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Peer-to-Peer-Learning in der Tiermedizin
  Um die Studierenden tierschutzgerecht auf die Arbeit mit ihren Patienten vorzubereiten, werden an der Tierärztlichen Hochschule Hannover fallbasierte E-Learning-Module einge­setzt. Das Besondere dabei: Die Fallstudien werden von Studierenden für Studierende ent­wickelt.

Ursprünglich war die Idee, Studierende an der Erstellung der Module zu beteiligen, mit der Hoffnung verbunden, den Aufwand für die Fallerstellung zu verringern. Dieses Ziel wurde nicht erreicht, denn die studentischen Entwickler müssen bei ihrer Arbeit fachlich, didaktisch und technisch unterstützt werden. Dafür gab es aber zahlreiche andere Vorteile, wie auch die begleitenden Evaluationen und Interviews zeigten: Die von den Studierenden entwickelten Module überzeugten durch ihre hohe Qualität, Praxis- und Studienrelevanz, vor allem aber durch die genaue Zielgruppenansprache, denn oft können Studierende den Schwierigkeitsgrad von Aufgaben besser einschätzen als ihre Lehrenden.

Erstellt wurden die Lernmodule mit dem System CASUS, das in der Humanmedizin bereits häufig eingesetzt wird, z.B. im Projekt CliSo.


Audiocast
 
Dr. Jan Ehlers befasst sich bereits seit 1998 mit dem Einsatz digitaler Medien in der Tiermedizin. Seit 2005 ist er E-Learning-Berater der Stiftung Tierärztliche Hochschule in Hannover. Im Interview berichtet er über didaktische Hintergründe des Konzepts peer-to-peer-learning, über das Vorgehen und die Unterstützung der Studierenden bei der Erstellung von Fallstudien und Evaluationsergebnisse; nicht zuletzt gibt er auch Tipps für alle, die ebenfalls gemeinsam mit Studierenden fallbasierte E-Learning-Module entwickeln wollen.

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