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RWTH Aachen
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Die RWTH Aachen wurde 1870 gegründet und ist mit über 30.000 Studierenden die größte und aufgrund ihrer wissenschaftlichen Reputation und ausgezeichneten Wirtschaftskontakte auch eine der renommiertesten Technischen Hochschulen in Deutschland. Die RWTH bietet mit 92 Studiengängen in 9 Fakultäten fast das Spektrum einer Volluniversität.
Ihre Schwerpunkte liegen in den Ingenieur- und Naturwissenschaften
einschließlich Mathematik und Informatik und umfassen darüber hinaus die
Philosophische Fakultät, Wirtschaftswissenschaften sowie die Medizin. An der
RWTH lehren und forschen 436 Professoren zusammen mit ca. 2.000
wissenschaftlichen und weiteren 2.000 nicht-wissenschaftlichen Mitarbeitern.
Das Gesamtbudget der RWTH liegt bei 558 Mio. €, davon 143 Mio. €
Drittmitteln. Die RWTH gehört zu den Exzellenzhochschulen der
Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Ihr Zukunftskonzept „RWTH
2020 – Meeting Global Challenges“ beschreibt Maßnahmen, um die Stärken in
der Forschung weiter auszubauen, die jeweils auf einer exzellenten
IT-Infrastruktur und abgestimmten und optimierten IT-Dienstleistungen in
Lehre, Forschung und Verwaltung aufsetzen.
Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über die Rahmendaten und die
Strategieentwicklung der RWTH Aachen. Zu den Implementierungsdimensionen
Didaktik,
Technologie,
Ökonomie,
Organisation
und
Kultur
der RWTH Aachen gelangen Sie über einen
Klick auf die jeweilige Kategorie. Die Fallstudie der RWTH Aachen steht
Ihnen außerdem als
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zur Verfügung.
Der Einsatz von IKT ist eine der entscheidenden Triebfedern und
Möglichkeiten, die Arbeitsprozesse von Hochschulen in Verwaltung, Forschung
und Lehre neu zu gestalten. E-Learning wurde an der RWTH in drei zeitlich
überlappenden Phasen eingeführt: zunächst Ende der 90er/Anfang 2000er
erfolgte die Medienentwicklung – Ausstattung mit notwendiger IT
Infrastruktur (teilweise Ausstattung der Hörsäle, guter Ausbau der
Netzinfrastruktur, Beginn des Ausbaus von WLAN), IT-Unterstützung
organisatorischer Prozesse u.a. Hörsaalreservierung, Vorlesungsankündigung
etc. In der zweiten Phase ab ca. 2001 begannen zahlreiche Initiativen und
Projekte zum Einsatz von E-Learning, viele davon gefördert im Rahmen der
BMBF-Fördermaßnahme „Neue Medien in der Bildung“. Eine hochschulweite
E-Learning-Plattform wurde jedoch erst in der dritten Phase ab 2005
angegangen.
Seit 2003 entstehen erste Initiativen zur hochschulweiten Förderung von
E-Learning. Zunächst als Bottom-up-Initiative formt sich die E-Learning AG
um das neu angesiedelte Forschungsgebiet computerunterstütztes Lernen
innerhalb der Informatik. Dozierende unterschiedlicher Fakultäten mit
praktischen Erfahrungen in „blended learning“- vor allem aus
E-Learning-Projekten der BMBF-Förderung „Neue Medien in der Bildung“ -
beraten Maßnahmen, wie die Lehre der RWTH mit E-Learning-Komponenten
angereichert werden kann. Aufgrund der Initiative der AG beschließt die
Hochschulleitung ein E-Learning-Kompetenzzentrum zu gründen, mit der
Aufgabe, alle Aktivitäten um das Thema E-Learning zu bündeln und eine
E-Learning-Einführungsstrategie zu entwickeln.
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Als zentrales Element der E-Learning-Einführung setzt das CiL
(Centrum für integrative Lehr- und Lernkonzept der RWTH Aachen) auf
Unterstützungsmaßnahmen, die in der Breite wirken, um
E-Learning-Komponenten nachhaltig einzuführen. Die Förderung von
Leuchtturmprojekten kann zwar als Vorbild dienen, die Erfahrungen zeigen
jedoch, dass diese Beispiele aufgrund der hohen verfügbaren Mittel, auf
einem falschen Niveau angesiedelt sind, um im normalen Betrieb und ohne
Fördermittel nachgeahmt zu werden. Die wichtigsten Aufgaben des CiL sind
heute
- Entwicklung des zentralen Lehr- und Lernportals L²P zusammen mit
dem Rechenzentrum
- Integration von E-Learning in die IT-gestützten organisatorischen
Prozesse der RWTH
- Konzeption und Durchführung von Unterstützungsmaßnahmen bei der
Einführung von E-Learning, abgestützt auf L²P
- E-Learning-Kompetenzentwicklung bei den Dozierenden
- Evaluation der Akzeptanz von E-Learning bei Studierenden und
Lehrenden
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Derzeit werden weder die multimediale Ausstattung der Lehrräume noch die
Erstellung multimedialer Inhalte vom CiL unterstützt. Stattdessen setzt das
CiL auf die einfache Erstellung von E-Learning-Materialien (rapid
e-learning), das nah an der Fachdidaktik der einzelnen Domänen angesiedelt
ist und neue didaktische Methoden innerhalb der unterschiedlichen
Lernkulturen der Fächer ermöglicht.
Rahmendaten
| Studierende |
Über 30.000
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| Lehrende |
Ca. 420 Professoren und ca. 2000 wissenschaftliche Mitarbeiter
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| Fakultäten |
9 Fakultäten mit 16 Fachgruppen
Derzeit ca. 175 Diplom-, Magister- (beide auslaufend), Lehramts-,
Medizinische-, Bachelor und Master of Science, Bachelor und Master of
Arts, internationale, nicht-konsekutive Master- sowie
Zusatz-Studiengänge von „Angewandter Geologie“ bis
„Wirtschaftswissen¬schaften“
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| Studiengänge |
Derzeit ca. 175 Diplom-, Magister- (beide auslaufend), Lehramts-,
Medizinische-, Bachelor und Master of Science, Bachelor und Master of
Arts, internationale, nicht-konsekutive Master- sowie
Zusatz-Studiengänge von „Angewandter Geologie“ bis
„Wirtschaftswissen¬schaften“
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Strategieentwicklung
E-Learning ist seitens der Hochschulleitung aufgrund einer
Bottom-up-Initiative Dozierender seit 2005 als strategisches Instrument zur
Weiterentwicklung exzellenter Lehre erkannt und wird als Instrument, den
Studierenden ein effizientes und zeitgemäßes Lern- und Studienumfeld zu
bieten, gefördert.
Die E-Learning-Einführungsstrategie wurde vom neu gegründeten
E-Learning-Kompetenzzentrum CiL in Diskussion mit anderen Zentren der RWTH
entwickelt und im Sommer 2005 von der Hochschulleitung beschlossen.
Ziel ist es, E-Learning flächendeckend und nachhaltig in die Regellehre der
RWTH als festen Bestandteil zu etablieren. Dabei setzt die RWTH auf
pragmatische Verfahren und betont die einfachen E-Learning-Verfahren, die
ohne großen Aufwand große Wirkung erzielen, da sie die zentralen Prozesse
des aktiven Lernens unterstützen und anregen. Dabei wird eine bessere
individuelle Betreuung der Studierenden ermöglicht, die flexibler
Studienangebote wahrnehmen können.
| Strategische Anbindung von E-Learning |
E-Learning dient als ein Baustein der Sicherung der internationalen
Wettbewerbsfähigkeit der RWTH und soll ihre Spitzenposition in Forschung
und Lehre ausbauen.
E-Learning ist in die IT-Gesamtstrategie der RWTH eingebaut und trägt
dazu bei, den Zugang zu Informationen zu verbessern und die
RWTH-Gemeinschaft zu stärken.
Auf der einen Seite wird E-Learning als strategisches Instrument zur
Hochschulentwicklung gesehen, vor allem, um ein effizientes und
zeitgemäßes Studieren zu gewährleisten, sowie Studierende für ein
Studium an der RWTH zu gewinnen. Auf der anderen Seite sollen durch den
Einsatz digitaler Medien neue didaktische Lehrmethoden unterstützt und
die Prozesse der Lehrorganisation und der Prüfung für Dozierende
effizienter abgewickelt werden können.
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| Initiator |
Erste Anregungen zur Förderung von E-Learning an der RWTH wurden von
der E-Learning AG, einer Arbeitsgruppe der E-Learning-Vorreiter der
RWTH, gegeben. In diesem Rahmen wurde der Hochschulleitung
vorgeschlagen, eine zentrale Kompetenzstelle für E-Learning einzurichten
um die verschiedenen Aktivitäten zu bündeln.
Seitdem versucht das CiL aus den verschiedenen Aktivitäten eine
konsistente E-Learning-Strategie zu entwickeln und im Dialog mit der
Hochschulleitung dem Rechen- und Kommunikationszentrum und weiteren
zentralen Einrichtungen der RWTH zu implementieren.
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| Kernelemente der Strategie |
Ausbau der erfolgreichen Lehre, mit dem Ziel, ein effizientes und
zeitgemäßes Lern- und Studienumfeld für die Studierenden zu schaffen und
damit eine bessere Betreuung der Studierenden (besonders in stark
ausgelasteten Studiengängen) zu schaffen und den Einsatz innovativer
didaktischer Methoden zu fördern. Die E-Learning-Funktionen unterstützen
vor allem die kommunikativen und kollaborativen Lernansätze und fördern
aktives Lernen und Erarbeiten. Insgesamt soll die Interaktion zwischen
Studierenden und Dozierenden sowie Studierender untereinander verbessert
werden.
Flankierende Projekte wie z.B. Modul-IT zur Vereinfachung in den
organisatorischen Prozessen der Lehre, verfolgen das Ziel den im Zuge
des Bologna-Prozesses gesteigerten Aufwand für die Lehr- und
Prüfungsorganisation und Dokumentation individueller Studienleistungen
abzufedern.
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Integration
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E-Learning wird technisch in den Prozess der
Lehrveranstaltungsplanung und –ankündigung (CAMPUS Informationssystem)
eingebunden. Studierende müssen sich zu allen Veranstaltungen der
Bachelor- und Masterstudiengänge anmelden. Diese Anmeldung wird genutzt,
um die Teilnehmer automatisch in die virtuellen Lernräume jeder
Lehrveranstaltung zu buchen und ihnen entsprechende Zugriffsrechte und
E-Learning-Funktionen frei zu schalten. Curricular ist E-Learning als
eine der möglichen Lernformen in den neuen Studienordnungen verankert,
so dass es möglich ist, Teile der Inhaltsvermittlung durch Selbst- oder
Gruppenarbeit zu selbstgewählten Zeiten und Orten am Rechner
durchzuführen.
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| Meilensteine |
- Beschluss des Ausbaus des E-Learning-Zentrums CiL im Sommer
2005,
- Studien zur Einführung einer Lernplattform und Entwicklung der
E-Learning Einführungsstrategie durch CiL und RZ bis Anfang 2006,
- Projekt zur Realisierung des Lehr- und Lernportals L²P der RWTH ab
Sommer 2006,
- Beginn der Kompetenzentwicklung 2006 mit zahlreichen Marketing- und
Werbemaßnahmen und Aufbau eines Qualifikationsprogramms
E-Learning,
- Hochschulweite Einführung des L²P zum Sommersemester 2007
inklusive flankierender, unterstützender Maßnahmen zur
Kompetenzenztwicklung.
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| Zuständigkeit |
Als zentrales Kompetenzzentrum implementiert das CiL die Kernelemente
der E-Learning-Strategie unter Einbindung möglicher Partner anderer
Zentren.
Die Abstimmung der gesamten IT Strategie der RWTH erfolgt in der AG
IT-Infrastruktur im Rektorat und zu Teilen zusätzlich in der
Rektoratskommission für das Rechen- und Kommunikationszentrum.
In der Forschung ist E-Learning im Lehr- und Forschungsgebiet Informatik
9 (Computerunterstütztes Lernen) vertreten und personell direkt mit dem
CiL verbunden (Professur i9 und wissenschaftliche Leitung des CiL).
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| Kommunikation |
- Identifikation möglicher Maßnahmen zur Förderung von E-Learning an
der RWTH in der E-Learning AG (2004),
- Beteiligung aller Hochschulakteure im Prozess der
Anforderungsanalyse (iTeach-Prozess von 2005-2006),
- Zahlreiche Marketingmaßnahmen während der Entwicklung, u.a.
Vorstellung in allen fachbereichsweiten Gremien, Information der
Studiendekane, Rundschreiben, Schulungen, Workshops,
Infoveranstaltungen, insgesamt ca. 40 Vorträge, wöchentliche
Sprechstunden, Webseiten des CiL, Tutorials als Videocasts, monatliche
Workshops, Einführungsveranstaltungen für Neuberufene und
Erstsemester.
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Didaktik
Den Schwerpunkt der didaktischen Überlegungen stellen Ansätze zur Förderung aktiven Lernens dar. Studierende erhalten Gelegenheit, das in der Vorlesung vorgestellte aktiv nachzuarbeiten, in dem z.B. Aufzeichnungen der Vorlesungen zur gezielten Wiederholung relevanter Passagen zur Verfügung gestellt werden.
Technik
Generell verfügt die RWTH über eine ausgezeichnete innovative IT-Infrastruktur für Forschung und Lehre. In den letzten Jahren wurde WLAN flächendeckend an der RWTH ausgebaut und die Netzanbindung ist mit 10G-Bit hervorragend.
Organisation
Zur Konzeption und Implementierung von E-Learning wurde das CiL als neue zentrale Einrichtung, geschaffen. Ziel ist es, alle Belange von E-Learning durch ein Kompetenzzentrum ohne Brüche zu behandeln.
Kultur
Die RWTH ist eine stark dezentral organisierte Hochschule und lebt diese Kultur vor allem in der Forschung, aber entsprechend auch in der Lehre. Daher findet man in den verschiedenen Fakultäten sehr unterschiedliche Lehr- und Lernkulturen.
Ökonomie
E-Learning ist ein zentrales, strategisches Element der Hochschule, um exzellente Lehre und ein modernes, effizientes Studium zu ermöglichen. Daher werden große Teile der finanziellen Ressourcen aus zentralen Mitteln bereitgestellt (Top-down-Ansatz).
Letzte Änderung:
13.03.2008
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