|
|
 |
Bilder erstellen
|
Zur Erstellung von Bilddateien kann vorhandenes Material digitalisiert oder neues erstellt werden, z. B. mit Hilfe einer Digitalkamera oder eines Zeichenprogramms.
Scannen
Vorhandenes Bildmaterial können Sie durch Scannen digitalisieren. Das
Ergebnis ist dabei stets ein pixelbasiertes Bild, Vektorgrafiken können
durch einen Scannvorgang nicht gewonnen werden. Wir haben für Sie einen
kurzen
Überblick über die wichtigsten Grundbegriffe beim
Scannen
wie TWAIN, Farbtiefe und Auflösung zusammengestellt.
Die richtigen Einstellungen für Farbtiefe und Auflösung beim Scannen von
Bildvorlagen hängen zum einen von der Art der Vorlage und zum anderen vom
geplanten Verwendungszweck der entstehenden Datei ab. Außerdem ist zu
beachten, dass bei hohen Werten schnell eine extrem große Datei entstehen
kann, die nur mit einem sehr leistungsstarken Rechner weiterverarbeitet
werden kann.
Farbtiefe
Je nach Art der Vorlage empfehlen wir folgende Werte:
Fotos und andere Bilder (Farbe oder Graustufen): „True Color“ (24 bit, 16,7
Millionen Farben).
Wenigfarbige Grafiken, Text: Graustufen (6-8 bit, 64-256 Farben)
Auflösung
Für Bilder, die ausschließlich am Bildschirm betrachtet werden sollen,
reicht grundsätzlich eine Auflösung von 72 dpi aus, da eine größere
Auflösung von gängigen Bildschirmen nicht dargestellt werden kann.
Bilder, die für den Druck vorgesehen sind, erfordern eine größere Auflösung,
da ansonsten die Bildqualität im Ausdruck zu schlecht ist. Je nach Art der
Vorlage empfehlen wir folgende Werte:
- Fotos und andere Bilder (Farbe oder Graustufen): 150-300 dpi
- Wenigfarbige Grafiken, Text: 300-600 dpi
Digitalkamera
Möchten Sie neue digitale Fotos erstellen bietet sich die Verwendung
einer Digitalkamera an. Solche Kameras sind sehr verbreitet und werden
inzwischen häufiger verkauft als die herkömmlichen analogen. Bei der Auswahl
einer Digitalkamera sollten Sie folgendes beachten:
- Die Bildqualität hängt mindestens ebenso stark von der Qualität des
Objektivs und der internen Software ab wie von den meist aggressiv
beworbenen Pixelzahlen.
- Die benötigte Pixelzahl hängt vom Einsatzzweck ab: Um Bilder für die
Veröffentlichung im Internet zu erstellen reicht eine einfache
Digitalkamera meist völlig aus, großformatige Papierabzüge in guter
Qualität erfordern hingegen eine (teure) Profiausrüstung.
Zum Lieferumfang einer Digitalkamera gehören in aller Regel ein Kabel und
Software um die Bilder auf den Computer zu übertragen. Als Schnittstelle ist
inzwischen der
USB-Port Standard. Meist wird zusätzlich ein einfaches
Bildbearbeitungsprogramm mitgeliefert, um die Bilder am Computer
weiterzuverarbeiten.
Möchten Sie Bilder erstellen, die im Internet veröffentlicht
werden sollen, sollten Sie schon bei der Aufnahme eine geringe Auflösung
wählen. Hier reicht eine Auflösung von 72 dpi aus, da gängige
Bildschirme keine höhere Auflösung darstellen können.
Weitere Informationen sowie Tests rund um das Thema Digitalfotografie stellt
die Stiftung Warentest unter
http://www.test.de/themen/bild-ton/
zur
Verfügung.
Bildbearbeitungsprogramme
Wie der Name schon andeutet, sind derartige Programme eher dazu geeignet,
bereits existierende Bilder anzupassen, anstatt neue Bilder damit zu
erstellen. Allerdings können vor allem vektorbasierte Zeichnungen, Grafiken,
Logos, Layouts usw. mit etwas Geschick und mit Hilfe dafür
vorgesehener Zeichenprogramme selbst erstellt werden. Für eine
Erklärung des Unterschieds zwischen Pixel- und Vektorgrafiken informieren
Sie sich hier. Wir haben für Sie eine
Liste an Bildbearbeitungsprogrammen
(sowohl für
pixel- als auch vektorbasierte Bilder) zusammengestellt.
Formate
Je nach Art der Abbildung und des Verwendungszwecks kommen verschiedene
Bildformate in Frage. Dabei gelten grob die folgenden Faustregeln: Für
strichhafte Grafiken (Layouts, Logos usw.) und für den Printbereich sind
vektorbasierte Formate zu bevorzugen, da diese frei in ihrer Größe
skalierbar sind und dabei keinerlei Qualität einbüßen. Zwar kommen auch
verlustfrei komprimierende pixelbasierte Formate für den Printbereich in
Frage, die Dateigröße wächst dabei aber um viele Größenordnungen.
Pixelbasierte Formate sind immer dann zu empfehlen, wenn viele Details,
zusammenhängende Flächen und vor allem Farbübergänge ins Spiel kommen - also
z. B. bei Bildern mit Fotocharakter.
Für eine Veröffentlichung im Internet sind aktuell GIF und JPEG die Formate
der Wahl: Zum einen können sie von allen aktuellen
Browsern
dargestellt werden, zum anderen erzeugen sie durch spezielle
Komprimierungsverfahren kleine Dateigrößen und können so lange Ladezeiten
vermeiden. Im folgenden werden nicht nur diese beiden, sondern auch weitere
vektor- und pixelbasierte Formate kurz vorgestellt.
Pixelbasiert
-
GIF
Das Graphics Interchange Format kann lediglich maximal 256 Farben (8
bit Farbtiefe) darstellen. Die Kompression beruht zum einen auf der
Beschränkung auf die wirklich notwendigen Farben, zum anderen auf einem
speziellen verlustfreien Verfahren, der sogenannten LZW-Kompression. Das
GIF eignet sich sehr gut für Grafiken und einfache Bilder mit wenigen
Farben, für Fotos ist es dagegen weniger geeignet. Durch das Speichern
mehrerer Bilder, die vom Browser nacheinander dargestellt werden, können
zudem einfache
Animationen
erzeugt werden. Zudem bietet GIF (1-Bit-)Transparenz an, d.
h. eine Farbe kann als 100% transparent deklariert werden. Als gute
Alternative zu GIF kann auch das
PNG-Format mit einer auf 8-Bit reduzierten Farbtiefe (PNG8) verwendet
werden, welches mit noch kleinere Dateigrößen auftrumpfen kann (s.
u.).
-
JPEG
Das JPEG-Format (Joint Photographic Experts Group) kann Bilder im
„True Color“-Modus (24 bit, 16,7 Millionen Farben) speichern und ist daher
insbesondere geeignet für Fotos und vielfarbige Grafiken mit Farbverläufen.
Das komplexe Komprimierungsverfahren reduziert die Dateigröße erheblich,
dabei gehen jedoch Detailinformationen verloren. Der Komprimierungsgrad
kann ausgewählt werden, wird nicht zu stark komprimiert ist der
Informationsverlust für das menschliche Auge praktisch nicht zu erkennen.
Es sollten jedoch nur Bilder, die nicht mehr für eine weitere Verarbeitung
vorgesehen sind, in diesem Format abgespeichert werden, da
Mehrfachspeicherung erneut Qualitätsverluste mit sich bringt.
Die folgenden Abbildungen illustrieren die Vor- und Nachteile der Formate
GIF und JPEG:
|
|
|
|
Format JPEG (Größe 14kb)
|
Format GIF (Größe 13kb)
|
|
|
|
Format JPEG (Größe 9kb)
|
Format GIF (Größe 5kb)
|
-
BMP
Das BMP (BitMaP)-Format ist ein Windows-Standardformat, das häufig für
Hintergrundgrafiken verwendet wird. Es kann bis zu 16,7 Millionen Farben
(24 bit, „True Color“) speichern. Da der benötigte Speicherplatz von
BMP-Dateien sehr hoch ist ist ihre Verwendbarkeit eingeschränkt.
-
TIFF
Das TIFF (Tagged-Image file Format)- Format ist ein universelles Format,
das von den allermeisten Programmen und
Betriebssystemen
unterstützt wird und sich daher insbesondere zum
Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Plattformen eignet. Es kann
Grafiken verschieden komprimiert oder unkomprimiert und mit bis zu 16,7
Millionen (24 bit, „True Color“) speichern. Darüber hinaus werden diverse
zusätzliche Funktionen wie z. B. Bildunterschriften unterstützt.
-
PNG
Das PNG (Portable Network Graphics)-Format wurde als Alternative zum GIF
entwickelt, konnte sich bisher jedoch, v. a. aus Gründen mangelnder
Browser-Unterstützung, nicht durchsetzen. Neben der bereits oben
angedeuteten effizienteren Kompression kann es im Gegensatz zum GIF Bilder
auch im „True Color“-Modus (24 bit, 16,7 Millionen Farben) speichern und
bietet einen 16-Bit Alphakanal für nahezu stufenlose
Transparenzeffekte.
Vektorbasiert
- SVG
Das vom World Wide Web Consortium (www.w3c.org) entwickelte, offene Format "Scalable
Vector Graphics" verwendet zur Beschreibung von Grafiken die
XML-Baumstruktur. Es bietet Unterstützung für Animationen und kommt vor
allem im
WWW
zum Einsatz, wobei dort allerdings wegen der
mangelnden Browserunterstützung
auf
viele Funktionen verzichtet werden muss. Neben der Erstellung komplexer
grafischer Strukturen mit Hilfe grafischer Primitive wie Kreisen oder
Rechtecken kann auch Text erstellt und pixelbasierte Elemente in ein
SVG-Dokument eingebunden werden.
- AI
AI (Dateiendung .ai) ist das proprietäre Dateiformat der Anwendung
Adobe Illustrator. Es basiert im Grunde auf dem
Portable Document Format (PDF). Das Format wird für Vektorgrafiken verwendet, deren Bearbeitung
noch nicht abgeschlossen ist ("Arbeitsformat"). Beim Speichern im AI-Format
bleiben alle für die Bearbeitung benötigten Informationen erhalten. Es ist
damit vergleichbar mit dem
PSD-Format
des pixelbasierten Bildbearbeitungsprogramms
Adobe Photoshop. Zudem lassen sich AI-Dateien mit
anderen Adobe-Produkten wie
InDesign
oder Photoshop öffnen und
bearbeiten.
- EPS
Encapsulated PostScript ist ein Vektorgrafikformat, dessen Inhalt in der
Seitenbeschreibungssprache PostScript verfasst wird. Es kommt daher sehr
häufig im Printbereich zum Einsatz, um skalierbare Grafiken in
PostScript
- oder PDF-Dateien einzubinden. Allerdings ist es ein eher
primitives Grafikformat, unterstützt beispielsweise keine
Transparenzeffekte. Zudem sind die Dateigrößen für ein vektorbasiertes
Format eher groß.
- SWF
Shockwave Flash ist das Einsatzformat des Autorenwerkzeugs Adobe Flash (das
Arbeitsformat ist FLA). Es ist das wohl am weitesten verbreitete Format zur
Darstellung multimedialer und interaktiver Inhalte im WWW (z. B. für
Werbebanner, Spiele, Animationen, Videos und sogar ganze
Websites), obwohl dafür ein proprietäres Browser-Plugin, der
Flash Player, benötigt wird. Neben all den vielfältigen
Anwendungsdomänen, die von Flash profitieren können, sind damit auch
einfache, vektorbasierte Grafiken möglich.
Letzte Änderung:
23.08.2012
Kommentare (0)
Um eigene Kommentare zu verfassen, melden Sie sich bitte an.
|
|
|