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Glossar

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Rapid Authoring
Rapid Authoring bezeichnet die schnelle und kostengünstige Erstellung von digitalen Lerninhalten mit möglichst geringem Personaleinsatz. Der Begriff ist eine Abwandlung des aus der Software-Entwicklung bekannten Schlagworts "Rapid Prototyping". Es können mittels einfach bedienbarer Autorenwerkzeuge (Rapid Authoring-Tools) digitale Lerninhalte erstellt werden. Synonym zu Rapid Authoring verwendet werden unter anderem "Rapid E-Learning", "Rapid Content Creation" oder "Rapid Content Production".

Rapid Prototyping
1. Rapid Prototyping bezeichnet in der Software-Entwicklung die Vorgehensweise, mit geringem Personaleinsatz möglichst schnell funktionsfähige Prototypen zu erstellen.
2. Rapid Prototyping bezeichnet die schnelle, computergestützte Konstruktion eines Modells in der industriellen Entwicklung. Die Technik: Aus den Daten eines CAD-Modells wird das Produkt schichtweise aufgebaut.


RAW
Das RAW- Format enthält die vom Sensor einer Digitalkamera oder eines Scanners erfassten und digitalisierten reinen Bilddaten. Es ist kein Format im eigentlichen Sinne, da die Daten von Hersteller zu Hersteller und von Produkt zu Produkt unterschiedlich abgelegt werden. Gemeinsam ist den verschiedenen RAW-Konventionen lediglich, dass die Daten vor der Speicherung nicht bearbeitet werden. Der Vorteil der Digitalisierung im RAW-Format ist, dass Einstellungen wie Weissabgleich oder Farbsättigung nachträglich angewendet werden können. Dafür sind RAW-Dateien wesentlich größer als z. B. JPEG -Dateien, was auch eine längere Rechenzeit für die Speicherung in Anspruch nimmt. Adobe führte mit dem DNG-Format (Digital Negative) ein standardisiertes, interoperables Rohdatenformat ein, das mehr und mehr Verbreitung findet und die proprietären RAW-Formate überflüssig macht.

RDF/Ressource Description Framework
RDF steht für "Resource Description Framework" und ist eine Auszeichnungssprache zur Modellierung von Metadaten für Ressourcen im WWW. RDF legt eine Syntax für den gemeinsamen Datenaustausch fest, so dass Informationen zwischen den Anwendungen ohne Bedeutungsverlust ausgetauscht werden können. Über RDF können Informationen mit Hilfe von URI im Web identifiziert, sowie Metadaten über Webressourcen (wie Titel, Autor, Datum der letzten Änderung oder Copyright) dargestellt werden. Auch RSS - Feeds stehen im RDF-Format zur Verfügung. RDF ist fundamentaler Bestandteil der Vision des W3C vom Semantic Web. RDF wird ergänzt durch RDFS und OWL.

RDFS
RDFS steht für RDF -Schema und ist eine Auszeichnungssprache die es erlaubt, eine Grammatik sowie Interpretationsregeln (Ontologien) für RDF-Aussagen festzulegen und RDF um zusätzliche, komplexe Metadaten anzureichern.

Reader
siehe E-Book-Reader

Really Simple Syndication
siehe RSS

RealMedia
RealMedia ist die Sammelbezeichnung für die Dateiformate und die damit verbundenen Client - und Server -Produkte des Software-Herstellers RealNetworks, u. a. des Audioformats RealAudio und des Videoformats RealVideo. Das RealMedia-Format erlaubt das Streaming von Video- und Audio-Dateien über das Internet. Abgespielt wird über den RealPlayer. RealMedia-Dateien haben die Dateiendungen *.ra für Audio, *.rv, *.rm und *.rmvb für Video, und *.ram und *.rpm für Meta-Dateiformate, d. h. Dateien, die auf die eigentliche Multimedia-Datei verweisen. Mit Hilfe eines RealEncoders können Dateien eines anderen Formats in die RealMedia-Formate umgewandelt werden. Ein Vorteil der RealMedia-Formate ist die automatische Anpassung der übertragenen Datenmengen (und damit der Wiedergabequalität) in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Bandbreite. Alternativen zu RealMedia sind zum Beispiel QuickTime von Apple und Windows Media von Microsoft.

Redirect
(Dt.: Nachsenden, Umleiten); eine Funktion, die wie ein Nachsendeauftrag Hyperlinks an eine neue Adresse weiterleitet, falls sich diese ändert. Ein Redirect verhindert auf diese Weise, dass, wenn sich die URL einer Seite ändert, alle Hyperlinks, die auf diese Seite verlinken, ins Leere führen. Ein Rederict kann entweder darüber organisiert werden, dass eine HTML -Seite dazwischen geschaltet wird, die den Nutzer über den Umzug informiert oder durch eine serverseitige Lösung, die eine automatische Umleitung veranlasst.

Refactoring
(Dt.: Restrukturierung, Umgestaltung); von Refactoring spricht man, wenn ein Programm-Code so verändert wird, dass er sich nach außen hin zwar gleich verhält (der Code bewirkt bei seiner Ausführung also das Gleiche wie zuvor), jedoch einen anderen inneren Aufbau (eine andere innere Struktur) besitzt. Im Idealfall liefert die veränderte innere Struktur des Codes das gewünschte äußere Verhalten schneller und/oder genauer als zuvor. Mit dem Refactoring soll aber auch eine bessere Lesbarkeit, Verständlichkeit, Wartbarkeit etc. des jeweiligen Programm-Codes erzielt werden.

RelaxNG
RelaxNG ist eine Schemasprache, die nicht vom W3C entwickelt wurde. Ihre Syntax ist deutlich einfacher als XML-Schema, dabei aber dennoch sehr ausdrucksmächtig.

Remote Login/Access
Als Remote Login (Access) wird der Fernzugriff eines Computers auf ein mehr oder weniger weit entfernt befindliches Netzwerk bezeichnet. Für den Zugriff wird eine Internetverbindung und eine entsprechende Software benötigt.

Remote-Desktop
Mit Remote- Desktop wird zumeist die netzbasierte Möglichkeit zur Fernsteuerung eines sich in Ferne befindenden Rechners bezeichnet. Üblicherweise wird die Freigabe dabei vom Benutzer des fernen Systems erteilt. Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) des fernen Systems wird auf dem lokalen Rechner angezeigt und kann wie gewohnt bedient werden. Mit Hilfe der Remote-Desktop-Freigabe kann daher auch Application Sharing verwirklicht werden.
Mehr Informationen zu den Themen Fernsteuerungsrechte und Application Sharing finden Sie in der Rubrik Medientechnik.


Repository
Ein Repository ist eine zentrale Ablage, in der Software-Produkte (z. B. Lernsoftware-Objekte) sowie deren Konzeption und Entwicklung verwaltetwerden. Sie erlaubt mehreren Autoren und Nutzern, ihre Inhalte bereitzustellen und wechselseitig zu nutzen. Repositorys werden unter anderem zum Versionsmanagement, z. B. beim CVS verwendet. Die Auszeichnung der Inhalte erfolgt mit Hilfe von Metadaten.

Ressource Description Framework
siehe RDF

RGB/Rot Grün Blau
Das Kürzel RGB steht für den aus den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) bestehenden Farbraum für die additive Farbmischung, mit der beispielsweise Computermonitore arbeiten. Zu jedem binären Muster, das einem Pixel zugeordnet wird, gibt es in einer Tabelle drei Bytes, die für diese drei Grundfarben stehen. Der Inhalt dieser Bytes kann Werte zwischen 0 und 255 annehmen, die dem Grad der Farbintensität entsprechen (je höher, desto heller). Da jedes dieser RGB-Bytes 256 mögliche Werte haben kann, ergeben sich daraus 256 x 256 x 256 verschiedene Farbton-Möglichkeiten, also 16.777.216 Farben. Das entspricht einer 24Bit-Farbtiefe, die auch als "TrueColor" der "Echtfarbe" bezeichnet wird. Einige Anwendungen, etwa HTML, verlangen eine Farb-Angabe in Hexadezimalzahlen.

Rhizom
Das Rhizom ist ein aus der Botanik entlehnter Begriff. Dort bezeichnet es ein meist unterirdisch oder dicht über dem Boden wachsendes wurzelähnliches Sprossensystem. In der Hypertext -Theorie wird das Rhizom als Metapher für Hypertextgewebe verwendet, die sich in jede beliebige Richtung mit sich beliebig variierenden Strukturen ausdehnen. Gleichzeitig steht es für das World Wide Web – die Summe aller Hypertexte im Internet – , das keinen Anfang und kein Ende hat, alles miteinander vernetzt und in alle Richtungen wuchert. Das Rhizom gilt als Sinnbild nomadischen Denkens und korrespondiert mit den Wissensstrukturen im menschlichen Langzeitgedächtnis.

RIA/Rich Internet Applications
Bei einer Rich Internet Application (RIA) handelt es sich um Webanwendungen mit reichhaltigeren Möglichkeiten, wie z. B. Drag & Drop oder die Steuerung über Tastaturkürzel. Meist bietet diese eine intuitive Benutzeroberfläche und ist leistungsfähiger, da ohne Anfrage an einen Server Berechnungen auf dem Client ausgeführt werden.

Rich Internet Applications
siehe RIA

Rich Site Summary
siehe RSS

Rich Text Format
siehe RTF

Rosenthal-Effekt
Mit dem Rosenthal-Effekt wird die Einflussnahme auf den Ausgang eines Experiments durch den Experimentierenden beschrieben. Maßgeblich dafür sind Erwartungen, Überzeugungen oder Vorurteile des Versuchsleiters. Es handelt sich dabei um eine Form der selbsterfüllenden Prophezeiung (engl.: self-fulfilling prophecy). Der amerikanische Psychologe Robert Rosenthal hat diesen Effekt folgendermaßen untersucht: Studierende sollten ein Experiment durchführen, bei dem Ratten in einem Labyrinth den Weg zur Futterstelle finden mussten. Rosenthal. Die eine Hälfte der Studierenden ließ Rosenthal im Glauben, ihre Ratten seien aufgrund von Züchtung besonders lernfähige Tiere, die andere Hälfte hielt ihre Ratten für besonders dumm. Die Auswertungen zeigten, dass sich diese vermeintliche Wissen in den Ergebnissen des Experimentes niederschlug.

Rot Grün Blau
siehe RGB

RSS/Rich Site Summary/Really Simple Syndication
RSS stellt ein gängiges Format für (News-)Feeds dar und ermöglicht somit das Abbonieren von elektronischen Nachrichten. RSS bezeichnet eine Familie von Dateiformaten, die über die Auszeichnungssprache XML definiert wird. Es sind zwei Langfassungen des Kürzels RSS verbreitet: "Rich Site Summary" und "Really Simple Syndication". Alle RSS-Dateien müssen konform zum XML-Standard sein, wie er in der Spezifikation des W3C festgelegt wurde. Ein RSS enthält gewöhnlich folgende Elemente: Titel, Link, Beschreibung, Sprache, Bild (optional).
Mehr zu RSS finden Sie unter der Rubrik Didaktiksches Design.


RTF/Rich Text Format
RTF ist ein Datenformat zum Austausch elektronischer Dokumente, das häufig zum Versand elektronischer Nachrichten (E-Mail) verwendet wird. Rich Text-Dateien besitzen die Endung *.rtf.

Ruby on Rails
Ruby on Rails ist ein Web-Framework und gibt die Anwendungsarchitektur vor, unter der entsprechende Webanwendungen entwickelt werden können. Das kurz "Rails" genannte Framework wurde in der Programmiersprache Ruby geschrieben und ist entgegen vieler seiner Verwandten, wie zum Beispiel ASP.NET, quelloffen. Rails wurde erstmals im Juli 2004 vorgestellt und folgt dem Grundsatz "Konvention statt Konfiguration". Es nimmt besondere Rücksicht auf Programmier-Konventionen, um die notwendige Konfiguration minimal zu halten und eine rasche Softwareentwicklung zu ermöglichen. Die Konzeption von Rails ist bestrebt, redundanten Code zu vermeiden und jedem seiner Teile einmalig einen Platz zuzuweisen. Beispiele für Web-Applikationen unter Rails finden sich in allen Bereichen. Die Website der Rail-Entwickler, rubyonrails.org, verweist auf Beispiele in Sachen Kollaboration, Community, Content Management oder elektronischer Handel.


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