etwas
jeder Zehnte gibt an, aus beruflichen Gründen zu bloggen. Ein Drittel der
Autoren will themenbezogenes Wissen anderen zugänglich machen.
Eine kontroverse Diskussion, die auch in Weblogs hitzig debattiert wird,
dreht sich um die Frage, ob die Aktivitäten der Blogger letztlich nur das
Rauschen im Netz verstärken oder tatsächlich nützliche Informationen
produzieren. Als typische Weblog-Inhalte benennt die Studie private
Themen. Aber auch Schule, Studium und Beruf spielen eine Rolle.
Fotos und Fundstücke im WWW werden häufig dargeboten, Film und
Audio-Inhalte dagegen eher selten. „Mobile Blogging“, das Publizieren von
Postings per Handy, Smartphone oder PDA, ist noch eine
Minderheitenpraxis. Drei Viertel aller Befragten haben kein Interesse
daran.
Sind Weblogs ein Männerspielzeug? Keineswegs: Bei den aktiven
Blog-Autoren ist das Geschlechterverhältnis ausgewogen. 54% Männer
und 46% Frauen greifen in die Tastatur. Im Teenager-Alter dominiert das
weibliche Geschlecht die Szene im Verhältnis 2:1.
Neugierig geworden? Diese und weitere Ergebnisse der Studie können Sie
online nachlesen:
http://www.fonk-bamberg.de/pdf/fonkbericht0601.pdf
|
|
|
Werner, B. (2006)
Werner, B. (2006): Status E-Learning an deuschen Hochschulen. Studie
innerhalb des Projekts PELe. Institut für Wissensmedien.
E-Learning findet an deutschen Hochschulen in sehr
unterschiedlicher Form und Ausmaß Anwendung. Angaben zum Stand der
Virtualisierung der Lehre existieren nur vereinzelt, es fehlen Daten, die
ein übergreifendes Urteil für die gesamte deutsche Hochschullandschaft
erlauben. Diese Informationslücke schließt e-teaching.org durch eine
Online-Befragung der Personen, die an deutschen Hochschulen unmittelbar
für die Planung, Entwicklung und Implementierung von E-Learning-Szenarien
verantwortlich sind. Die Teilnehmer/innen geben Auskunft über wichtige
Einflussfaktoren, zur Verfügung stehende Ressourcen und das Ausmaß, in
dem E-Learning in den Lehrveranstaltungen eingesetzt wird. Die gesamten
Ergebnisse stellt e-teaching.org Ihnen hier zur Verfügung.
Die Studie finden Sie im Portal unter:
http://www.e-teaching.org/projekt/fallstudien/Status_des_ELearning.pdf
|
Letzte Änderung:
18.01.2010
|
|
|
|