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Audiodaten erstellen

Zur Erstellung einer Audiodatei kann vorhandenes Material digitalisiert oder neues digital aufgezeichnet werden. Je nach technischer Infrastruktur und Verwendungszweck bieten sich unterschiedliche Programme und Formate an.

Digitalisierung analogen Materials
Das Vorgehen bei der Digitalisierung analogen Materials, das auf einer Audiokassette vorliegt, haben wir für Sie exemplarisch zusammengestellt. Die konkrete Praxis ist abhängig von den vorliegenden Hard- und Softwarevoraussetzungen. Im Prinzip funktioniert das Digitalisieren von Audiomaterial jedoch bei den allermeisten Konfigurationen ähnlich.

Stellen Sie zunächst eine Verbindung zwischen dem Tapedeck/Kassettenrekorder und Ihrem Computer her. Dazu benötigen Sie ein spezielles Kabel mit einem Cinch- und einem Klinkenstecker, das im Fachhandel erhältlich ist. Den Cinchstecker stecken Sie in den Ausgang (PLAY) des Tapedecks, den Klinkenstecker in die Buchse der Soundkarte (LINE IN) auf der Rückseite Ihres Computers.

Nachdem Sie diese Vorbereitungen getroffen haben starten Sie die Wiedergabe und die Aufnahme:

Aufnahme digitaler Audiodateien
Zur Aufnahme benötigen Sie eine spezielle Anwendungssoftware. Unter Windows finden Sie ein solches Programm unter Start>Programme>Zubehör>Unterhaltungsmedien (oder Multimedia)>Audiorecorder. Dieses einfache Programm bietet Funktionen zum Aufnehmen und Abspeichern einer digitalen Audiodatei von 60 Sekunden Länge.

 
Windows-Audiorecorder

Häufig werden entsprechende Programme auch mit der Soundkarte mitgeliefert und liegen als CD bei. Wir haben für Sie eine Liste mit Audioprogrammen zusammengestellt.

Starten Sie das Audioprogramm und öffnen Sie über Datei>Neu ein neues Dokument. Bei einigen Programmen müssen Sie hier einige Angaben wie z. B. die Länge des Stücks machen. Dann starten Sie über den Befehl Aufnahme (Record, häufig als Knopf mit rotem Kreis dargestellt) die Aufnahme. Das Aussteuern der Aufnahme können Sie über die Lautstärkeregelung der Soundkarte vornehmen. Unter Windows doppelklicken Sie hierzu auf das Lautsprechersymbol in der Taskleiste oder wählen Start>Programme>Zubehör>Unterhaltungsmedien (oder Multimedia)>Lautstärkeregelung. Gehen Sie auf Optionen>Eigenschaften und wählen Sie „Aufnahme“.

 
Aussteuerung der Aufnahme unter Windows


Zur Aufnahme neuen Audiomaterials mit dem Computer schließen Sie ein Mikrofon an die Buchse mit der Bezeichnung MIC oder einem Mikrofonsymbol (meist auf der Rückseite Ihres Computers zu finden) an und starten den Windows-Audiorecorder oder ein entsprechendes Programm.

In bestimmten Situationen kann es praktisch sein, zur Aufnahme ein digitales Diktiergerät oder einen Minidiscrecorder zu verwenden. Mit diesen Geräten werden in aller Regel Kabel und Software mitgeliefert, um die aufgenommenen Daten auf den Computer zu übertragen und dort weiterzuverarbeiten. Diktiergeräte haben zumeist den Vorteil, sehr klein und handlich, einfach in der Bedienung und weitgehend unempfindlich gegen Erschütterungen zu sein. Der Einsatz eines Minidiscrecorders bietet sich dann an, wenn digitale Aufnahmen von hoher Qualität erstellt werden sollen.

Formate

Je nachdem, ob Sie Ihre Audiodatei auf eine CD brennen, im Internet zum Download oder als Streaming -Audio zur Verfügung stellen oder mit einem Audioeditor bearbeiten möchten, kommen unterschiedliche Audioformate in Frage. Zu den Themen Audio bearbeiten und Audio einsetzen haben wir vertiefende Informationen für Sie zusammengestellt.

Für das Abspielen der allermeisten Audioformate wird ein Audioplayer benötigt. Wir haben für Sie eine Liste mit kostenlosen Audioplayern zusammengestellt.

AAC (Endung .mp4, .m4p)
Das AAC-Format (Advanced Audio Coding) gilt als Nachfolger des MP3-Formats, bietet gegenüber MP3 eine stärkere Kompression (16fach gegenüber 12fach) bei gleicher oder sogar höherer Wiedergabequalität und ist ebenfalls streamingfähig.

AIFF (Endung .aif, .aiff)
Das Audio Interchange File Format (AIFF) ist ein von Apple entwickeltes unkomprimiertes Audioformat. Es entspricht dem WAV-Format für Windows und weist ähnliche Eigenschaften auf.

Midi (Endung .mdi)
Midi ist streng genommen kein Format, sondern eine Software, die die Erzeugung elektronischer Klänge steuert. Midi-Dateien eignen sich gut zur Einbindung in Webseiten, da sie sehr wenig Speicherplatz benötigen und ohne zusätzlichen Player abgespielt werden können. Die Wiedergabequalität ist sehr unterschiedlich, da sie von der Art und Qualität der Soundkarte abhängt, die Midi-Dateien häufig nur in geringer Qualität wiedergeben können.

MP3 (Endung .mp3)
Das MP3 -Format hat sich aufgrund seiner hohen Kompressionsrate bei guter Wiedergabequalität als beliebtes Format für Audiodateien insbesondere im Internet etabliert. Das MP3-Format ist streamingfähig, der Speicherbedarf liegt bei ca. 1 MB pro Minute.

Ogg Vorbis (Endung .ogg)
Ogg Vorbis ist ein Open Source Produkt, das sich in letzter Zeit zunehmend als Alternative zu MP3 etabliert und inzwischen von zahlreichen Audioplayern unterstützt wird. Ein Vorteil ist die im Vergleich zu anderen komprimierten Formaten gute Wiedergabequalität.

Real Audio (Endung .ra, .rm, .ram)
Real Audio ist ein hochkomprimiertes Format, das aufgrund spezifischer Eigenschaften insbesondere zur Echtzeitübertragung im Internet (Streaming) geeignet ist.

Wave (Endung .wav)
Das Wave -Format ist das Windows-Standardformat für unkomprimierte Audiodateien und von den allermeisten Audioplayern abspielbar. Die Wiedergabequalität ist optimal, allerdings benötigen Wave-Dateien viel Speicherplatz (ca. 10 MB pro Minute). Es eignet sich insbesondere für die Speicherung auf CD und als Arbeitsformat für die Audiobearbeitung.

WMA (Endung .wma)
Das WMA -Format (Windows Media Audio) ist das Windows-Standardformat für Streaming Audio, das von vielen Audioplayern unterstützt wird. Das Format erlaubt die Integration eines Kopierschutzes, der Urheberrechte mittels des Digital-Rights-Management-Systems (DRM) schützen soll.

Letzte Änderung: 03.08.2007


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