Computerunterstützte Animationen bestehen aus einer schnell ablaufenden Folge von Einzelbildern auf dem Computerbildschirm, die dem Betrachter die Vorstellung einer Bewegung vermitteln.
Um das Prinzip der Erstellung einer Animation zu verstehen, kann man sich der Einfachheit halber zunächst am Prinzip des Daumenkinos orientieren.
Die einzelnen Phasen eines Bewegungsablaufes werden als einzelne
Bilder bzw. Einheiten festgehalten und dann nacheinander dargestellt.
Ist die Geschwindigkeit des Bildwechsels hoch genug, um das relativ
langsame Auge zu täuschen, entsteht aus den Einzelbildern eine scheinbar
flüssige Bewegung. Allerdings ist es bei der Erstellung einer Animation
am Computer nicht nötig, alle Einzelbilder festzulegen.
Anstatt den kompletten Bewegungsablauf in Einzelbildern nachzubauen,
können die räumlichen Veränderungen von Objekten auch errechnet werden, die
Definition von Bewegungspfaden erfolgt ähnlich wie bei einer
Vektorgrafik. Bei dieser Methode müssen die
räumlichen Bewegungen von Objekten im zeitlichen Rahmen der Animation
koordiniert werden.
Im Zusammenhang mit Lehr- und Lernsituationen können Animationen stets
dann Erfolg versprechend eingesetzt werden, wenn es darum geht, den
Lernenden komplexe bzw. dynamische Prozesse oder Abläufe zu schildern.
Beispielsweise wäre die verbale bzw. schriftliche Darstellung eines
korrekten Aufschlags beim Tennis oder beim
Volleyball
sehr kompliziert und schwer nachvollziehbar, während eine
Animation als visuelle Alternative schnell und intuitiv verständlich
ist.
Der Einsatz computerunterstützter Animationen ist im Rahmen einer
Präsenzveranstaltung als Anreicherung denkbar, Animationen können aber auch
in computerunterstützte Selbstlernmaterialien eingebunden werden.
Vertiefende Hinweise zu Gestaltung und Einsatz finden Sie in der Rubrik
Didaktisches Design in den Bereichen
Animation
und
Simulation.
Programme zur Erstellung von Animationen
Es gibt verschiedene Formate und Programme zur Erstellung einer Animation
oder Simulation am Computer, die unterschiedliche Methoden abdecken. In den
Vertiefungen werden die gängigen Formate vorgestellt und ihr Einsatz
beispielhaft erläutert. In den Steckbriefen werden zudem detaillierte
Informationen zu den einzelnen Produkten angeboten. Zum Betrachten der
fertigen Animation ist gegebenenfalls ein spezielles
Plug-in
notwendig – informieren Sie Ihre Studierenden ggf. über
entsprechende Download- und Installationsoptionen.
Grundlegende Animationstechniken
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten und Techniken, um Animationen zu
erstellen. Häufig werden mehrere Arbeitsweisen miteinander kombiniert, damit
ein optimales Ergebnis erzielt wird.
Legetechnik
Eine klassische Animationstechnik, die auch ohne Computer auskommt, ist die Legetechnik. Die Vertiefung erklärt die Grundprinzipien und ein "making of ..." illustriert das konkrete Vorgehen.
Flash
Flash ist ein
Autorenwerkzeug
zur Erstellung von Animationen, interaktiver
multimedialer Anwendungen sowie interaktiver Lehr- und Lerninhalte. Die
Vertiefung geht auf Erstellungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten ein.
Animated GIF
Wer sich nicht in ein Autorenwerkzeug einarbeiten und lediglich kleine
Animationen erstellen möchte, der kann sich einer besonderen Fähigkeit des
GIF-Dateiformates
bedienen, des Animated GIF. Die Vertiefung erklärt,
wie Animated GIFs ohne großen Aufwand erstellt werden können.
Animation in PowerPoint
Christian Kohls von e-teaching.org erklärte in seiner Online-Schulung den .