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Anzahl Einträge: 2836
Da im Band „Aktionsfelder der Hochschuldidaktik“ viele auch in der E-Learning-Szene bekannten Autorinnen und Autoren vertreten sind, haben wir uns die Neuerscheinung etwas genauer angeschaut. Das Thema Mediendidaktik in der Hochschuldidaktik wird immerhin von zwei Autoren aufgegriffen.

Weil, Schiefner, Eugster, Futter (Hrsg.): Aktionsfelder der Hochschuldidaktik. Von der Weiterbildung zum Diskurs. Waxmann, 2011: Münster u.A.

Der Sammelband "Aktionsfelder der Hochschuldidaktik“ ist Peter Tremp gewidmet, der von 2004-2011 Leiter des Bereichs Hochschuldidaktik der Universität Zürich war. Er soll einen Überblick über die Konzeption von Hochschuldidaktik der Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik der Universität Zürich und Anregungs- und Reflexionspunkte für die zukünftige hochschuldidaktische Arbeit bieten. Gegliedert ist das Buch in vier Aktionsfelder, in denen die Hochschuldidaktik aktiv ist: Weiterbildungszentrum, Expertiseagentur, Diskursraum und Zukunftslabor. Zu Grunde liegt ein Verständnis von Hochschuldidaktik, „das Lehren und Lernen an der Hochschule in seiner Mannigfaltigkeit und Mehrperspektivität betrachtet und weniger das Lamentieren über unzureichende Strukturen[…]“.  Hochschuldidaktik sollte nach Meinung der Autorinnen  und Autoren dabei vor allem nicht auf ein reines Dienstleistungsverständnis verkürzt werden, sondern wissenschafts- und forschungsbasiert sein. Die zwei Pole Wissenschaftlichkeit und Praxistauglichkeit, die in der universitären Weiterbildung in Einklang gebracht werden müssen, thematisiert u.a. Mandy Schiefner (Rohs). In diesem Beitrag wie in vielen anderen enthalten ist der Hinweis auf die Reflexion als zentrales Prinzip hochschuldidaktischer Weiterbildung. Reflexion scheint insbesondere wichtig, da Lehrende keine Neulinge im Feld der Lehre sind, da sie Lehre ja schon als Studierende erfahren haben und durch diese geprägt wurden – dabei natürlich insbesondere durch die Lehrmethoden ihrer eigenen Fachkultur. Ein Programm zur hochschuldidaktischen Weiterbildung, das insbesondere auf die Reflexion abzielt, beschreibt Kathrin Futter. Das Projekt „Teaching Skills“ der Uni Zürich wurde in enger Zusammenarbeit mit den Fakultäten für den wissenschaftlichen Nachwuchs konzipiert und kann mit einem Zertifikat abgeschlossen werden. Wichtig war es den Entwicklern, dass sich damit sehr individuelle Lehrkompetenzen entwickeln können. Wichtiger Baustein des Programms ist die „Kollegiale Hospitation“ – und auch die muss erlernt werden. Zum Programm gehört außerdem in gleichen Teilen Lehrtätigkeit und der Besuch von Kursen. Weiterer Baustein des Programms ist die Reflexion in einem Lehrportfolio.

Im Kapitel „Expertise Agentur“ wird u.a. das Problem thematisiert, dass in der Hochschuldidaktik Fachexperten auf  (fachliche) Laien treffen. Didaktik wird beschrieben als „Wissenschaft, die in den Revieren anderer mittut und (deshalb) zugleich um den Status als Wissenschaft bemüht sein muss“. Koni Osterwalder fragt in seinem Beitrag kritisch, ob eine Verwissenschaftlichung der Hochschuldidaktik wirklich der Sache dienen kann. Zum Thema, welche Potenziale sich durch ein Nebeneinander von allgemeiner Hochschuldidaktik und dem Diskurs um neue Lehr-/Lerntechnologien ergeben, schreibt Osterwalder: „Das Potenzial liegt im unbelasteten, kreativen und spielerischen Umgang mit den neuen Technologien. Und es liegt auch in der damit verbundenen Lust, Innovationen anzudenken. Es ist schade, wenn dieser Dynamik die Relevanz abgesprochen wird. Andererseits hängen die grundlegenden Fragen zur Lehre nicht davon ab, ob man mehr oder weniger Technologien einsetzt. Ich stelle mich auf den Standpunkt, dass die angesprochene Zweiteilung ein Zeitphänomen ist. Die Durchdringung der Lehre mit neuen Technologien nimmt zu und hält damit Einzug in die normale didaktische Handlungspraxis“ (Ostewalder, 156).

Mandy Schiefners
Artikel „Mythos Web 2.0: Medien in Bildungsinstitutionen“ ist der einzige Artikel, der sich explizit mit dem Thema neue Medien in der Hochschuldidaktik auseinandersetzt. Sie geht der zentralen Frage auf den Grund, warum soziale Medien, wenn sie denn eingebunden werden, von Schülerinnen und Schülern bzw. Studierenden so wenig eigenaktiv genutzt werden. Eine aktive, kollaborative Nutzung finde meist nur durch das Aufbauen von festen Verbindlichkeiten statt. Lasse man diesen „Druck“ weg, blieben die Studierenden eher passiv, so Schiefner. Als Grund sieht sie u.a. mangelnde didaktische Konzepte an. Für Lehrende bedeute der Einsatz oft Mehrarbeit durch die erhöhte Interaktion, für Studierende komme die Schwierigkeit mit dem erhöhten Freiheitsgrad und der erhöhten Eigenverantwortung umzugehen. Es verwundere außerdem kaum, wenn Studierende, die sich jede Woche in Präsenzseminaren sehen, keinen Bedarf sehen, die online Plattformen zusätzlich zu nutzen. Bestehen bleibt außerdem die Frage, wie - z.T auch kollaborative - Arbeiten und Leistungen in Web 2.0 Medien angerechnet werden können. In Bezug auf die Aufgaben der Hochschuldidaktik formuliert Schiefner: „die Integration von digitalen Medien in die Lehre wird alltäglich, was zu veränderten Anforderungen auch an die hochschuldidaktische Arbeit führt“. Es gelte „Medien nicht mehr als separaten Teil einer Einrichtung zu denken, sondern in möglichst viele Teilgebiete der eigenen Arbeit und vor allem der Ausbildungsgefäße zu integrieren, um so Anknüpfungspunkte für eine Diskussion mit Dozierenden zu liefern“. Medien sollten nach Schiefner also verstärkt in der hochschuldidaktischen Aus- und Weiterbildung eingesetzt werden. Ebenso bedürfe es mediendidaktischer Überlegungen auch bei der Gestaltung von Modulen und Studiengängen und eben nicht nur auf der Ebene der einzelnen Lehrveranstaltungen.

Zwar spielt im Band „Aktionsfelder der Hochschuldidaktik“ die Mediendidaktik nur eine kleine Rolle. Sie stellt einen Diskursbereich von vielen dar, die in der Hochschuldidaktik momentan bestehen. Die zwei Autoren, die sich aber mit dem Thema Hochschuldidaktik und Mediendidaktik auseinander setzten machen klar: so wie Medien immer selbstverständlicher ein Teil der Lehre werden, so sollten sie auch selbstverständlich Teil der Hochschuldidaktik werden.

Insgesamt liefert der Band einen interessanten Überblick der verschiedenen aktuellen Diskursbereiche der Hochschuldidaktik und motiviert zum weiter denken und weiter diskutieren.

Gepostet von: haug am 27.01.2012 um 11:33 Uhr
Kategorien: Materialien

*** VolkswagenStiftung unterstützt tiermedizinische Aus- und Fortbildung ** Magazine der Weimarer Republik bald digital ** Schnupperkurs "Virtuelle Teamarbeit ** Verlängerung Einreichungsfrist GML² Jahrestagung ** E-Learning in der Presse ***

Fördermittel zur Unterstützung der tiermedizinischen Aus- und Fortbildung
Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und sieben weitere Hochschulen mit tierärztlichen Instituten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erhalten von der VolkswagenStiftung etwa 750.000 EUR zum Aufbau eines gemeinsamen “Kompetenzzentrums für eLearning, Didaktik und Ausbildungsforschung der Tiermedizin”. Mit dem Projekt sollen folgende Ziele verfolgt werden:

  • Die tiermedizinische Ausbildung an allen beteiligten Hochschulen soll evaluiert und damit Verbessungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
  • Eine hochwertige Ausbildungsforschung soll zur kontinuierlichen Verbesserung des Studiums etabliert werden.
  • Hochschulübergreifende, nachhaltige Kooperationen sollen in der Lehre verankert und ein Qualitätsnetzwerk gegründet werden.

Die Leitung des Kompetenzzentrums wird zukünftig Jan Ehlers übernehmen, Tierarzt, Didaktiker und bisheriger Leiter der eLearning-Beratungsstelle an der TiHo.
Quelle: Checkpoint-eLearning, Januar 2012

Digitalisierung von Magazinen der Weimarer Republik
In einem Kooperationsprojekt der Universität Erfurt und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) werden derzeit die zehn wichtigsten deutschsprachigen Magazine der Weimarer Republik digitalisiert. Die Sammlung wird knapp 1.000 Ausgaben, rund 110.000 Seiten und mehr als 52.000 Fotos umfassen. Ziel ist es, die sehr seltenen und verstreut überlieferten Zeitschriften virtuell zusammenzuführen und so für die Forschung verfügbar zu machen. Die digitale Sammlung wird im Internet über Bibliothekskataloge und Suchmaschinen abrufbar sein.
Quelle: PM Universität Erfurt, 16.01.2012

Kostenloser Schnupperkurs "Virtuelle Teamarbeit"
Die Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) der Uni Hamburg bietet allen Interessierten die Möglichkeit der kostenlosen Teilnahme an dem Schnupperkurs “Virtuelle Teamarbeit”. Im Rahmen der Präsenzveranstaltung bekommen Teilnehmende einen Einblick in die Funktionen einer virtuellen Lernplattform. Der Kurs findet an verschiedenen Tagen im Zeitraum vom 24. Februar bis 5. März 2012 statt und wird vor allem denjenigen empfohlen, die sich auf ein anstehendes Online-Studium vorbereiten wollen. Eine Anmeldung ist bis zum 15.02.2012 per E-Mail bei olim@aww.uni-hamburg.de möglich.
Quelle: openPR.de, 23.01.2012

Änderung Einreichungsfrist der GML² Jahrestagung
Am 15. und 16. März 2012 veranstaltet das Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität Berlin die zehnte GML² Jahrestagung unter dem Motto “Von der Innovation zur Nachhaltigkeit". Sie sind herzlich eingeladen die Konferenz aktiv mit eigenem Vortrag, Workshop, Thementisch oder Poster mit zu gestalten. Die Einreichungsfrist wurde nun vom 15. auf den 31. Januar 2012 verlängert. Weitere Details zu den Themen und Präsentationsmöglichkeiten sowie der Veranstaltung finden Sie unter http://www.gml-2012.de/.

E-Learning in der Presse:
Michael Kerres ist Professor für Mediendidaktik und Wissensmanagement an der Universität Duisburg-Essen. Gleichzeitig leitet er das Duisburg Learning Lab, ein Dienstleister der sich um die Planung, Umsetzung und Evaluation von innovativen Lernangeboten an der Hochschule kümmert. Seiner Meinung nach ist E-Learning aus der modernen Hochschullehre nicht mehr wegzudenken, doch es sei eine naive Vorstellung, zu glauben, dass E-Learning eine billige Alternative zum klassischen Unterricht wäre. Hohe Abbrecherquoten bei Fernstudiengängen zeigen, dass Studierende gerne mit ihren Mitstudenten real zusammenkommen, zusammen lernen und sich austauschen. Demzufolge handele es sich bei E-Learning vielmehr um eine didaktische Variante, die sinnvoll ergänzend zur Präsenzlehre eingesetzt werden kann. „Man braucht das Gefühl, eingebunden zu sein, von Menschen angesprochen zu werden“, so Kerres.
Quelle: derwesten.de, 24.01.2012

Gepostet von: loberschelp am 25.01.2012 um 14:41 Uhr
Kategorien: Kurznachrichten

Interaktives Gesprächstraining, digitales Kompetenzportfolio und Multimediadatenbank in der Veterinärmedizin - hier stellen wir Ihnen drei neue Projekte vor, die von Community-Mitgliedern in unsere Projektdatenbank eingestellt wurden.

Interaktives Gesprächstraining
Mit einem interaktiven und multimedialen Online-Lernprogramm bietet Prof. Dr. Waldemar Kropp E-Learning zum Thema "Gesprächsführung und Softskills". Die Inhalte beschäftigen sich mit typischen Mitarbeitergesprächen von der Anerkennung, Kritik, Konflikt bis hin zur Mediation und der sogenannten Chefführung. Das Online-Training will Management- und Gesprächskompetenzen verbessern und die kooperative Führung in Unternehmungen und Verwaltung aktivieren.
Ausführliche Projektbeschreibung

dikopost: Digitales Kompetenzportfolio für Studierende
Seit Oktober 2010 läuft an der Technischen Universität Darmstadt das Projekt dikopost, das zum Bewusstmachen der Kompetenzentwicklung von Studierenden dient. Im Rahmen des Projektes sollen Erfahrungen über den Einsatz eines studienbegleitenden und in einzelnen Lehrveranstaltungen gezielt eingesetzten digitalen Kompetenzportfolios gesammelt werden. Die verwendete E-Portfolioplattform ist Mahara. Die TU Darmstadt freut sich über Kooperationen mit anderen Einrichtungen, die ähnliche Projekte durchführen.
Ausführliche Projektbeschreibung

Vetmediathek®

Die Vetmediathek® ist die zentrale Multimediadatenbank der Veterinärmedizinischen Universität Wien und dient zur Verwaltung von Bildern, Videos, Soundfiles und pdf-Dokumenten. Mit der vollständigen Implementierung wird allen Einrichtugen ein auf internationalen Standards basierendes, campusweit einheitliches System zum Beschlagworten, Administrieren und Archivieren von Multimediadaten für Lehre und Forschung zur Verfügung gestellt.
Ausführliche Projektbeschreibung

Nähere Informationen zu den Projekten wie Laufzeit und Ansprechpartner finden Sie in unserer Datenbank. Hier hat jedes Community-Mitglied die Möglichkeit, eigene Projekte einzutragen. Unsere vollständige Datenbank mit allen gesammelten Projekten finden Sie unter: http://www.e-teaching.org/praxis/projekte/.

Gepostet von: mmueller am 25.01.2012 um 14:11 Uhr
Kategorien: Aus der Praxis

Die Open Education Week findet vom 5. bis 10. März online sowie an verschiedenen Orten weltweit statt. Ziel der Veranstaltung ist es, das Bewusstsein für open education und open educational resources zu stärken.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich an der Veranstaltung zu beteiligen. Teilnahmeanträge sollten bis Ende Januar eingereicht werden.

 Aus dem Ausschreibungstext:

"There are several ways you and your organization can be involved:
  • Provide a pre-recorded informational virtual tour of your project, work, or organization. This should be focused on the work you’re doing in open education, designed for a general audience. These can be done in any language.
  • Offer a webinar. Webinars are well suited for topics of general interest, such as what’s happening in open education in a particular area or country, or topics that offer discussion possibilities. Webinars can be scheduled in any language, 24 hours a day.  We would also like to feature question and answer sessions in a variety of languages and time zones.
  • Pre-record a presentation on open education concepts. Do you have an inspiring presentation about open education?  Can you discuss the issues that open education seeks to address in your country, region or globally? We plan to feature short, introductory overviews of open education and OER for different audiences, such as those new to the idea, policy makers, faculty, etc. Presentations in any language are welcome.
  • Create or share text-based, downloadable information. This should be information on the open education movement, in any language, appropriate to introduce the movement and its important concepts to a variety of audiences. Specific information on your project can be linked to from the openeducationweek.org website.
  • Sponsor or host a local event during the week of 5-10 March. This could be a community discussions, a forum on open education, a challenge and/or a celebration.  We invite you to get creative with planning events. Suggestions and support will be available on the open education week web site, and the planning group is happy to work with you to create bigger impact."
Die Veranstaltung wird vom OCW Consortium koordiniert und erhebt keine Teilnahmegebühr. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: http://www.openeducationweek.org/

Gepostet von: mmueller am 25.01.2012 um 12:22 Uhr
Kategorien: Veranstaltungen

Auszeichnung von Mobile Apps, Content and Solutions

Zum ersten Mal schreibt die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) 2012 den Mobile Award Austria (MAwA12) aus. Bis zum 31. Januar haben Experten und Professionals die Möglichkeit Ihre Mobile Apps, Content und Solutions in folgenden Kategorien online einzureichen:

  1. Business Solutions & mGovernment
  2. Marketing, Commerce, Stores
  3. Tourismus, Mobilität, Nachhaltigkeit
  4. Medien, Kultur, Bildung
  5. Social Communities, Games, Entertainment
  6. Gesundheit, Sports & Lifestyle

In der extra Kategorie “New Comer Award” werden Studierende, Schüler, Lehrlinge und Amateure ausdrücklich aufgerufen, ihre Ideen einzusenden.
Am 15. Februar 2012 entscheidet eine Jury, zusammengesetzt aus Experten der Kreativindustrie, IT, Telekommunikation, Werbung sowie aus Medien und Forschung, über die Preisträger/-innen. Mit der Einreichung eines Beitrags muss ein Unkostenbeitrag in Höhe von 115,- EUR für die Kategorien 1 bis 6 und 20,- EUR für die Kategorie New Comer Award entrichtet werden.
Weitere Informationen zur Teilnahme und dem Wettbewerb finden Sie unter: http://www.mobileaward.at/. Noch mehr Wettbewerbe haben wir hier im Portal für SIe zusammengestellt.

Gepostet von: loberschelp am 25.01.2012 um 11:50 Uhr
Kategorien: Ausschreibungen






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