Viele frei zugängliche webbasierte Dienste lassen sich als Distributionskanäle verwenden. Werden diese zur Verbreitung von Mediendaten genutzt, spricht man auch von Media-Sharing-Diensten. Als Anwendungsmöglichkeit im Bereich Cloud Computing ist der Aufwand bei ihrer Nutzung vergleichsweise gering.
Die Verbreitung von Inhalten über das Internet setzt in der Regel bestimmte Vorarbeiten voraus.
Web- und
FTP-Server
müssen zunächst aufgesetzt,
LMS
und Content Management System
installiert und angepasst werden.
Auch wenn diese Schritte bereits erfolgt sind, besteht die Möglichkeit, dass ein bereits
bestehendes System nicht oder nicht so gut für die Veröffentlichung des gerade genutzten Formates geeignet ist.
Eine Bildergalerie kommt nicht zur Geltung oder wird erst gar nicht wahrgenommen,
wenn sie in Form einzelner
Links
zum Download angeboten wird. Ein Video wird seltener angesehen,
wenn es nicht direkt über den Browser gestartet werden kann. Unter Umständen soll der
Download einer Mediendatei erschwert werden oder der Benutzer soll unabhängig von den
installierten Programmen auf seinem Computer Texte, Präsentationen, Bilder und Videos mithilfe des
Browsers
betrachten können.
Wie aber lassen sich Inhalte schnell und ohne großen Aufwand verbreiten und einfach zugänglich machen,
wenn keines der zur Verfügung stehenden Systeme die gewünschte Funktionalität bietet?
Lösung
Die einfachste und schnellste Möglichkeit Inhalte zu veröffentlichen,
ist die Nutzung eines webbasierten Dienstes, wie
YouTube,
Flickr oder
Slideshare,
welcher sich auf das zu veröffentlichende Format spezialisiert hat.
Dahinter steht die Idee, Software als einen Service zu betrachten. Weitere Informationen
zu diesem Thema finden Sie in der Vertiefung zu
Cloud Computing.
Distribution von Materialien mithilfe webbasierter Dienste
Solche Dienste bieten oft nicht nur eine maßgeschneiderte Lösung für die Verbreitung der gewünschten Materialien,
sie sind in der Regel sehr benutzerfreundlich und erleichtern somit den gesamten Prozess der Distribution erheblich.
Viele Anbieter dieser Dienste bieten Nutzern über die Funktion der eigentlichen Distribution hinaus weitere interessante
Möglichkeiten. Eingebaute Suchfunktionen, eine angeschlossene Community oder die schnelle Indexierung durch Suchmaschinen
machen das Angebot attraktiv. Es kann also durchaus sinnvoll sein, webbasierte Dienste als zusätzliche Distributionskanäle
zu nutzen, um so eine bessere Sichtbarkeit der eigenen Materialien zu erreichen.
Details
Um webbasierte Distributionskanäle zu nutzen, sind nach dem Aufruf der Webadresse des entsprechenden Dienstes
weitere Schritte für die Veröffentlichung von Materialien erforderlich, die hier kurz dargestellt werden:
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Zur Nutzung des Dienstes ist in vielen Fällen zunächst eine Registrierung notwendig.
Zwar ist das Suchen und Sichten der Inhalte meist auch ohne Anmeldung möglich, um aber eigene Inhalte zur Verfügung
zu stellen, ist in der Regel eine Anmeldung und die Zustimmung zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Dienstes
notwendig.
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Ist das Hochladen von Materialien nur für angemeldete Benutzer möglich, erfolgt im nächsten Schritt die Anmeldung bei dem
Dienst. Dies kann abhängig von den vorhanden Möglichkeiten über die Website, aber auch über eine spezielle
Schnittstelle automatisiert erfolgen.
- Nun folgt das eigentliche Hochladen der gewünschten Materialien. Dazu bieten die Dienste in der
Regel ein Upload-Formular an. Verfügt der Dienst über eine entsprechend ausgestattete Schnittstelle, kann das Hochladen
auch mithilfe einer Desktop-Anwendung, per E-Mail oder eines zusätzlichen Tools erfolgen. Näheres dazu finden Sie
unter dem Punkt Beispiel in diesem Artikel.
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Sind die Materialien hochgeladen, schließt sich der eigentliche Publikationsprozess an. Je nach Dienst, sind verschiedene
Datenschutzeinstellungen möglich. Sie können sich entscheiden, ob Sie die Inhalte nur bestimmten Gruppen oder der
Allgemeinheit zugänglich machen wollen. Ist die Publikation erfolgt, stehen die Inhalte den zugeordneten Nutzergruppen
zur Verfügung.
Stolperstein
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Einige populäre Dienste stehen ausschließlich in englischer Sprache zur Verfügung. Die reine Nutzung der Dienste bereitet
oft trotz geringer Kenntnisse der Sprache keine Probleme, ein tiefergehenderes Verständnis der Allgemeinen
Geschäftsbedingungen ist aber nur mit guten Sprachkenntnissen zu erreichen.
Vorteile
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Ein Vorteil webbasierter Dienste ist die Geschwindigkeit, mit der ein Publikationsprozess erfolgen kann. Oft ist der Nutzer
schon nach wenigen Mausklicks am Ziel und kann andere Personen über die zur Verfügung gestellten Materialien informieren.
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Durch ihre Spezialisierung auf die Veröffentlichung bestimmter Materialien, zeichnen sich viele Dienste durch ihre einfache
Bedienbarkeit aus. Auch weniger erfahrene Anwender kommen ohne Kenntnis der dahinterliegenden Prozesse und genutzten Systeme
ans Ziel.
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Viele Dienstanbeiter bieten neben dem eigentlichen Distributionskanal noch weitere sinnvolle Features. So können die hochgeladenen
Materialien durch Tagging mit zusätzlichen Annotationen oder darüber hinaus mit
Lizenzen
versehen werden. Die Inhalte lassen sich wahlweise bestimmten Gruppen, den Community-Mitgliedern oder
allen Internet-Nutzern zur Verfügung stellen.
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Mit dem Zusammenwachsen der Dienste bieten viele Dienstanbieter die Möglichkeit, Inhalte über den eigentlich
genutzten Dienst hinaus weiter zu verbreiten, etwa durch Einbinden in
Blogs
oder
Online-Communities.
Nachteile
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Die einfache Nutzung der Dienste täuscht manchmal über die dahinter stehenden komplexen Prozesse und eingegangenen
Vertragsverhältnisse hinweg. Beispielsweise ist vielen Nutzern nicht klar, dass dem Dienstanbieter unter
Umständen mit ein zwei Klicks ohne Absicht weitreichende Verwertungsrechte der publizierten Inhalte übertragen werden können.
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Auch die weltweite Sichtbarkeit der Inhalte und die Indexierung durch Suchmaschinen ist nicht jedem Benutzer bewußt.
Die publizierten Materialien stehen unter Umständen auch Personen oder anderen Diensten zur Verfügung, denen sie gar nicht
zugänglich gemacht werden sollten.
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Durch die Nutzung eines Dienstes entsteht eine gewisse Anhängigkeit vom Dienstanbieter. Gerade wenn die permanente
Verfügbarkeit der Materialien von entscheidender Bedeutung ist, sollten die publizierten Inhalte auch noch an anderer
Stelle vorgehalten werden. Besonders kostenlose Anbieter behalten sich das Recht vor, Inhalte zu löschen, ihre
Geschäftsbedingungen zu änderen, oder den Dienst komplett einzustellen.
Beispiel
Die Veröffentlichung von Materialen über die Distributionskanäle verschiedener Anbieter soll hier am Beispiel des
Firefox Add-Ons Fireuploader verdeutlicht werden.
Es handelt sich dabei um eine Programmerweiterung für den freien Webbrowser Firefox, mir der sich Distributionskanäle
verschiedener webbasierter Dienstanbieter bedienen lassen. Die vielseitig einsetzbare Programmerweiterung ermöglicht das Hoch-
und Herunterladen von Dateien zu verschiedenen Diensten über eine einzige Benutzeroberfläche.
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Um den Fireuploader nutzen zu können, wird zunächst eine lauffähige Installation des Webbrowsers
Firefox benötigt.
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Anschließend kann die Browsererweiterung
Fireuploader
installiert werden.
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Nach erfolgter Installation kann das Programm ähnlich eines FTP-Programms bedient werden. Accounts lassen sich anlegen,
Dateien hoch- und herunterladen. Zusätzlich können weitere anbieterspezifische Möglichkeiten, wie beispielsweise das
Anbringen zusätzlicher Informationen an die hochgeladenen Materialien (Tagging), genutzt werden.
Werkzeuge
Es folgt eine Liste einiger Dienstanbieter, die die Distribution verschiedener Materialien unterstützen:
Weitere Informationen: