Anwendungsprogramme zur Bearbeitung von Videodateien eröffnen vielfältige Möglichkeiten. So können Sie Ihr Videomaterial schneiden, Störfaktoren wie Rauschen oder falsche Belichtung korrigieren, diverse Effekte erzeugen und vieles mehr.
Zudem können Sie das Video in das für den jeweiligen Einsatzzweck geeignete
Format konvertieren. Wollen Sie beispielsweise Videomaterial im Internet zur
Verfügung stellen, sollten Sie ein Format mit einer hohen Komprimierungsrate
oder/und ein
streaming
-fähiges Format wählen.
Komprimierung
Wieviel Speicherplatz der fertige Videofilm in Anspruch nimmt, hängt
von einer Reihe von Faktoren ab, u. a. der gewählten Auflösung, der
Datenrate und des verwendeten
Codecs. Die meisten Kompressionsverfahren sind verlustbehaftet, d. h. es
gehen Detailinformationen unwiederbringlich verloren. Um umfangreiches
Videomaterial am Rechner bearbeitbar zu machen, ist jedoch eine starke
Reduzierung der Datenmenge unumgänglich. Beachten Sie, dass auf dem System,
auf dem das Video abgespielt werden soll, der gleiche Codec, der zur
Kompression verwendet wurde, installiert sein muss. Nähere Informationen zu
den Eigenschaften der einzelnen Formate und Codecs finden Sie unter
Video erstellen.
Schneiden und Effekte
Mit modernen Anwendungsprogrammen zur Bearbeitung von Videos können Sie Ihre
Filme nicht nur schneiden, sondern auch durch gezielte Bearbeitung eine
Verbesserung des Ursprungsfilms, der z. B. von einer VHS-Kassette überspielt
wurde, erreichen. So lassen sich beispielsweise Rauschen entfernen,
Farbkontraste erhöhen, Unschärfen abschwächen und vieles mehr. Außerdem
können Sie meist eine Vielzahl von Effekten wie z. B. Überblendungen
einfügen und eine Menüstruktur erstellen, die eine Navigation innerhalb des
Films erleichtert.
Bei den meisten Programmen kann das Video in mehrere Spuren und Tracks
unterteilt werden, die dann auf einer Zeitleiste per
Drag & Drop
angeordnet und mit den gewünschten Effekten
versehen werden können. Mit den in aller Regel enthaltenen Texteditoren
können Titel, Vor- und Abspänne usw. eingefügt werden. Ein großer Vorteil
der digitalen Videobearbeitung ist die Möglichkeit, die Auswirkungen der
einzelnen Arbeitsschritte direkt kontrollieren und bei Bedarf rückgängig
machen zu können.
Die meisten Programme unterstützen zudem das Brennen des fertigen Films auf
CD oder DVD.
Neben einigen kostenintensiven Profi-Programmen stehen eine Anzahl günstiger
oder sogar kostenloser Programme zur Verfügung. Wir haben für Sie eine
Liste mit geeigneten Videobearbeitungsprogrammen
zusammengestellt.
Das Bearbeiten eines digitalen Videos ist komplex. Es erfordert nicht nur
eine leistungsstarke Technik, es sind auch recht umfangreiche Vorkenntnisse
oder die Bereitschaft, sich intensiv in die jeweiligen Möglichkeiten der
Hard- und Softwarekonfiguration einzuarbeiten, notwendig.
Oftmals stehen an Hochschulen Plätze zum Bearbeiten digitaler Videos zur
Verfügung. Teilweise werden auch Schulungen und Beratungen zu Videoschnitt
und -bearbeitung angeboten. Das Rechen- oder Medienzentrum Ihrer Hochschule
kann Ihnen zu entsprechenden Angeboten Auskunft geben.