Was ist eigentlich sTeam?
Wollen sie mit Personen aus einem anderen Unternehmen oder einer anderen
Einrichtung zusammen arbeiten, können dafür aber aus Sicherheitsgründen
nicht das interne Firmennetz nutzen? Wollen sie ein Netzwerk bilden und
Materialien allen Interessierten gleichermaßen zugänglich machen, wollen
aber nicht dafür einen Internetprovider engagieren? Wollen Sie Materialien
gemeinsam im Netz erarbeiten und diese dann erst nach Abschluss der Arbeit
möglichst einfach im Netz publizieren? Wollen Sie Dokumente bewerten, sich
darüber austauschen, sie kommentieren oder anderweitig nutzen? Dann ist eine
mögliche Antwort
open
sTeam.
open
sTeam, oder auch kurz sTeam, ist eine Plattform für
solcherlei Aktivitäten, die mit Unterstützung des Deutschen Forschungsnetzes
(DFN) am Heinz Nixdorf Institut unter der Leitung von Prof. Dr. Keil-Slawik
und Jun. Prof. Dr. Thorsten Hampel entwickelt worden ist. Zentrales
Instrument dieses Ansatzes ist der virtuelle Raum, eine - für den Menschen
natürliche und unmittelbar akzeptierte - Metapher zur logischen und
zeitlichen Gruppierung von Objekten und Werkzeugen. In einem virtuellen Raum
kann man Dokumente in Ordnern oder Behältern zusammenfassen und
strukturieren; man kann ihn aber auch als "Treffpunkt" für eine Gruppe von
Personen benutzen und z. B. einen Chat oder Werkzeuge zur gleichzeitigen
Bearbeitung von Materialien bereitstellen. Der Raum wirkt auf diese Weise
ähnlich einer Sammelstelle, einer Bibliothek oder Datenbank, ist
gleichzeitig aber auch Forum und Treffpunkt. Er führt Personen mit gleichen
Interessen zusammen und dient zur Koordinierung ihrer Kommunikation.
Ein virtueller Wissensraum bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, wobei
meist jedoch nur einige wenige wirklich genutzt werden. Um den Umgang
möglichst handlich zu gestalten, kann das System auf die individuellen
Bedürfnisse eine Gruppe oder Organisation angepasst werden und vermittelt
zugleich Außenstehenden einen jeweils individuellen Eindruck, der das
jeweilige CI-Konzept wieder gibt.
Neu an diesem Ansatz sind das Zusammentreffen von Selbstadministration
und der Orientierung auf die Nutzer sowie die Verknüpfung von Werkzeugen,
Kommunikationsmechanismen und Dokumenten. Jeder Nutzer (Organisation,
Gruppe, Einzelperson) erhält einen Raum zugewiesen und kann diesen
einrichten und anderen Zugriff auf die dort abgelegten Dokumente einräumen.
Er kann auch den eigenen Raum direkt mit anderen Räumen verbinden.
Räume können sehr unterschiedlich genutzt werden, zur Präsentation, zur
Diskussion, zum gemeinsamen Arbeiten oder auch schlicht zur Publikation von
Web-Seiten. Steam ist somit ein Mittel zur Verwaltung, kooperativen
Bearbeitung wie auch zur Publikation von Materialien im WWW. Da der Zugriff
mit Standardwerkzeugen (Browser) Über das Internet erfolgt, kann sich jeder
an allen Orten, wo ein Internetzugang besteht, an diesen Aktivitäten
beteiligen. Auf diese Art und Weise ist es möglich, unabhängig von
bestehenden Einrichtungen dynamisch Übergreifende Strukturen aufzubauen. Die
Software selbst ist lizenzkostenfrei (Open Source). Zusätzliche Kosten zur
Nutzung der Software entstehen somit nur für die Pflege und Verwaltung der
Benutzer und der abgelegten Inhalte sowie für die Anpassung der
Funktionalität und die Erstellung von grafischen Layout-Vorgaben im Rahmen
eines CI-Konzeptes.
Es gibt mittlerweile mehrere Installationen (nicht nur) in der Region, wobei
man ohne Spezialkenntnisse und einem Nutzerkonto nicht auf Anhieb erkennen
kann, dass es sich um das sTeam-System handelt (Alle Beispiele finden sich
unter
http://steam.upb.de/sTeam%20im%20Einsatz/ )
Besonders interessant um sich einen Überblick zu verschaffen sind:
http://mb-s1.upb.de/ltm/
Webauftritt des Lehrstuhls für technische Mechanik, der Uni PB- (dynamisches
Stylesheet)
http://delis.upb.de/
Ein großes EU-Projekt DELIS (angepasstes Design und Up/Download
Dialoge...)
http://www.exam.upb.de/
Projekt EXaM, eine Initiative für Existenzgründer (ein weiteres
Design).