Innerhalb eines Netzplans wird das Projekt als Summe verschiedener Teilprojekte verstanden, die mit begrenzten Ressourcen - Mitarbeitern sowie Technik - umgetzt werden können. Wie in der Meilensteinplanung wird jedem Vorgang dabei eine voraussichtliche Dauer zugeschrieben, von der sich der frühste Endtermin ableiten lässt. Im Unterschied zum chronologisch aufgebauten Meilensteinplan wird im Netzplan das Gesamtprojekt in parallel zu bearbeitende Einzelvorgänge zerlegt. Ausgangssituationen, Zwischenergebnissse und der Endzustand stellen dabei Meilensteine dar, die üblicherweise als Kreise dargestellt werden.
Ein Netzplan besteht mindestens aus zwei Meilensteinen und einer Aufgabe und zeigt die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen den Vorgängen. Die Aneinanderreihung der Vorgänge, die für eine Abwicklung des Projekts zum frühest möglichen Termin wichtig sind, nennt man „kritischen Pfad“.
Ein Beispiel für Abhängigkeiten von komplexeren Vorgängen wird in der folgenden Grafik dargestellt:

Im Beispiel kann „Aufgabe 2“ erst begonnen werden, wenn sowohl „Aufgabe 1“ wie auch „Aufgabe 3“ abgeschlossen sind. Aufgaben 1 und 3 stellen damit eine Vorbedingung für Aufgabe 2 und den Meilenstein „M2“ dar. Innerhalb eines Online-Projekts kann z.B. die Implementierung ins Internet erst erfolgen, wenn die Hauptnavigation und das Fein-Design der Internetseite abgestimmt und gestestet worden sind. Unabhängig davon kann „Aufgabe 4“ bearbeitet werden, z.B. die Zusammenstellung des Lehrinhalts.
Auf den Seiten der Universität Stuttgart findet sich ein Beispiel zum Thema Netzplantechnik:
http://www.ibl.uni-stuttgart.de/03studium/html/mindmaps/grundfach/netzplantechnik/