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Regional & national
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Kooperationen finden auf verschiedenen Ebenen statt. Hochschulintern findet an einigen Hochschulen eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Rechenzentrum, dem Multimediazentrum, der Universitätsbibliothek sowie den Dezernaten und der zentralen Verwaltung statt.
Kooperationen zwischen Hochschulen werden auch als Hochschul-Verbünde
bezeichnet. Innerhalb dieser wird grob zwischen fachbezogenen und
fachübergreifenden Kooperationen unterschieden ( vgl. Kleimann & Wannemacher, 2004).
- Beispiel für ein fachbezogenes Netzwerk auf Lehrstuhl-Ebene ist
WINFOLine, eine Kooperation der
Wirtschaftsinformatik-Lehrstühle der Hochschulen Göttingen, Kassel, Leipzig
und Saarbrücken.
- Das
Netzwerk Skandinavistik
zeigt wie ein kleiner
Fachbereich von Kooperationen profitieren kann. Die Universitäten Basel,
Freiburg, Straßburg und Tübingen wollen innerhalb des Netzwerks ihr
Lehrangebot durch Videokonferenzen und webbasierte Kurse erweitern und
ihre Kompetenzen bündeln.
- Weiteres Beispiel für den Versuch einer fachbezogenen
Ressourcenbündelung innerhalb einer Kooperation ist der Aufbau der "
Virtuellen Fachbibliothek Bibliotheks-,
Buch- und Informationswissenschaften
" (ViFa BBI). Das zentrale
Internetportal soll bislang verstreute Fachinformationen in diesen drei
benachbarten Disziplinen bündeln und unter einer Suchoberfläche
zusammenführen. Partner in diesem Projekt sind die Fachhochschule Potsdam,
der Deutsche Bibliotheksverband Berlin (DBV) und die Universität
Erlangen-Nürnberg.
Problematisch bei Kooperationen auf Bundesebene ist das föderale Prinzip.
Die Kooperationspartner müssen sich mit den unterschiedlichen
organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der einzelnen
Bundesländer auseinandersetzen. Die Koordination aller Projektbeteiligten
erfordert daher einigen Aufwand. Der große Vorteil einer Kooperation liegt
auch hier in der Bündelung von Ressourcen. Hochschulnetzwerke oder Verbünde
bieten die Möglichkeit der gemeinsamen Nutzung von zentralen
Querschnittseinrichtungen, wie z.B. Bibliotheken, Rechen- oder
Medienzentren.
- Um die Kooperation zwischen Hochschuleinrichtungen, die sich mit dem
Wissensmanagement an Hochschulen beschäftigen, zu koordinieren und zu
unterstützen wurde die
Deutsche Initiative für Netzwerkinformation
(DINI)
gegründet. DINI ist eine Initiative der drei Partnerorganisationen AMH
(Arbeitsgemeinschaft der Medienzentren der deutschen Hochschulen e.V.), dbv
(Deutscher Bibliotheksverband Sektion 4: Wissenschaftliche
Universalbibliotheken) und ZKI (Zentren für Kommunikation und
Informationsverarbeitung in Lehre und Forschung e.V.).
Vorteile für die Studierenden ergeben sich aus Hochschulverbünden, wenn alle
Angebote (z.B. Studienmodule) des Netzwerks von allen Studierenden genutzt
werden können und sich somit das Angebot an qualitativ hochwertigen
Lehrveranstaltungen erweitert.
Hochschulverbünde entstehen oft auf Basis von Länderinitiativen. In Bezug
auf die Nachhaltigkeit sollten schon während der Förderphase Folgepläne für
Finanzierung und Verwaltung des Netzwerks entwickelt werden.
Beispiele regionaler Kooperationen:
- ELAN, das eLearning Academic Network Niedersachsen, unterstützt
niedersächsische Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen bei der
Planung, Durchführung und Evaluation multimedialer Lehre:
http://www.elan-niedersachsen.de.
- Eine Kooperation im Bereich der Dokumentation von Softwareentwicklungen
wurde vom regionalen Rechenzentrum Niedersachsen initiiert. Über 160
Hochschulen beteiligen sich inzwischen an dem Projekt:
http://www.rrzn.uni-hannover.de/kooperation.html.
- Der Ressourcenverbund NRW ist ein Zusammenschluss von
Hochschulrechenzentren in NRW auf kooperativer Basis, der im Wesentlichen
die Ziele verfolgt, ein gemeinsames Kompetenznetzwerk aufzubauen und teure
Ressourcen im Bereich Datenverarbeitung gegenseitig verfügbar zu machen:
http://www.rv-nrw.de/.
- Das kooperative Angebot des Bachelor/Master-Studiengangs „Digitale
Medien“ realisieren die Bremer Hochschulen:
http://digitale-medien-bremen.de/profile/philosophy
.
- Weitere Initiativen auf Länderebene finden Sie im Portal unter
http://www.e-teaching.org/news/kontaktadressen/initiativen/.
Beispiele für Kooperationen auf nationaler Ebene:
- Bei der Kooperation Physik Multimedial geht es um das gemeinsame
Angebot von multimedialen Lernmodulen auf einer gemeinsamen Lernplattform
für das Studium der Physik als Nebenfach:
http://www.physik-multimedial.de/pmm.html.
Kooperationspartner, die die Lernplattform nutzen, sind die TU Berlin, Uni
Düsseldorf, FH Gelsenkirchen, Uni Potsdam, Uni Rostock sowie inzwischen
auch die San Diego State University (USA).
Beispiele nationaler Kooperationen im Ausland:
- Von nationaler Seite initiiert und unterstützt wird die „Finnish
Virtual University“, eine Kooperation aller Universitäten Finnlands. Ziel
der Kooperation ist es gemeinsam Services im Bereich E-Learning anzubieten
um so die Kapazitäten der einzelnen Universitäten zu bündeln:
http://www.virtuaaliyliopisto.fi/?node=vy_front_page_eng.
- Da die Universitäten in den Niederlanden zu klein sind um eigene
Projekte im Bereich digitaler Medien zu finanzieren, wurde von der
Regierung und den teilnehmenden Institutionen die SURF Foundation
gegründet:
http://www.surf.nl/en/oversurf/index.php.
- Ein Non-Profit Partnerprogramm auf nationaler Ebene, das von
Regierungsseite initiiert wurde, ist das Nettuno Netzwerk in Italien, das
38 Universitäten sowie internationale Institutionen, Universitäten und
Technologie-Unternehmen verbindet:
http://www.uninettuno.it/nettuno/index.htm.
-
Fh-Cluster
ist ein Strategieprojekt zur Umsetzung von
e-Learning-Strategien und –Aktivitäten an 9 verschiedenen Österreichischen
Fachhochschulen. In 5 verschiedenen Themenschwerpunkten, namentlich:
Lernplattformen, Content, LektorInnen-Schulung, Gender-Mainstreaming und
Studentische Vorbereitung, sollen jeweils Konzepte entwickelt werden, die
dann zwischen den einzelnen Hochschulen ausgetauscht und nachhaltig
umgesetzt werden.
- Im
Delta 3-Projekt
arbeiten die TU Wien, die Universität
für Bodenkultur und die Akademie der bildenden Künste Wien gemeinsam an der
Weiterentwicklung ihres E-Learning-Angebots in den Bereichen Didaktik,
Technik, Design und Usability. Auch hier kommt der Wiederverwendung von
Content eine große Bedeutung zu.
Letzte Änderung:
20.12.2006
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