 |
Universität Basel
|
Die zwei zentralen Punkte der Implementierungsstrategie der Universität Basel sind die Professionalisierung der Organisationsstrukturen sowie die Flexibilisierung von Bildungsangeboten.
Die Universität Basel besitzt keine explizite E-Learning-Strategie, kein
separates E-Learning-Kompetenzzentrum oder ein E-Learning-Zertifikat. Sie
verfolgt stattdessen einen stark integrativen Ansatz mittels dessen
E-Learning konsequent in bestehende Strukturen und Curricula integriert und
als ein fester Bestandteil in den Hochschulalltag etabliert werden soll. Die
Organisationsentwicklung, ausgelöst durch den Aufbau des
Dienstleistungsnetzwerks LearnTechNet (LTN), wird von der Universität dabei
als treibende Kraft für (E-Learning-)Innovationen in der Hochschullehre
angesehen. Die Professionalisierung der Supportstrukturen soll dazu führen,
dass E-Learning-Angebote an der Uni Basel professionell entwickelt und
nachhaltig in den Lehrbetrieb integriert werden. Dadurch, dass die
Implementationsstrategie auch Veränderungen bisheriger Schwerpunkte erlaubt,
soll die Innovationsfähigkeit der Hochschullehre erhöht werden. Neben
Top-down-Impulsen als relativ grobe Rahmenvorgabe, bestimmen evolutionäre
Bottom-up-Entwicklungen die zunehmende Etablierung von E-Learning in Basel.
Die Universität kommt zur Erkenntnis, dass bisher die Fakultäten auf der
Meso-Ebene im Bereich E-Learning zu wenig eingebunden wurden. Dies soll in
Zukunft weiter unterstützt werden.
Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über die Rahmendaten und die
Strategieentwicklung der Universität Basel. Zu den
Implementierungsdimensionen
Didaktik,
Technologie,
Ökonomie,
Organisation
und
Kultur
der Universität Basel gelangen Sie über
einen Klick auf die jeweilige Kategorie. Die Fallstudie der Universität
Basel steht Ihnen außerdem als
PDF
zur Verfügung.
Falls Sie Interesse an der Lektüre der vollständigen
Studie von Seufert & Euler (2005)
zu den
Universitäten Basel, St. Gallen, Stuttgart und Zürich haben, können Sie
diese als PDF herunterladen.
Rahmendaten
| Studierende |
9 200 |
| Lehrende |
1 330 |
| Fakultäten |
Theologie, Rechtswissenschaften, Medizin und Pharmazie,
Geisteswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Naturwissenschaften,
Psychologie. |
| E-Learning |
Derzeit sind E-Learning-Elemente in ca. 80 Lehrveranstaltungen
integriert, ca. 2 500 Studierende werden derzeit mit den
E-Learning-Angeboten erreicht, davon sind ca. 1 500 auf einer
Lernplattform (hauptsächlich WebCT, BSCW) registriert. |
Strategieentwicklung
| Strategische Anbindung |
- E-Learning als Teil der Gesamtstrategie zur Modernisierung der
Lehre (für die Implementierung von E-Learning wurde keine explizite
Strategie formuliert), Zielvorstellung: E-Learning wird zu einem festen
und selbstverständlichen Bestandteil der Hochschullehre.
- Strategischer Mehrwert von E-Learning: Erhöhung der Qualität der
Studiengänge und somit auch der Wettbewerbsfähigkeit der Universität
Basel.
|
| Initiator |
|
| Kernelemente der Strategie |
- Qualitative Verbesserung des Lehrangebots (Studiengänge,
Lehrveranstaltungen)
- Umsetzung Bologna-Reform (insbesondere Modularisierung, Mobilität,
Flexibilität von Studienangeboten)
- Entwicklung neuer Studienformen im Rahmen der Modernisierung der
Lehre
- Integration der «Lehrentwicklung» in das
Qualitätsmanagement-Konzept der Hochschule.
|
| Zuständigkeit der Umsetzung |
- Ressort Lehre als Stabsbereich im Rektorat (1996 geschaffen und mit
der Umsetzung der Modernisierungsprojekte in der Lehre beauftragt)
- Seit 2004 Kommission Lehre, in der jede Fakultät durch ihren
Studiendekan vertreten ist.
|
| Ansatzpunkte für Implementierungsstrategie |
- Strategiebezogene Projektförderung in begrenztem Umfang
(Top-down-Impulse)
- Kompetenzzentrum «LearnTechNet» (LTN): Vernetzung und Ausbau
vorhandener Einrichtungen
- Evaluation des Ressorts Lehre zur Qualitätssicherung (auch von
externen Gutachtern)
|
Didaktik
Ausgehend vom Leitgedanken, dass Präsenzlehre und E-Learning gleichwertige Funktionen in der Hochschulehre besitzen, unterscheidet die Universität Basel in den «Basler E-Learning-Szenarien» zwischen einem Anreicherungskonzept, einem Integrativen Konzept und einem Virtuellen Konzept.
Technik
Die Universität Basel stellt den sieben Fakultäten ein Portfolio an zentralen Kommunikationsmedien, Werkzeugen und Plattformen für den Einsatz von E-Learning zur Verfügung.
Ökonomie
Finanzierung von Entwicklungsaufgaben, Infrastruktur, der Vermarktung von E-Learning-Produkten usw.
Organisation
Das LearnTechNet (LTN) ist das Dienstleistungsnetzwerk der Universität und die zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle.
Kultur
Die Arbeitsweise des LTN prägt den kulturellen Stil an der Universität Basel. Die Entwicklungsbegleitung im Sinne einer qualitativen Unterstützung steht im Vordergrund.
Letzte Änderung:
23.01.2008
|