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Studien

Aktuelle Studien rund ums Thema E-Learning (2014)

Hier finden Sie Hinweise auf aktuelle Studien im Bereich E-Learning und E-Teaching.


 


Dahlstrom, E., Brooks, D. C. & Bichsel, J. (2014): The Current Ecosystem of Learning Management Systems in Higher Education: Student, Faculty, and IT Perspectives. Research report. Louisville, CO: ECAR.

Das Educause Center for Analysis and Research, eine US-amerikanische Non-Profit-Organisation zu Hochschulentwicklung und IT-Einsatz an Hochschulen

hat einen neuen Forschungsbericht zum Thema Lernmanagementsysteme veröffentlicht. Die Studie untersucht die Ansichten sowie das Nutzungsverhalten von Studierenden und Fakultätsmitarbeitern - verwendet wurden Daten aus zwei umfangreichen Befragungen. Die Studie steht am Anfang einer Initiative der Bill und Melinda Gates-Stiftung mit dem Titel "Next Generation Digital Learning Environments" die untersuchen soll, warum an Hochschulen veraltete Technologien zum Einsatz kommen und wie diese ersetzt werden können.

Die Studie zeigt, dass die LMS an Hochschulen in den USA durchschnittlich 8 Jahre alt sind und 15% der Institutionen planen, sie in den nächsten drei Jahren zu ersetzen. Laut den Umfragen nutzen 60% der Hochschulmitarbeiter die LMS hauptsächlich zur Ablage von Materialien, 41% nutzen sie zur Interaktion mit Studierenden außerhalb der Lehrveranstaltungen. Auch was die Zufriedenheit angeht zeigt sich, dass diese bei den Basisfunktionen am höchsten ist und am niedrigsten in Bezug auf Elemente zur Unterstützung der Kollaboration und des Eigenengagements der Studierenden. Studierende wünschen sich laut der Befragungsergebnisse Alert-Funktionen sowie dass die mobile Nutzung und Kommunikation besser und vielfältiger unterstützt wird. Insgesamt sieht Dahlstrom Verbesserungsbedarf, was die Bedienungsfreundlichkeit und Potential, was die  Personalisierung der Lernumgebungen angeht. Eine Personalisierung wird auch von den Studierenden gewünscht, die sich erhoffen, damit auf ihrem persönlichen Lernweg unterstützt zu werden.

Die Studie gibt ein aktuelles Bild wie Hochschulmitarbeiter und Studierende in den USA die im Einsatz befindlichen LMS-Systeme einschätzen und wo sie Entwicklungspotential sehen. Somit ist sie auch interessant für deutsche Entscheider in diesem Bereich.

Die Studie (engl.) ist online abrufbar: https://net.educause.edu/ir/library/pdf/ers1414.pdf



 


Johnson, L., Adams Becker, S., Estrada, V. & Freeman, A. (2014). NMC Horizon Report: 2014 Higher Education Edition. Austin, Texas: The New Media Consortium.

Jährlich im Februar gibt das New Media Consortium (NMC) den Horizon Report für den Bereich "Higher Education" heraus, der als eine der weltweit renommiertesten E-Learning-Trendstudien gilt. Vorgestellt werden immer sechs E-Learning-Trends, für die ein Umsetzungszeitraum von 1-5 Jahren vorhergesagt wird. Für das Jahr 2014 werden folgende Trends prognostiziert, unterteilt nach Umsetzungszeiträumen:

  • 1 Jahr oder weniger: Flipped Classroom & Learning Analytics
  • 2-3 Jahre: 3D Printing & Games and Gamification
  • 4-5 Jahre: Quantified Self & Virtual Assistants
Die Studie diskutiert in einem einleitenden Abschnitt Schlüsseltrends, die die Adaption von E-Learning in den Hochschulen beschleunigen könnten. Unterschieden wird hier zwischen sich schnell entwickelnden Trends (die möglicherweise auch schnell wieder verschwinden können), z.B. der Nutzung von Social Media in der Lehre, mittleren und langsamen Trends, etwa datenbasierten, personalisierten Formen von E-Learning. Der darauf folgende Abschnitt geht auf Herausforderungen ein, die den Einsatz von E-Learning behindern können. Unterschieden werden unterschiedlichen Arten von Herausforderungen:
  • "urgent challenges", d.h. Herausforderungen, die "wir verstehen und deren Lösungen wir kennen", etwa die oft geringe Anerkennung von Lehre,
  • "difficult challenges", d.h. Herausforderungen, die zwar bekannt sind, deren Lösungen jedoch schwer fassbar erscheinen, etwa der Wettbewerb, der durch neue Bildungsangebote (wie MOOCs) zwischen traditionellen und neuen Bildungsmodellen entsteht und
  • "wicked challenges", d.h. Herausforderungen, die so komplex seien, dass sie bereits schwer zu definieren sind, z.B. der zunehmende Druck auf das Bildungssystem, der dadurch entstehe, dass zugleich Studierendenzahlen erhöht werden sollen und der Zugang zu Bildung immer offener wird.
Vor dem Hintergrund dieser gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen wird schließlich im 3. Abschnitt ein kurzer Überblick über die prognostizierten E-Learning-Trends gegeben.

Die Studie steht online zum Download zur Verfügung. Seit 2009 erstellt das Multimedia Kontor Hamburg (MMKH) eine deutsche Übersetzung des Reports, die auf der Homepage des MMKH kostenfrei zum Download zur Verfügung steht. Der Blog wissensdialoge.de hat zudem eine deutsche Kurzzusammenfassung des Reports veröffentlicht.


 
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hrsg.): JIM 2014. Jugend, Information, (Multi-)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland.

Die repräsentative Studie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland gibt spannende Einblicke in die Jugendmedienwelten. Neben den Basisfragen zur Medienausstattung und -nutzung, erfasst die JIM-Studie 2014 die Glaubwürdigkeit verschiedener Medien sowie die jeweiligen inhaltlichen Präferenzen bei Fernsehsendungen, Büchern, Internetangeboten, Apps und Computerspielen.

Die Studie zeigt, dass Smartphones und Computer sowie die Verbindung zum Internet inzwischen feste Bestandteile in der Lebenswelt der meisten Jugendlichen sind. Was die Nutzung von Medien zu Hause für Schulzwecke angeht, geben Jugendliche an, ca. eine Stunde pro Tag am Computer oder im Internet zu verbringen, um sich auf die Schule vorzubereiten. Die Zeit steigt für die Internetnutzung mit dem Alter. Computer und Internet werden dabei hauptsächlich für die Kommunikation über Schulafugaben genutzt. Fast ebenso groß ist die Zahl derer, die sich Informationen zu Schulthemen im Internet suchen. 21% schreiben regelmäßig Texte für die Schule, 8% bereiten Präsentationen für die Schule vor.  Im krassen Gegensatz zur Mediennutzung zu Hause steht die Mediennutzung in der Schule. Hier spielen Computer und Internet laut JIM-Studie kaum eine Rolle.

Die Studie kann bestellt werden oder steht zum Download zur Verfügung.



MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung (Hrsg.) (2014): Weiterbildung und Digitales Lernen heute und in drei Jahren. Individuelles Lernen: Plädoyer für den mündigen Nutzer. Ergebnisse der Trendstudie MMB Learning Delphi 2014.

Das Institut für Medien und Kompetenzforschung MMB E-Learning-Expertinnen und -Experten um ihre Prognose zu künftigen Szenarien des digitalen Lernens gebeten. Die Ergebnisse der Expertenbefragung wurden nun veröffentlicht. 73 Expertinnen und Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben an der Online-Befragung teilgenommen.

Als gleichbleibend hoch wird darin die Bedeutung von Blended Learning eingeschätzt, das als wichtigste Lernform angesehen wird, gefolgt von Virtuellen Klassenräumen und Mobile Learning bzw. Apps. Blended Learning und Mobile Learning werden auch als wichtigste Geschäftsfelder angesehen. Was die Zielgruppen angeht, sehen die Experten für die Hochschulen und Schulen nur ein eher geringes Marktpotenzial für die E-Learning-Dienstleister. Die wichtigste Zielgruppe für die kommenden drei Jahre bilden weiterhin Großunternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten. Erstmals abgefragt wurde die Bedeutung des Adaptiven Lernens.  Die Experten wurden gefragt, wie sie sich „Adaptive Learning“ konkret vorstellen. Dabei wird es als besonders förderlich angesehen, wenn der Lerner aktiv in den Prozess der Anpassung seiner Lerninhalte und die Ausgestaltung des Lernprozesses einbezogen wird.

Die MMB-Trendstudie 2014 sowie alle weiteren Ausgaben stehen auf der Homepage des MMB-Instituts kostenlos zum Download zur Verfügung.



MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung (Hrsg.) (2014): Wenn der digitale Lernassistent uns an die Hand nimmt. Zukunftstrend Adaptives Lernen – ein Überblick. Essen: MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung.

Neben dem jährlichen „MMB Learning Delphi” präsentiert das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung in unregelmäßiger Folge weitere Ergebnisse aus eigenen Forschungsarbeiten, u.a. zu Themen wie Medien- und Arbeitsmarktforschung oder digitales Lernen. Der aktuelle MMB-Trendmonitor I/2014 widmet sich dem Thema „Adaptives Lernen”. Schon früh war mit der Idee des Lernens am Computer auch die Hoffnung verbunden, dass sich "adaptive Lernsysteme" an die Lernbedürfnisse und Lernstile der Nutzenden anpassen. Doch der Stand der Umsetzung solcher Systeme ist bisher ernüchternd. So prognostizierte der Horizon-Report 2014 für die Hochschullehre eine größere Verbreitung digitaler sprachgesteuerter Lern-Assistenten erst in den kommenden vier bis fünf Jahren.

Die MMB-Studie erläutert zunächst die Begriffe „Adaptives Lernen” und „Intelligente tutorielle Systeme” und beschreibt deren Funktionsweise. Danach werden die Ergebnisse einer im Januar 2014 durchgeführten Befragung von E-Learning-Produzenten vorgestellt: Von 51 Unternehmen, die sich an der Online-Befragung beteiligt haben, gaben 24 an, dass sie bereits adaptive Lernsysteme anbieten, weitere 14 planen dies in absehbarer Zeit. Diese Antworten zeigen, dass das Thema „Adaptive Learning” in der E-Learning-Wirtschaft durchaus bereits eine Rolle spielt. Allerdings werden die Kriterien für adaptives Lernen derzeit von den angebotenen Systemen noch in sehr unterschiedlichem Maß erfüllt. Abschließend werden anhand von sechs Thesen Überlegungen zu den Rollen von Lehrenden und Lernenden in der Zukunft vorgestellt. Dabei geht es z.B. um individuelle Grenzen adapativer Systeme - Bevormundung sollte vermieden werden - oder um die notwendige Transparenz. Ergänzend wird eine Liste deutscher und internationaler Anbieter von adaptiven Lernangeboten zur Verfügung gestellt, die in unregelmäßigen Abständen aktualisiert werden soll.

Der aktuelle MMB-Trendmonitor I/2014 sowie alle weiteren Ausgaben stehen auf der Homepage des MMB-Instituts kostenlos zum Download zur Verfügung.



 


Sharples, M., Adams, A., Ferguson, R., Gaved, M., McAndrew, P., Rienties, B., Weller,
M., & Whitelock, D. (2014). Innovating Pedagogy 2014: Open University Innovation Report 3.
Milton Keynes: The Open University.

Der Bericht wird von Mitarbeitern im  Institute of Educational Technology an der Open University in Großbritannien erstellt. Zur Identifikation der wichtigen Innovationsfelder ziehen sie eigene Forschungsergebnisse, Erfahrungen sowie Ergebnisse aus dem Austausch mit anderen Akteuren in diesem Forschungsfeld heran. Herausgearbeitet werden zehn Aktionsfelder bzw. Themen im Bildungsbereich, darunter theoretische und praktische Ansätze, die das Potential für größere Veränderungen in der zukünftigen Bildungspraxis in sich tragen. Im aktuellen Innovating Pedagogy Report sind das „Massive open social learning”, Learning design informed by analytics, Flipped classrooms, Bring your own devices, Learning to learn, Dynamic assessment,Event-based learning, Learning through storytelling, Threshold concepts und Bricolage”. Als besonders wichtig wird die Verbindung von Menschen und Technologien zu Netzwerken angesehen. Personlisiertes und soziales Lernen werden als Schlüssel für Massenveranstaltungen wie MOOCs angesehen. Als Trend erkannt wird außerdem die Vermischung von Lernräumen - es wird in und außerhalb des Seminarräume gelernt indem Studierende Videos und Online-Diskussionen zu Hause oder mobil unterwegs verfolgen und indem sie ihre eigenen Geräte mit in den Seminarraum bringen inklusiv der eigenen darüber verfügbaren Netzwerke. Als besonders wichtig wird ebenso die Rolle der Lehrenden angesehen, die Studierenden Hilfestellung geben sollten, das online Lernen zu lernen sowie im Aufbau sicherer und engagierter Lerngruppen bzw. Communities.

Die Studie ist online abrufbar.


 


Smale, M. & Regalado, M. (2014): Commuter Students Using Technology. Artikel im Educause Review online, veröffentlicht am 15.09.2014. Link

Im Rahmen einer mehrjährigen qualitativen Studie untersuchten Forscherinnen des New York City Colleges of Technology und des Brooklyn Colleges an sechs verschiedenen Colleges der City University of New York (CUNY) wie, wo und wann die Studierenden ihre Studienaufgaben erledigten und inwiefern sie sich dafür moderner Technologien bedienten.

Die City University of New York ist die größte öffentliche Universität der USA mit 19 verschiedenen Colleges. Die Mehrheit der CUNY-Studierenden sind Pendler aus ganz New York City. Mit einer durchschnittlichen Pendelzeit von 45-60 Minuten pro Strecke, in der Regel mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ist das Pendeln ein bestimmender Bestandteil des Universitätslebens der Studierenden und bietet sowohl Herausforderungen als auch Chancen.

Zur Untersuchung der Technologie-Nutzung wurden qualitative Interviews mit Studierenden und Teilen des Lehrkörpers geführt. Diese ergaben, dass das Smartphone im universitären Alltag zunehmend an Bedeutung gewinnt. So wird es von vielen Studierenden sowohl für die Recherche und das Lesen von Texten als auch für das Schreiben eigener Arbeiten verwendet, häufig auch von Unterwegs. Darüber hinaus zeichnete sich eine steigende Nutzung von E-Readern zur Erledigung der Studienaufgaben ab, da Kursnotizen, Studienpläne und anderes Material platzsparend und umweltfreundlich aufbewahrt werden könnten. Auch Suchmaschinen und digitalen Bibliotheken komme ein hoher Rang in Bezug auf Recherchetätigkeiten zu.

Besonders die Erfahrungen Studierender, die nicht über Laptop, Smartphones oder ähnliche Geräte verfügten, waren von einem hohen Frustrationslevel bezüglich der universitären Einrichtungen geprägt. Um technologische Hemmnisse an der Universität zu vermindern und Studierenden einen besseren Zugang zu Technologien bieten zu können, schlagen die Forscher verschiedene konkrete Maßnahmen, wie beispielsweise den Verleih von Laptops, E-Readern oder Tablets vor. Auch eine breite WLAN-Verfügbarkeit auf dem Campus kann die Nutzung mobiler Geräte für Studienarbeiten verbessern.


 


Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft (Hrsg.) (2014): Hochschul-Bildungs-Report 2020. Ausgabe 2014. Essen: Edition Stifterverband - Verwaltungsgesellschaft für Wissenschaftspflege MBH

Der Hochschul-Bildungs-Report 2020 wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Kooperation mit McKinsey & Company herausgegeben. Er soll u.a. Fragen beantworten wie „Welche Hochschulbildung braucht Deutschland im Jahr 2020?”, „Wie bilden wir genug Akademiker aus, damit die Gesellschaft sich weiterentwickeln und die Wirtschaft wachsen kann?” und „Wie können wir die Hochschulbildung besser auf die Bedürfnisse von Studierenden und Arbeitgebern ausrichten?”.
Um diese Fragen zu beantworten, haben die Autorinnen und Autoren gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Hochschulen, Wissenschaft, Wirtschaft und Unternehmen sechs wichtige Handlungsfelder bestimmt: Chancengleiche Bildung, Beruflich-akademische Bildung, Quartäre Bildung (akademische Weiterbildung), Internationale Bildung, Lehrer-Bildung und MINT-Bildung. Für jedes Handlungsfeld gibt es verschiedene Indikatoren (bspw. die Studierquote von Migrantenkindern), die der Report betrachtet. Für die insgesamt 70 Indikatoren wurden ausgehend vom Jahr 2010 Ziele für das Jahr 2020 gesetzt. Das Ausgangsjahr 2010 wurde auf 0 Punkte skaliert; das Zieljahr 2010 auf 100. Um das Ziel zu erreichen muss der Index im Durchschnitt jährlich um 10 Punkte steigen. Der Hochschul-Bildungs-Report verfolgt die langfristige Entwicklung in den sechs Handlungsfeldern und betrachtet jedes Jahr eines der Handlungsfelder schwerpunktmäßig.

Die Ausgabe 2014 analysiert die Index-Werte für das Jahr 2012 und hat den Schwerpunkt „Lehrer-Bildung”. Alle sechs Handlungsfelder liegen hinter den gesetzten Erwartungen von 20 Punkten zurück. Am Besten schneiden die Internationalisierung (Indexwert: 15 Punkte) und Chancengerechtigkeit (14 Punkte) ab. Die Beruflich-akademische Bildung kommt auf 10 Punkte und die MINT-Bildung auf 5 Punkte. Das Handlungsfeld „Lehrer-Bildung” verschlechtert sich von -4 Punkten im Jahr 2011 auf -6 Punkte. Den größten Punktezuwachs von 2011 (4 Punkte) auf 2012 (12 Punkte) hat die Quartäre Bildung (akademische Weiterbildung) zu verzeichnen. Die Flexibilität der Hochschulbildung in Deutschland im Bereich der Fern-, Teilzeit- und Weiterbildungsstudiengänge hat sich positiv entwickelt. Die Zahl der Absolventen von Weiterbildungsstudiengängen ist gestiegen, allerdings machen diese mit 2,2% nur einen kleinen Teilen aller Absolventen aus.
Im Bereich der digitalen Angebote gab es große Erwartungen, die laut Hochschul-Bildungs-Report bisher nicht erfüllt werden konnten. Dazu zählen die Demokratisierung des Lehrens und Lernens, die hohe Abbrecherquote bei Online-Angeboten und fehlende tragfähige Geschäfts- und Finanzierungsmodelle. Dennoch spräche vieles dafür, dass sich die digitale Bildung zu einem attraktiven Wachstumsmarkt wandeln könnte, da es viele Vorteile gibt: Geringe Zugangshürden, unabhängiges Lernen, geringere Studienkosten und die Lernpräferenzen zu Online-Bildungsangeboten der Digital Natives.
Für Hochschulen, Bildungsplattformen und Unternehmen bieten digitale Angebote die Chance, sich auf dem Weiterbildungsmarkt festzusetzen. Dazu müssen allerdings sowohl von den Hochschulen intern die Voraussetzungen geschaffen werden als auch von der Politik entsprechende gesetzliche und strukturelle Rahmenbedingungen sowie Anreize geschaffen werden.

Der vollständige Hochschul-Bildungs-Report mit allen sechs Handlungsfeldern steht zum kostenfreien Download zur Verfügung. Zudem kann er kostenlos beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft bestellt werden.

Letzte Änderung: 02.12.2014


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