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COLAC-Modell
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Langtitel
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Collaborative Academic Paper Writing
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Lehrfunktion
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- Wissenserarbeitung
- Üben u. Anwenden
- Wissenstransfer
- Diskussion u. Austausch
- Feedback u. Lernerfolgskontrolle
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Medieneinsatz
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- PDF
- Newsgroup
- Shared Workspace
- Videokonferenz
- E-Mail
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Lehrszenarien
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- Praktikum
- Projekt
- Seminar
- Betreuung
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Fachbereich
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Beschreibung
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Im Rahmen des über das Internet in englischer Sprache durchgeführten
Kurses "eHistLing² (englische Sprachgeschichte) wurde ein Konzept
entwickelt, um die Studierenden beim Schreiben von Referaten in
kollaborativen Lerngruppen anzuleiten und zu unterstützen. Das
"COLAC"-Modell orientiert sich, vereinfacht gesagt, am Ablauf eines
wissenschaftlichen Symposiums: Das von einer "Autorengruppe" eingereichte
Referat wird einem Peer-Review-Verfahren unterzogen, aufgrund der Hinweise
der "Rezensentengruppe" von der "Autorengruppe" überarbeitet und dann durch
die "Rezensentengruppe" in Kurzfassung vor dem Plenum referiert, das die
Langfassung bereits kennt. Verantwortlich für den Inhalt zeichnet die
"Autorengruppe".
2006 konnte das Modell erstmalig mit räumlich getrennten Gruppen aus
Basel und Zürich durchgeführt werden. Die Präsentation und Diskussion der
Referate wurde dabei als
Videokonferenz
realisiert.
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Internet-Adresse
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Verantwortliche Institution
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Universität Basel (CH), Universität Zürich (CH)
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Ansprechpartner
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Zielgruppe
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Grundstudium (Proseminar): Das Modell ist geeignet für Lehrformen und
Studienphasen, in denen das Einreichen von Referaten (als Vorstufe zum
wissenschaftlichen Publizieren) gefordert und geübt wird.
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Ziele und Inhalte
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Das für den praktischen Lehrbetrieb in der Anglistik (Linguistik)
entwickelte Modell ist für beliebige Fächer geeignet, vor allem in den
Geisteswissenschaften. Es kann in Lehrveranstaltungen jeder Art
(traditionell und virtuell) eingebunden werden, in denen in
Kleingruppen solche Referate geschrieben und vorgetragen werden, die über
die reine Zusammenfassung der Forschungsliteratur hinaus gehen. Einzige
Voraussetzung ist das Vorhandensein einer elektronischen
Kommunikationsplattform, vorzugsweise eines
Foren
-Systems.
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Didaktisches Konzept
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Das Abfassen von Referaten - als Vorstufe zum wissenschaftlichen
Publizieren - gilt heute als eigenständige akademische
Schlüsselqualifikation. Im Studium werden meist nur formale Aspekte des
Schreibens vermittelt; eine weitergehende Einweisung scheitert schon am
Betreuungsaufwand. Neben dieser Überlegung spricht auch der Wandel zu
lernerzentrierten Unterrichtsformen für das Modell einer Lerngemeinschaft,
die über die Arbeitsgruppen üblicher Art hinausgeht und einen hohen Grad an
Interaktion, Verantwortlichkeit und Kommunikationsfähigkeit voraussetzt. Im
"COLAC"-Modell findet nicht nur eine intensive Auseinandersetzung mit
inhaltlichen Fragen, sondern auch ein gruppendynamischer Prozess statt -
durchaus auch mit Konfliktpotential (unterschiedliche Interessen- und
Motivationslage der "Autorengruppe", "Rezensentengruppe" und Kursleitung).
Dabei werden
internetbasierte Kommunikationsmöglichkeiten
extensiv genutzt, auch im Sinne einer Protokollierung, Evaluierung und
einheitlichen Versionsverwaltung. Neben der Beschäftigung mit der
inhaltlichen Seite der Referate vertieft das Modell wichtige
Schlüsselqualifikationen wie Kommunikationskultur im digitalen Medium und
Sozialkompetenz bei der Gruppenarbeit.
Abb. 1: COLAC - Modelldarstellung
Abb. 2: Realisierung von COLAC im Kurs eHistLing
Das "COLAC"-Modell orientiert sich am konstruktivistischen Lernparadigma. Es
basiert weder auf festgesetzten Instruktionen, noch liefert es prototypische
Lösungsansätze. Über die zentralen Prozesse des Schreibens, der Rezension
und der Präsentation soll Wissen im Modell individuell reflektiert und
verfestigt werden. Das Modell bedient sich im Aufbau und während der
Durchführung der Elemente des kooperativen Lernens, wie sie etwa von
Johnson/Johnson/Holubec (Cooperative Learning in the Classroom, 2002)
aufgestellt wurden (positive Interdependenz, individuelle
Verantwortlichkeit, unterstützende Interaktion).
Weitere Informationen zu "COLAC" und dessen Einbindung in die Lehre
finden Sie in einer
Powerpoint-Präsentation
von A.H.
Jucker und G. Schiltz.
Im Bereich
Lehrszenarien
erhalten Sie weitere Informationen zur
Sozialform "
Gruppenarbeit
" sowie zur
Moderation
von Online-Gruppen. Unter
anderem finden Sie hier auch eine
Checkliste
sowie vertiefende
Artikel zum kooperativen
E-Learning.
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Curriculare Verankerung
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Das "COLAC"-Modell ist integraler Bestandteil von Lehrveranstaltungen
(Basel: Proseminar 2 SWS, 3 ECTS; Zürich: Pflichtveranstaltung zum
Mittelenglischen). Die entstandenen Referate (und die Dokumentation ihrer
Entstehung) sind in diesem Rahmen vollwertige Studienleistungen.
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Ergebnisse
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Formative Evaluierungen der Lehrveranstaltungen finden laufend statt.
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Förderung
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Gefördert von der Universität Basel aus dem "Innovationspreis E-Learning"
2003 (CHF 34.000), von der Universität Zürich aus der "Initiative
Interaktives Lernen" 2005-06 (CHF 25.000) und vom Swiss Virtual Campus aus
dem "Konsolidierungsprogramm Interaktives Lernen" 2006-07 (CHF 150.000).
Finalist des
MedidaPrix 2006
(unter den zehn besten
Einreichungen).
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Beteiligungen und Kooperationen
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Kooperation mit den Englischen Seminaren der Universitäten Zürich und
Lausanne.
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Technik
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Zugang
Gegenwärtig ist das "COLAC"-Modell im
LMS
Moodle
implementiert. Der Zugang zum aktuellen Kurs
erfordert eine Anmeldung und einen "enrolment key", der beim Veranstalter
angefordert werden muss. Das Kursmaterial von "eHistLing" ist frei
zugänglich über
http://www.ehistling-pub.meotod.de.
Zugang zu den Diskussionsforen aus einem früheren Kurs (aus der Sicht des
Kursleiters und eines Teilnehmers) sind verfügbar über
http://www.ehistling.meotod.de, wofür eine
Zugangskennung angefordert werden muss
.
Benötigte Software
Voraussetzung für die Durchführung des Modells ist das Vorhandensein
einer
elektronischen
Kommunikationsplattform, vorzugsweise eines Forensystems, und einer
kompatiblen Textverarbeitung bei allen Beteiligten. Zur Ansicht der
Beispiele wird ein aktueller
Browser
mit einem
Plug-In
zum Lesen von
PDF
-Dateien (z.B.
Acrobat Reader) benötigt.
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