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Tablet PCs und Stiftbasierte Tablets

Unter Tablet PCs wurden bisher einfache Grafiktablets, LCD-Tablets und Tablet PCs (Tafel-PC oder Tafelrechner) zusammen gefasst, als geeignete Alternative oder Ergänzung zu den großformatigen elektronischen Tafeln. Gemeinsam ist ihnen neben der handlichen Größe die Bedienung mittels eines speziellen Stiftes, der die Eingabe handschriftlicher Notizen und Skizzen erlaubt. Mit Erscheinen des iPad von Apple (im Frühjahr 2010) hat sich das Bild allerdings rasch und deutlich gewandelt.

Tablets
Seit dem Erscheinen des iPad von Apple werden nun unter Tablets kleine (Bildschirmdiagonale 7 bis 10 Zoll), leichte (Gewicht<1000g) Geräte verstanden, die mit Sensorbildschirm ausgestattet sind und deren Bedienung mit Fingergesten (multi-touch) erfolgt. Sie besitzen keine externe Tastatur (eine virtuelle Tastatur kann auf dem Bildschirm eingeblendet werden), keine Maus und keinen Eingabestift. Die Geräte sind nicht mit klassischen PCs kompatibel sondern orientieren sich in der Funktionalität an Smartphones. Auch deren Betriebssysteme werden in angepasster Form verwendet (iOS sstatt Mac OS X beim iPad, Andoid bzw. Windows Phone 7 bei den Konkurrenzprodukten). Programme für die Tablets werden Apps genannt und sind in speziellen App-Stores der Hersteller zu beziehen.

Einige (amerikanische) Hochschulen haben mit der 1:1-Ausstattung der Studienanfänger mit Tablets begonnen und erproben ihre Nutzung in vielfältigen Kontexten, z.B. als Lesegeräte für E-Books oder zur Datenerfassung im Feld:
George Fox University: Students will get choice: iPad or MacBook
University of Notre Dame: Notre Dame launches eReader study, creates first paperless course

Grafiktablets
Stiftbasierte Grafiktablets, die in der kleinsten Variante etwa die Größe eines Mauspads haben, sind vor allem für den Einsatz im grafischen Bereich gedacht. Die Grafiktablets werden über ein  serielles Kabel, ein  USB -Kabel oder per Funk mit einem Rechner verbunden. Die Eingaben des Stiftes werden von der berührungsempfindlichen Oberfläche registriert und am Bildschirm wiedergegeben. Grafiktablets können als Mausersatz benutzt werden, bieten aber darüber hinaus (abhängig von der Softwareausstattung des Tablets) vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Sie ermöglichen die Erstellung von Skizzen und Zeichnungen und können die Textverarbeitung mittels Handschrifterkennung unterstützen. Auch die Verschlüsselung von Dateien mit der eigenen Unterschrift ist so möglich.

Grafiktablet der Firma Aiptek


LCD-Tablets
Tablets mit Flüssigkristallanzeige bieten die Möglichkeit, die Stifteingaben auf dem Display des Tablets zu verfolgen. Dadurch sind handschriftliche Eingaben und Bildbearbeitung einfacher, schneller und genauer, da die Nutzer nicht den Vorgang auf dem Bildschirm des Rechners verfolgen müssen. LCD-Tablets besitzen allerdings eine geringere Auflösung als Grafiktablets und sind für den professionellen Grafikeinsatz nur bedingt geeignet. Sie eignen sich gut für die intuitive Bedienung des Rechners und für Präsentationszwecke.

Eine Anwendungsmöglichkeit in der Lehre besteht darin, ein an den Präsentationsrechner angeschlossenes LCD-Tablet in das Stehpult eines Hörsaals einzusetzen. Dadurch sind die Vortragenden in der Lage, stiftbasiert Programme oder Internetseiten vorzuführen, Präsentationen aufzurufen sowie Anmerkungen, Hervorhebungen und Notizen sichtbar aufzuzeichnen. Es entsteht eine günstige Alternative zu einer Rückprojektionstafel, da auch sehr große Projektionsflächen genutzt werden können.

LCD-Tablet der Firma Wacom

klassische Tablet PCs
Tablet PCs (auch Tafel PCs oder Tafelrechner genannt) sind tragbare Rechner, die mit Hilfe eines Stifts über den Flüssigkristallbildschirm bedient werden. Bei Tablet PCs handelt es sich um einen von der Firma Microsoft definierten Standard, der eine adaptierte Version von Windows XP als Betriebssystem einsetzt. Der Bildschirm selbst ist nicht berührungsempfindlich, stattdessen erfasst ein unter der Bildschirmoberfläche befindlicher so genannter Digitalisierer die elektromagnetischen Signale des Stifts. So kann der Bildschirm - wie bei der normalen Schreibbewegung - von der Hand berührt werden, ohne die Erfassung zu beeinflussen.

Tablet PCs haben in etwa den gleichen Funktionsumfang wie Laptops, die Hardwareausstattung unterscheidet sich je nach Modell. Man kann zwei Modellgruppen unterscheiden: Leichte Tablets, die eine abnehmbare Tastatur besitzen oder mit externen Geräten kombiniert werden können, und Tablets mit integrierter Tastatur und optischen Speichergeräten (DVD/CD-Laufwerken), die vollfunktionsfähige Laptops mit der zusätzlichen Möglichkeit der Bildschirmeingabe sind. Die Bildschirme der Tablet PCs sind dreh- und schwenkbar, sie können im Hoch- und Querformat genutzt werden.

Für den Einsatz in Präsenz- und telemedialen Lehrszenarien bieten die Tablet PCs einige Vorteile. Sie ermöglichen nicht nur eine - auch spontane - Visualisierung von Gedanken und Ableitungen durch handschriftliche Anmerkungen und Skizzen, sondern auch das Dokumentieren von Beiträgen der Studierenden während der Veranstaltung.

                  

                  

leichtes Tablet der Firma HP

Tablet PC mit integrierter
Tastatur der Firma Acer

Letzte Änderung: 18.01.2011


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