Anwendungsprogramme zur Bearbeitung von Audiodateien eröffnen vielfältige Möglichkeiten, die früher nur mit einem Tonstudio realisiert werden konnten.
Sie können Ihr Audiomaterial schneiden, kopieren und einfügen,
Klangeffekte wie z. B. Echo mixen und hinzufügen oder Störgeräusche wie z.
B. Rauschen vermindern.
Zudem können Sie die Audiodateien in das für den jeweiligen Einsatzzweck
am besten geeignete Format konvertieren. Wollen Sie beispielsweise
Audiomaterial im Internet zur Verfügung stellen, sollten Sie ein Format mit
hoher Komprimierungsrate wählen, um eine möglichst kleine Dateigröße zu
erzielen.
Komprimierung
Bei der Komprimierung wird die
Bit
-Rate und damit die Qualität der Audiodatei reduziert.
Dieser Qualitätsverlust ist erst ab einem bestimmten Umfang für das
menschliche Ohr wahrnehmbar. Es sollten grundsätzlich nur solche
Audiodateien in ein komprimiertes Format überführt werden, die nicht mehr
für eine Weiterverarbeitung vorgesehen sind - z. B. Kopien der
Originaldatei, da sich der Datenverlust durch die Komprimierung nicht
rückgängig machen lässt.
Anhand der Bit-Rate lassen sich die unterschiedlichen Qualitätsstufen
ablesen. So bieten beispielsweise MP3-Dateien mit einer Bit-Rate von 128
kbps eine Klangqualität, die der einer CD nahe kommt. Näheres zu einzelnen
Audioformaten finden Sie unter
Audio
erstellen.
Audioeditoren
Zur Bearbeitung von Audiodateien werden spezielle
Anwendungsprogramme, so genannte Audioeditoren verwendet, die auch zum
Aufnehmen und Abspielen der Audiodatei geeignet sind. Auf dem
Markt finden sich eine Reihe professioneller Programme mit großem
Funktionsumfang. Viele gute Programme sind günstig oder als
Freeware
zu haben. Wir
haben für Sie eine
Liste mit Audioeditoren
zusammengestellt.
Benutzeroberfläche eines Audioeditors (Beispiel Audacity)