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Neues E-Book: Das E-Learning-Handbuch für LehrerInnen
Eine Publikation des EU-Projekts TACCLE
Das Akronym TACCLE steht für „Teachers' Aids on Creating Content for Learning Environments”, ein von der EU gefördertes Projekt zur Lehrerfortbildung aus der Förderlinie „Lifelong Learning“: „The TACCLE project is designed by teachers for teachers and caters for those with only basic computer skills and limited technical support.“
Das Projekt wird koordiniert durch das belgische Institut GO!. Weitere Partner sind die italienische Berufsbildungseinrichtung Training 2000, die österreichische Agentur via-media, die italienische Universität Urbino, die spanische Bildungsberatungsstelle „Junta de Andalucia“ sowie die walisische Initiative Pontydysgu. Assoziierter Partner ist die FH Südschweiz. Neben Workshops zur Lehrerfortbildung und einer Webseite zur Dokumentation ist als Ergebnis des Projekts ein mehrsprachiges Handbuch erschienen. Stefanie Panke hat die deutsche Fassung für e-teaching.org gelesen.

„Das E-Learning-Handbuch für LehrerInnen“ gliedert sich in fünf Abschnitte: Erste Schritte, E-Learning Pädagogik, Lernumgebungen, Gestaltung digitaler Lernobjekte sowie Netzwerke und Communities. Gedacht für den Einsatz von E-Learning in Schulen und Weiterbildungseinrichtungen ist das Handbuch dennoch eine empfehlenswerte Einstiegslektüre für E-Learning-Akteure an Hochschulen. Die klare Lernzielorientierung und praktische Übungen am Ende jedes Kapitels machen es zu einer wertvollen Grundlage für die Konzeption von Schulungen und Workshops.

Für anwendungsorientierte Fortbildungen eigen sich insbesondere die Kapitel zwei bis zwölf. Einer tabellarischen Aufstellung und Kurzvorstellung nützlicher Tools folgt eine Tour d’Horizon durch das Web 2.0, von Weblogs über Podcasting und Videosharing bis Folksonomies. Auch erfahrene E-Teacher können hier noch Entdeckungen machen, ich habe beispielsweise die Anwendung Voicethreads sogleich ausprobiert. Ein weiteres Highlight bildet das Kapitel zu Assessment in Abschnitt zwei („Pädagogik des E-Learnings“)“, das eine abgewogene Bewertung automatisierter Assessment-Prozeduren mit einer kritischen Diskussion von Zielen, Chancen und Herausforderungen der Leistungsüberprüfung verbindet. Abschnitt drei präsentiert eine knappe Vorstellung technischer Eigenschaften von Lernmanagementsystemen neben einer Einführung in das Konzept der Personal Learning Environments (PLEs) – ein Indiz, dass formale, institutionalisierte und informelle Lernwelten von den Autoren als gleichberechtigt wahrgenommen werden. Das Kapitel zu PLEs schließt mit der interessanten Aufgabe, ein Bild der eigenen Informationsressourcen und Lerngewohnheiten zu zeichnen und so die persönliche Lernumgebung abzubilden. Abschnitt vier („Gestaltung von Digital Learning Objects“) bietet eine Einführung in die standardisierte und austauschbare Ablage von Lernobjekten. Hier überzeugte mich vor allem die informative Zusammenstellung verschiedener Authoring-Systeme.

Einzig der letze Abschnitt („Netzwerke und Communities“) verlässt die konkrete und pragmatische Dokumentation. Für eine fundierte Reflexion ist die Darstellung jedoch zu knapp und in weiten Teilen ungenau. Auch sprachliche Unzulänglichkeiten, die in der praxisorientierten Beschreibung weniger störend sind, machen die Lektüre medientheoretischer Exkurse nicht vergnüglicher – ein Beispiel: „Medialisierte Räume entstanden durch die Erfindung der Druckpresse, obwohl manche Menschen behaupten, dass selbst vor dieser Zeit Gemälde und andere Kunstwerke eine Form des medialisierten Raums darstellten. Unabhängig davon, welche persönliche Meinung Sie dazu haben, lässt sich mit Sicherheit sagen, dass die Bedeutung und das Wachstum des medialisierten Raums durch Printprodukte dramatisch zugenommen haben“ (S.111).

Ein bedenkenswerter Aspekt taucht eigentlich nur als Randnotiz im Vorwort des Buches auf. So schreiben die Autoren: „Als wir die Subvention von der Europäischen Kommission beantragten, vermuteten wir, dass der Schwerpunkt dieses Handbuchs auf dem Einsatz von Learning Management Systemen liegen würde, die die Organisation und Verwaltung von Lernprogrammen für SchülerInnen sowie die Organisation von Lernmaterialien unterstützen. Zu diesem Zeitpunkt schien dies die bedeutendste Technologie für die Erstellung und Verwaltung von Inhalten zu sein. Seither haben wir jedoch eine explosionsartige Verwendung der Social-Networking-Applikationen wie z. B. Weblogs und Wikis als Teil dessen, was als Web 2.0 bezeichnet wurde, miterlebt.“

Welche Aspekte des E-Learning im Fokus der Aufmerksamkeit stehen, ist gewissen Moden unterworfen. In Forschung und Praxis sind E-Learning-Aktivisten meist mehr um Innovation als um kritischen Rückblick bedacht. Doch folgt die reflektierte Erkenntnis erst zeitversetzt zum Praxisgeschehen. Ob also Web 2.0 Anwendungen die Landschaft der Lernmanagementsysteme übernehmen oder um persönliche, individuelle Lernumgebungen ergänzen und ob ihr Einsatz auf Dauer ein zentrales E-Learning-Thema bleibt, wird sich in Zukunft zeigen. 

Nach einer Registrierung steht das E-Book auf der Webseite des Projekts TACCLE zum Download verfügbar:

http://www.taccle.eu/component/option,com_docman/task,cat_view/gid,7/Itemid,46/lang,en/

Kategorien: Materialien Kommentar schreiben
Gepostet von: spanke am 30.11.2009 um 0:55

Lecturefox
Ein Verzeichnis von Open Educational Resources


Lecturefox ist eine OER-Sammlung mit Schwerpunkt auf Informatik, Mathematik und Naturwissenschaft. Zwar sind vielfältige Fächergruppen in der Sammlung vertreten, aber für diese drei Fachgebiete sind spezielle Filter eingerichtet. Das Verzeichnis listet über 450 Vorlesungen aus dem englischsprachigen Raum, die als Audio- oder Videoaufzeichnung vorliegen und zum Teil auch weiterführende Skripte vorhalten. Eine Suchfunktion ermöglicht den gezielten Zugriff. Die Blog-Komponente berichtet Neuigkeiten zu Open Content.

http://www.lecturefox.com/

Weitere Informationen zu OER bietet die Vertiefung im Portalbereich Didaktisches Design:

http://www.e-teaching.org/didaktik/recherche/oer/

Kategorien: Didaktisches Design Kommentar schreiben
Gepostet von: spanke am 30.11.2009 um 0:50

Top 100 Tools for Learning 2009
Expertenranking beliebter Lernwerkzeuge

Jane Hart – Beraterin für Social Media & Learning und bekannt durch das Weblog „ Jane’s E-Learning Pick of the Day “ erstellt seit 2007 jährlich eine Liste der am häufigsten genutzten Lernwerkzeuge.

278 Trainer/innen, Dozierende und andere Bildungsexperten haben im vergangenen Jahr ihre Top 10 Computer- bzw. Internet-Anwendungen für Lehr-/ Lernkontexte mitgeteilt. Gewichtet nach Häufigkeit der Nennung wird daraus die Liste „Top 100 Tools for Learning“ generiert. Twitter rangiert 2009 auf Platz 1. Neben dem aktuellen Ranking von Lernwerkzeugen lassen sich in der Zusammenstellung auch Trends ablesen, da die Platzierungen der Vorjahre ebenfalls vorgehalten werden.

Wer sich an der Sammlung für 2010 beteiligen möchte, kann die Initiatorin per E-Mail kontaktieren: jane.hart@c4lpt.co.uk

Eine Übersicht an Software-Lösungen bietet die Rubrik Produktsteckbriefe im Portalbereich Medientechnik: http://www.e-teaching.org/technik/produkte/

Kategorien: Medientechnik Kommentar schreiben
Gepostet von: spanke am 30.11.2009 um 0:48

E-Learning-Kurznachrichten im Überblick
** ILIAS gründet Verein ** Abmahnung für Soziale Netzwerk-Anbieter ** Österreicher Hochschulen auf iTunes University ** Uni Halle-Wittenberg kooperiert mit studieren.de ** Gemeinsame Wissenschaftskonferenz setzt auf Digitalisierung von Forschungsergebnissen ** Neugründung: Verein “ILIAS open source e-Learning“

Neugründung: Verein “ILIAS open source e-Learning“

Mit dem Ziel, die strategische Entwicklung der Open Source Software zum Betrieb einer Lernplattform ILIAS zu fördern, gründeten vor kurzem Mitglieder der ILIAS-Community den Verein “ILIAS open source e-Learning“. ILIAS wird seit Jahren von einem Team an der Uni Köln gemanagt. Einige Hochschulen haben sich zu einem Kooperationsnetzwerk zusammengeschlossen und finanzieren darüber zum Teil das Projektmanagement und die Entwicklung. Andere Akteure - wie Unternehmen oder auch Privatpersonen - haben nach anderen Mitwirkungsalternativen gefragt. Mit dem Verein steht jetzt eine Plattform zur Verfügung, in der sich alle Anwender und Unterstützer engagieren können. Ziel ist es, dass die Arbeitweise des Vereins, der des Koordinationsteams entspricht: Offen, transparent und gemeinschaftlich. Weitere Informationen zum Verein erhalten Sie per Mail an verein@ilias.de, auf den Seiten der ILIAS-Community http://www.ilias.de

Ein Interview mit dem Vorstand des Vereins Dr. Norbert Bromberger findet sich im Portal Checkpoint

Sozialer Netzwerke werden verbraucherfreundlicher
Datenschutz- und Vertragsregeln Sozialer Netzwerke werden verbraucherfreundlicher. Die Anbieter Xing, MySpace, Facebook, Lokalisten, Wer-kennt-Wen und StudiVZ verpflichteten sich in Unterlassungserklärungen, bestimmte Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen nicht mehr zu verwenden. So verzichten Anbieter etwa künftig darauf, von Nutzern eingestellte Inhalte nach ihrem Belieben zu verwenden. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte die sechs führenden Betreiber wegen zahlreicher Klauseln abgemahnt. Die Verfahren hat der vzbv im Rahmen des vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) finanziell geförderten Projekts "Verbraucherrechte in der digitalen Welt" durchgeführt. Über dessen Internetseite www.surfer-haben-rechte.de werden Hinweise von unzufriedenen Nutzern im Zusammenhang mit Internetangeboten unterschiedlichster Art gesammelt und geprüft.
Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband, 12.11.09

Österreicher Hochschulen auf iTunes University
Auf „iTunes University“ stellen Universitäten kostenlose Podcasts, Video- und Audio-Dateien, Vorlesungen, Skripten sowie andere Lehrmaterialien zur Verfügung. Seit Kurzem sind auch Lehr- und Forschungsinhalte einiger österreichischer Hochschulen verfügbar. Die Universität Innsbruck etwa hat seit Mitte Oktober mehr als 400 Videos, Audiodateien und PDF- Dokumente online zugänglich gemacht. Christian Flatz vom Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Universität Innsbruck beschreibt das Angebot: „Die aktuellen Inhalte reichen von Architekturtheorie über physikalische Experimente, eine Einführung in die Wirtschaftsinformatik bis hin zu Vorträgen und Diskussionen des Arbeitskreises Wissenschaft und Verantwortlichkeit.“ Zusätzlich werden Mitschnitte von wichtigen Vorträgen, Tagungen und Konferenzen den Studierenden und Forschern über das Onlineportal der Universität zugänglich gemacht. Die Technische Universität Graz stellt ebenfalls seit Anfang November wissenschaftliche Inhalte über den iTunes Store als Podcasts zur Verfügung. Astrid Kleinhanns, Managing Director der WU Executive Academy, die in Zukunft auch das Podcast-Service kostenlos zur Verfügung stellen will, sieht auch Vorteile für die Vortragenden: „Unsere Vortragenden erhalten so die Möglichkeit, ihr Wissen über die Grenzen des Hörsaals hinaus mit Interessierten zu teilen und sich nachhaltig als Experten in ihrem jeweiligen Fachgebiet zu positionieren“.
Quelle: Die Presse, 20.11.09

Universität Halle-Wittenberg kooperiert bei der Bewerbung von Studierenden mit dem Portal studieren.de
In der Marketing-Kampagne "Ich will Wissen!" der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) spielen Neuen Medieneine Hauptrolle zur Studierendengewinnung. Als erste Universität in Deutschland realisiert die MLU eine Schnittstelle zu einem Studienwahl-Portal. Auf diesem Wege sind auch dort alle wichtigen Informationen über das komplette Studienangebot der Universität zu finden, und zwar tagesaktuell. Dreh- und Angelpunkt des Informationsangebots der Hochschule ist das Internetportal www.ich-will-wissen.de. Neben den Basisinformationen, wie Zulassungsbedingungen, Leistungspunkten und Regelstudienzeit werden nun erstmalig auch die detaillierten Studiengangsbeschreibungen mit den von studieren.de neu geschaffenen Studienprofilen über eine XML-Schnittstelle abgeglichen. Der Vorteil für die Hochschule: Aktuelle Studiengangsinformationen werden automatisch ausgetauscht und müssen nicht wie bisher manuell in verschiedene Datenbanken eingepeist werden.
Quelle: Hochschulnachrichten.com, 17.11.09

Digitalisierung von Forschungsergebnissen zentrales Ziel des Akademienprogramms der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) würdigt auf ihrer Sitzung vom 2. November 2009 in Bonn die Weiterentwicklung des Akademienprogramms und beschließt das Programm für 2010. Im nächsten Jahr sollen den 157 Forschungsvorhaben in 202 Arbeitsstellen insgesamt 49,3 Millionen Euro zur Verfügung stehen einschließlich fünf neuer Vorhaben aus der Musikwissenschaft, der Altphilologie, der Mittelalterlichen Geschichte, der Ägyptologie und der Wissenschaftsgeschichte, die nach dem Beschluss der GWK zum 1. Januar 2010 in das Akademienprogramm aufgenommen werden können. „Von besonderem Interesse bei der Weiterentwicklung des Akademienprogramms – so heisst es in der Presseerklärung - ist für Bund und Länder die Ausarbeitung und Implementierung eines Gesamtkonzepts für die Digitalisierung und langfristige elektronische Zugänglichkeit der Forschungsergebnisse aus dem Akademienprogramm.“
Quelle: Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften, 04.11.2009

Kategorien: Kurznachrichten Kommentar schreiben
Gepostet von: haug am 28.11.2009 um 13:31

Erinnerung: CfP zur MoodleMoot 2010 Berlin endet am 30.11.
Am 30.11. endet die Frist zu Online-Anmeldung von Beiträgen zur MoodleMoot 25.-26.3.2010 an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Zur Erinnerung: Kommende Woche, genau am 30.11.2009, endet die Frist für das Einreichen von Beiträgen.

Daher möchten wir Sie noch einmal auf den Call hinweisen und Sie bitten, ihn gegebenenfalls an interessierte Kolleg/innen und Bekannte weiterzugeben - oder selbst Beiträge einzureichen zu Workshops, Vorträgen, Sessions - oder vielleicht haben Sie auch eine ganz andere Idee?
http://moodlemoot.moodle.de

Vollständiger Text des Calls
http://moodlemoot.moodle.de/mod/resource/view.php?id=590

Die MoodleMoot findet am 25. und 26. März 2010 an der Humboldt-Universität zu Berlin im Erwin Schrödinger-Zentrum in Adlershof statt; die Preconference ist am 24. März.

Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge. Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Stefanie Rühl - stefanie.ruehl@cms.hu-berlin.de
Andreas Vollmer – andreas.vollmer@cms.hu-berlin.de
Humboldt-Universität zu Berlin | Multimedia Lehr- und Lernzentrum

Kategorien: Veranstaltungen Kommentar schreiben
Gepostet von: avollmer am 27.11.2009 um 15:16






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