Für ein etwas breiter angelegtes Vorhaben kann der Einsatz eines LMS den
Vorteil haben, dass die unterschiedlichen Funktionen "aus einer Hand"
kommen: Sie müssen sich nicht getrennt über die Aufbereitung von Inhalten,
die Bereitstellung von Dokumenten, das Einrichten von Kommunikationsräumen
oder das Design Gedanken machen und dies alles dann im Nachhinein wieder
zusammenführen. Zudem ist der zeitliche Aufwand sowie das notwendige
technische Know-how deutlich höher, will man eine große Bandbreite an
Funktionen ohne LMS umsetzen. Darüber hinaus sind einmal erstellte Inhalte
und Strukturen für weitere Projekte wiederverwendbar.
Dies bedeutet jedoch zugleich, dass der Rahmen des Machbaren durch das
System abgesteckt ist: Die Möglichkeit, komfortabel und relativ schnell auch
komplexere Lernarrangements erstellen zu können wird mit einem gewissen
Mangel an Flexibilität erkauft. Aus didaktischer Sicht sind die
Möglichkeiten, die Lernmanagementsysteme bieten, durchweg noch recht
dürftig; beim Design didaktischer Arrangements sind der Kreativität enge
Grenzen gesetzt.
Über spezielle Vor- und Nachteile einzelner Systeme informieren Sie sich
in unseren
Produkt-Steckbriefen.
Ob die Verwendung eines LMS mit einem Mehrwert für die Lehre verbunden
ist, hängt entscheidend davon ab, wie sein Einsatz in die Präsenzlehre
integriert wird. Um die Möglichkeiten eines LMS auszuschöpfen, müssen die
didaktischen und organisatorischen Konsequenzen des Einsatzes bedacht und
gesteuert werden.