Betreuung

Die Potenziale von E-Teaching und E-Learning lassen sich erst dann ausschöpfen, wenn die Studierenden angemessen betreut werden. In (tele-)medialen Szenarien ergeben sich neue Möglichkeiten, aber auch neue Anforderungen für die Betreuung der Studierenden.

Beratungen können technisch beispielsweise via E-Mail oder Chat unterstützt werden. Für die Beteiligten können dadurch möglicherweise räumliche und/oder zeitliche Koordinationserfordernisse wegfallen. Durch die räumliche und zum Teil auch zeitliche Trennung der Dozierenden und Studierenden ergeben sich im Gegenzug weniger spontane und ungeplante Begegnungen. So können beispielsweise Fragen nicht en passant geklärt werden oder der Stand einer Diplomarbeit durch ein kurzes informelles Gespräch im Vorbeigehen eingeschätzt werden.

Wir haben die verschiedenen Aspekte der individuellen Betreuung der Studierenden analog zur Gliederung der Lehrszenarien in die Bereiche Inhalte, Kommunikation und Organisation aufgeteilt und Möglichkeiten des Einsatzes Neuer Medien für Sie aufbereitet.

Eine angemessene Betreuung sollte nicht nur während sondern bereits vor der Veranstaltung stattfinden. In unserer "FAQ"-Rubrik erhalten Sie Anregungen und Hilfestellungen dazu, wie Sie Ihre Studierenden mit Hilfe digitaler Medien auf Ihre Lehrveranstaltung vorbereiten können.


Praxisbeispiele für Betreuungs- und Beratungsmaßnahmen
  • Einen interessanten Ansatz im Kontext der Betreuung Studierender unter Verwendung digitaler Medien bietet die FU Berlin. Die Zentraleinrichtung Studienberatung und Psychologische Beratung bietet Studieneinsteigern und Studierenden ein umfangreiches E-Learning-Portal an. Das Angebot reicht von Studieninformationen für Studieninteressierte wie Informationen zum Bachelor-Studium, zur Präsentation im Auswahlgespräch oder zum "ersten Tag an der Uni" bis hin zu Lernmodulen für Studierende zum wissenschaftlichen Arbeiten. Die Lernmodule bestehen aus einem Videostream und einer Präsentation und sind zum Teil mit interaktiven Übungen verbunden. Das Angebot ist kostenfrei und nicht zugangsbeschränkt.

  • Die Universität Hamburg bietet für Studienfachinteressenten im Fach Psychologie eine virtuelle Studienberatung. Nach einer Registrierung und dem Ausfüllen eines Fragebogens kann man sich über die Inhalte des Studienfaches und die späteren Berufsfelder von Psychologen informieren.

  • Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) bietet mit BORAKEL ein Online-Beratungstool an, das sich an werdende Studierende der RUB richtet und ihnen die Wahl des für sie geeigneten Studienfachs erleichtern soll. Durch einen Test können die Studieninteressierten ihre Stärken und Schwächen und mit Hilfe eines Fragebogens den für sie passenden Studiengang ermitteln lassen.

  • Mit dem HAW-Navigator bietet die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg eine virtuelle Studienberatung an, die Studieninteressierten bei der Entscheidung für eine bestimmte Studienrichtung helfen soll. In einem Online-Sebsttest können sich die Interessierten bereits vor der Bewerbung für das entsprechende Studienfach damit auseinandersetzen und erhalten dabei u. a. Informationen über Anforderungen und inwieweit man diese selber erfüllt, Studienplan und berufliche Tätigkeiten.
  • Beim Referenzbeispiel Corporate Finance werden verschiedene Lernformen wie Self-Learning, Präsenzunterricht, Online-Coaching und Teamübungen kombiniert. Es wird sehr viel Wert auf die Verbesserung des Betreuungsverhältnisses durch den persönlichen Online-Coach gelegt.

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    Eine Besonderheit der Fachhochschulausbildung ist das Praxissemester in einem Betrieb...

  • Kommunikation

  • Sprechstunde

    Im Rahmen einer Sprechstunde können Sie die Studierenden individuell und gezielt betreuen. Sie können auf die Bedürfnisse einzelner Lernender eingehen und damit Ihr Lehrangebot angemessen auf den Studierenden anpassen.

  • Mentoring

    Als Mentoring bezeichnet man den Transfer von Erfahrungswissen oder fachlichem Wissen zwischen einer erfahrenen Person – dem Mentor oder der Mentorin – und weniger Erfahrenen, den Mentees.

  • Teletutoring

    Lernen mit Neuen Medien entfaltet erst dann seine Stärken, wenn innerhalb der virtuellen Lernumgebung Menschen zu Rate gezogen werden können.

  • Organisation

  • Alumninetze

    Mit dem Ende der Studiums, naht auch das Ende der Studentenzeit. Ein weiterer Kontakt zur Hochschule bleibt nur in Ausnahmefällen bestehen. Langsam erkennen die Hochschulen, dass damit viele Chancen ungenutzt bleiben und bemühen sich daher um die ehemaligen Mitglieder der Universität im Rahmen so genannter Alumni-Netzwerke.

  • Ausländische Stu- dierende

    Jahr für Jahr zieht es viele Studierende in die Ferne, um dort in Rahmen eines Auslandsaufenthaltes Land und Leute und natürlich auch die Lehre an einer fremden Hochschule kennen zu lernen.

  • Schüler

    Wie können Studierende bei der Wahl ihres Studiengangs und dem Start in ein Studium unterstützt werden und welche Möglichkeiten bietet hier der Einsatz von digitalen Medien und E-Learning? Wir stellen Modelle und Beispiele von Hochschulangeboten für unterschiedliche Phasen des Übergangs von der Schulzeit ins Studium vor.

  • Termine & Technik

    Der Einsatz Neuer Medien für die Lehre bedeutet nicht in jedem Fall eine vollständige räumlich und zeitliche Flexibilisierung und Individualisierung der Lehr- und Lernsituationen.

  • Themenliste

    Zur Vorbereitung eines Seminars mit festen Referatsthemen empfiehlt sich eine Liste der zu bearbeitenden Themen im Internet abzulegen.

  • Persönliche Homepage

    Das pädagogische Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden ist sozialer Natur...