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Publikationen zum Thema Evaluation & Qualitätssicherung

Die hier aufgeführten Beiträge und Sammelbände bieten einen fundierten Überblick zur Evaluation telemedialer Lernarrangements und zum Thema Qualitätssicherung im E-Learning.

Aceto, Delrio & Dondi (2006)
Aceto, S., Delrio,C., Dondi, C. (2006): Evolving E-Learning: Helios Yearly Report 05/06


Das auf europäischer Ebene geförderte Projekt “Horizontal E-Learning Integrated Observation System“ macht es sich zur Aufgabe, Kriterien zu entwickeln, nach denen sowohl auf EU-Ebene als auch innerhalb europäischer Nationen E-Learning Angebote auf ihre Qualität hin geprüft werden können. Der Bericht bietet einen Einblick in derzeitige Möglichkeiten der Evaluation und versucht, einen Ausblick zu formulieren, wie diese noch ergänzt werden können. Die Publikation stellt einen im Rückblick auf die Jahre 2005/2006 erstellten ersten Bericht dar. Zwei Aspekte stehen aus Sicht des Helios-Teams besonders im Vordergrund: zum einen die sowohl didaktische als auch technische wissenschaftliche Weiterentwicklung der Bedingungen des E-Learning und zum anderen die politische Etablierung innovativer Bildungsarrangements. Das Ziel des Berichtes ist, europaweit konkrete Kriterien für die Analyse von E-Learning-Angeboten zu finden, die entsprechend Analysen als auch Angebote vergleichbar machen. Das wichtigste Werkzeug zur Qualitätssicherung der Analysen besteht nach Ansicht der Autoren darin, ein internationales Netzwerk nationaler, bildungspolitisch integrierter Kontrollinstanzen einzurichten. Der Bericht ist auf Englisch verfasst, gut strukturiert und damit gut verständlich. Er kann eine gute Vorlage für den Entwurf einer eigenen Untersuchung von E-Learning-Angeboten bieten. Der Bericht kann hier heruntergeladen werden: http://www.education-observatories.net/helios

Friedrich, Hron  &  Hesse (2001)
Friedrich, H. F., Hron, A.  &  Hesse, F. W. (2001). A Framework for Designing and Evaluating Virtual Seminars. European Journal of Education, 36 (2), 157-174.
Das von den Autoren entwickelte Rahmenmodell beschreibt die Zusammenhänge zwischen Inputs (Voraussetzungen auf Seiten der Lernenden und der Lernumgebung), Prozessen (Interaktion der Lernenden mit der Technologie, intra- und interindividuelle Prozesse) und Outcomes (Wirkungen) und kann als Instrument zur Gestaltung und Evaluation Virtueller Seminare dienen.


Meca-ODL (2003): Ein Werkzeug zur Qualitätsanalyse von Open Distance Learning Angeboten

Dieses Projekt wurde durchgeführt von der Fundacion-Universidad-Empresa de Valencia und im Rahmen des EU-Programmes SOCRATES gefördert. Ziel des zweijährigen Projektes war es, eine Anwendung zu entwickeln, mit Hilfe derer definierte Qualitätskriterien von E-Learning Angeboten abgefragt werden können. Damit soll die Qualität bei der Gestaltung und Produktion von Online- und Offline E-Learning-Anwendungen gesichert werden und Lernenden ein Werkzeuge an die Hand geben werden, mit denen bestehende Kursangebote evaluiert werden können.
Laut Bericht strukturieren sieben Phasen das Vorgehen der Qualitätsanalyse: Konzeption, Analyse, Design, Inhalt, Produktion, Publikation und Evaluation. Im Bericht werden für jede dieser Phasen konkrete Kriterien erarbeitet, die die jeweilige Qualität überprüfbar machen.
Die Anwendung Meca-ODL bietet dabei eine digitale Oberfläche, die die Evaluation von Lernumgebungen nach den definierten Kriterien ermöglicht.
Der 123-Seiten starke Bericht gibt konkrete Hinweise und verknüpft bildungstheoretische Konzepte mit technischen Erkenntnissen. Die angefügte schematische Darstellung der Funktionsweise der Meca-ODL-Software ist sehr umfassend und durchaus zu empfehlen, wenn Interesse besteht, sich mit den konkreten Qualitätsmerkmalen von Software-Angeboten auseinanderzusetzen.

Der Bericht zur Qualitätssoftware Meca-ODL ist auch in Deutsch erhältlich und kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden: http://www.adeit.uv.es/mecaodl


Schaumburg & Rittmann (2001)
Schaumburg, H. & Rittmann, S. (2001). Evaluation des Web-basierten Lernens. Ein Überblick über Werkzeuge und Methoden. Unterrichtswissenschaft, 29 (4), 342-356.
Die Autoren untersuchen, inwieweit sich Evaluationsansätze aus dem klassischen Instruktionsdesign auf die Bewertung von E-Learning Angeboten übertragen lassen und in welchen Bereichen die Entwicklung neuer Methoden notwendig erscheint. Ein Entwurf dieses Artikels ist im PDF-Format verfügbar unter:
http://www.cmr.fu-berlin.de/~heike/papers/Eval-im-Internet.pdf


Schenkel, Tergan &  Lottmann (2000)
 
Schenkel, Peter/Tergan, Sigmar-Olaf/Lottmann, Alfred (Hrsg.) (2000). Qualitätsbeurteilung multimedialer Lern- und Informationssysteme. Evaluationsmethoden auf dem Prüfstand. Nürnberg: BW Bildung und Wissen, Verlag und Software GmbH

Die Bewertung (tele-)medialer Lehr- und Lernsysteme ist ein zentrales Thema für Entwickler und Anwender. Im Band werden verschiedene Fragestellungen zur Qualitätsbeurteilung von hochkarätige Autoren und Autorinnen aus den Bereichen der beruflichen Bildung, der Lehrer-Fortbildung, der Erwachsenenbildung sowie der universitären Profession behandelt. Im Einführungsteil werden grundlegende Fachbegriffe, Fragen und Probleme der Qualitätsbeurteilung vo n Lern- und Informationssoftware erläutert. Im Anschluß daran werden die angewendeten Bewertungsmethoden und die damit erzielten Ergebnisse in einem kritischen Vergleich vorgestellt.

Hier gelangen Sie zur >Rezension.


Ehlers & Pawlowski (2006)
Ehlers, Ulf-Daniel & Pawlowski, Jan Martin (Hrsg.)(2006): Handbook on Quality and Standardisation in E-Learning. Berlin u.a.: Springer Verlag.

Die Frage der Qualität von E-Learning ist ein Thema mit vielen Facetten. Ehlers & Pawlowski haben sich daran gemacht in einem sehr umfangreichen (über 500 Seiten) Sammelband die vielen verschiedenen Aspekte von Qualität im Bereich E-Learning zu beleuchten. Im ersten Teil wird der Frage der Qualitätsentwicklung im E-Learning allgemein nachgegangen. Themen sind: E-Learning in Europa, Strategieentwicklung, Akkreditierung, Qualitätsstandards, Qualitätsmanagement sowie die Frage der Qualität in Bezug auf Produkte und Lehrende (E-Kompetenz). Der zweite Teil widmet sich ganz der Frage der E-Learning Standards. Dabei geht es sowohl um allgemeine Qualitätsstandards wie auch technische Standards. Dabei wird - wie auch in den anderen Teilen des Sammelbands - eine sehr internationale Perspektive eingenommen. Fallstudien verschiedener Ansätze der Qualitätsentwicklung füllen den letzten Teil des Buches. Dabei spielt besonders die Umsetzung von Qualitätsstandards in einer internationalen Bildungslandschaft eine Rolle.

Im Buch werden viele verschiedene wissenschaftliche Perspektiven auf das Thema Qualitätssicherung im E-Learning dargestellt. Wer einen Einstieg ins Thema sucht oder sich einen allgemeinen Überblick verschaffen möchte, der verliert sich wahrscheinlich in diesem Werk schnell im Detail und auf Grund der Fülle den Überblick.

Letzte Änderung: 18.06.2007


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