Glossar

Der Glossar von e-teaching.org enthält sprachliche Erklärungen zum Wortschatz der Website. Die enthaltenen Definitionen sollen das eindeutige Verständnis der verwendeten Begriffe ermöglichen.

670 Glossarbegriffe:

AIR/Adobe Integrated Runtime

Bei Adobe Integrated Runtime (AIR) handelt es sich um eine Laufzeitumgebung für plattformübergreifende Rich Internet Applications (RIAs). Mit AIR wird es möglich Webanwendungen auf den Desktop zu holen und ohne Browser auszuführen.

Ajax

Ajax (Asynchronous JavaScript and XML) koppelt diverse Techniken wie JavaScript, XHTML, HTML und XML. Dabei werden im Hintergrund JavaScript-Anweisungen vom Browser an die Ajax-Engine geschickt und von dort aus (per XMLHttpRequest) asynchron Daten zum und vom Webserver übertragen. Dadurch können sich Inhalte einer Webseite oder -anwendung auch ohne kompletten Neuladevorgang ändern. Diese Form des Datenaustauschs zwischen Client-Browser, Ajax-Engine und Webserver ermöglicht die Erstellung eindrucksvoller, dynamischer Webanwendungen. Google liefert in mehreren Projekten (Google Maps, Google Docs usw.) Beispiele für den Einsatz von Ajax. Auch viele der hochgelobten Web-2.0-Angebote wie die Fotoseite flickr setzen die Ajax-Technik für viele ihrer nützlichen Funktionen ein.
Weiterführende Informationen und Links finden Sie im Wikipedia-Artikel zu Ajax.

Alphakanal

Über den Alphakanal werden bei der Farbdarstellung auf Monitoren oder in Videos Informationen über die Transparenz von Bildpunkten (Pixel) transportiert. Neben den drei Kanälen Rot, Grün und Blau (RGB) für die Farbdarstellung auf dem Bildschirm oder der CMYK-Kodierung für die Druckfarben wird über den Alphakanal zusätzlich ein Byte pro Pixel für die Information über die Durchsichtigkeit benötigt. Damit lassen sich 256 Graustufen darstellen, die die Sichtbarkeit, beziehungsweise Deckkraft des jeweiligen Pixels in einem Bild bestimmen. Ein weißer Pixel (255) im Alphakanal erzeugt auf dem Monitor einen zu 100% sichtbaren Pixel im Gesamtbild. Ein schwarzer Pixel (0) im Alphakanal lässt das Gesamtbild an dieser Stelle durchsichtig erscheinen.

Anchored Instruction

Instructional-Design-Modell, das auf die Verbesserung der Anwendung von Wissen zielt und zugleich projektorientierte Aufgaben zulässt. Kern ist ein narrativer Anker. Interdisziplinäre Fragestellungen werden unter Verwendung audiovisueller Medien bearbeitet.
Weitere Informationen bietet der Langtext "Instruktionsdesign".

Animated GIF

Animated GIF ist eine Funktion des GIF-Formats, die das Abspielen mehrerer Einzelbilder einer GIF-Datei in einer definierten Reihenfolge ermöglicht. Animierte GIFs sind im Internet (wieder) sehr verbreitet, da sie von allen gängigen Browsern unterstützt werden. GIF-Animationen haben meistens eine etwas kleinere Datenmenge als andere Animationsformate, wie etwa Java-Applets. Weitere Informationen zu diesem Glossarbegriff finden Sie im vertiefenden Artikel Animated GIF im Portal.

Animatic

Das Animatic (auch: Story Reel) ist ein gefilmtes Storyboard. Es werden die Einzelbilder des Storyboards zu einem Film zusammengefügt und ggf. durch Soundtrack und Dialoge ergänzt. So können z. B. Kameraeinstellungen, Timing und Komposition des Films überprüft werden. Das Animatic ermöglicht die Präsentation einer Idee vor ihrer Umsetzung und ist häufig bei Trickfilmen, Animationen und Spezialeffekten im Film zu finden.

Animation

Animationen entstehen durch das Aneinanderreihen von Bildern mit unterschiedlichen Bildinhalten beziehungsweise Bildpositionen. In Bilder- oder Grafikanimationen werden mehrere Objekte übereinandergelegt. Die einzelnen Bilder aus dem Bilderstapel werden an einer definierten Position in einer bestimmten Reihenfolge eingeblendet.
Weitere Informationen zu diesem Glossarbegriff finden Sie in den Rubriken Medientechnik und Didaktisches Design.

Anker

Als Anker (engl.: anchor bzw. anchor element) wird eine Sprungmarke innerhalb eines HTML-Dokuments bezeichnet. Der Anker stellt einen Link dar, der die Navigation innerhalb von Webseiten ermöglicht. Das zugehörige Tag wird auf der HTML-Ebene mit <a> eingeleitet. Anker werden häufig in längeren Dokumenten (etwa vor Zwischenüberschriften) gesetzt, um die Auffindbarkeit von Textstellen zu verbessern.

Annotation

Eine Annotation ist eine Anmerkung oder Hervorhebung zu einem bereits vorhandenen Text bzw. Dokument.

Ant

Ant (engl.: another neat tool) ist ein Werkzeug zur automatischen Kompilierung von Quellcode-Dateien der Programmiersprache Java. Es ist Open Source und Teil des Apache-Projekts. Zur Ausführung wird eine Java-Laufzeitumgebung benötigt. Die dabei verwendete Steuerdatei (build file) enthält die Kompilieranweisungen in Form von Zielen (targets) und Aufgaben (tasks) im XML-Format. Ähnlich wie sein C++-Äquivalent "make" erleichtert und beschleunigt Ant auf diese Weise die Kompilierung vor allem größerer Projekte.

AoF/Authoring on the Fly

AoF ist ein Softwarepaket, das eine einfache Aufzeichnung und Übertragung einer Vorlesung in ein Multimedia-Dokument erlaubt. Es ist geeignet für das Teleteaching.
Mehr dazu unter http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/63/.

Apache

Der Apache-HTTP-Server ist die meistgenutzte Webserver-Technologie im Internet. Seinen Namen erhielt er vom nordamerikanischen Indianerstamm der Apachen. Daher rührt auch die Feder, die als Logo sämtliche Apache-Produkte ziert. Entwickelt wurde und wird die Technologie von der Apache Software Foundation. Sie besteht aus einer weltweit verteilten Gemeinschaft von Programmierern, die nicht-kommerzielle Open-Source-Projekte entwickeln. Eine Erweiterung des Apache-Webservers um die Fähigkeit, Java-Anwendungen zu interpretieren, bildet der sogenannte Apache-Tomcat-Webserver.

API

API steht im Englischen für Application Programming Interface und bezeichnet eine Programmierschnittstelle, die es dem Programmierer erlaubt, Anwendungen zu gestalten, welche über diese Schnittstelle an ein Softwaresystem gekoppelt werden können. Eine solche Anwendung kann nach festgelegten Regeln mit dem System kommunizieren und beispielsweise Datenbankzugriffe starten oder Inhalte abrufen. Ein Beispiel ist das Google-Maps-API. Hier bietet Google die Möglichkeit per JavaScript Kartenmaterial auf eine Webseite zu integrieren. Ein Webdesigner kann seinen Besuchern auf diese Weise eine anschauliche Routensuche bieten und sie mit eigenen zusätzlichen Informationen versorgen, ohne dass sie seine Seite zu Google hin verlassen müssen.

App

(Originäre, engl. Abkürzung für Application); der Begriff ist mittlerweile eine Bezeichnung für Anwendungsprogramme, die speziell für mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets entwickelt wurden. Erworben werden kann eine App vom Hersteller des jeweiligen Endgeräts über dessen Onlineshop (z.B. Apples App Store, Googles Android Market oder Microsofts Windows Phone Marketplace). Nutzer laden die App direkt aus dem Shop auf ihr Gerät und installieren sie. Da die Endgeräte verschiedener Hersteller auch unterschiedliche Betriebssyteme nutzen, kann eine App normalerweise nicht auf das Gerät eines anderen Herstellers übertragen werden.

Applet

Applet setzt sich aus den Wörtern Application (Anwendung) und Snippet (Schnipsel) zusammen. Applets sind kleine Java-Programme. Sie arbeiten im Webbrowser auf der Client-Seite und können direkt mit dem Benutzer interagieren, ohne Daten mit dem Server austauschen zu müssen. Zur Ansicht muss der Browser Java unterstützen und die Applets mithilfe der Java Virtual Machine (JVM) ausführen.

Application

Anwendung, App, Programm, Software

Application Service

Der Application Service wird durch einen Application Service Provider (ASP; nicht zu verwechseln mit der gleichlautenden Abkürzung für die Active-Server-Pages-Technologie) ausgeführt. Dieser stellt dem Benutzer eine individuell ausgerichtete Softwareanwendung zur Verfügung. Der Benutzer erhält freies Nutzungsrecht. Eigentümer bleibt der ASP. Im Service enthalten sind meistens Beratung und Betreuung des Nutzers. Internetbasierte Application Services haben den Vorteil, dass der Benutzer über das Internet von überall auf sie zugreifen kann. Beispiele für Application Services im Bereich E-Learning sind Lernmanagementsysteme bzw. individuell konfigurierte Lernumgebungen.

Application Sharing

Application Sharing ist eine gemeinsame Anwendung von Programmen, die nicht auf allen beteiligten Rechnern vorhanden sind. Beim kooperativen Arbeiten tritt Application Sharing auf, wenn eine beliebige Software, die nicht bei allen Teilnehmern installiert ist, bei einem Teilnehmer gestartet wird, dessen Rechner dann als Server für die anderen Teilnehmer fungiert. Die Software steht damit allen Teilnehmern auf ihrem Computer zur Verfügung. Dabei können mehrere Benutzer ein Dokument gleichzeitig bearbeiten.
Von Application Sharing wird auch gesprochen, wenn Firmen anderen Unternehmen oder Benutzern via Internet den Zugriff auf Anwendungen (Applications) ermöglichen. Dabei wird die nötige Software nicht gekauft, sondern im Bedarfsfall für die Nutzung "angemietet".
Vgl. dazu: Application Service.
Weitere Informationen zum Thema Application Sharing finden Sie im Bereich Medientechnik.

ARIADNE

Die "ARIADNE Foundation for the European Knowledge Pool" ist eine europäische Organisation mit internationalen Mitgliedern. Die Organisation arbeitet an der Standardisierung des Learning-Object-Metadata-Standards (LOM) der IEEE mit. Das ARIADNE-Metadatenschema ist eine Instanzierung des LOM-Standards. Es berücksichtigt insbesondere die Mehrsprachigkeit in Europa. Die Organisation stellt verschiedene Werkzeuge, wie das Knowledge-Pool-System (KPS), eine verteilte Datenbank, in welcher digitale Lernmodule und deren Metadaten gespeichert werden können, zur Verfügung. Auf den Servern der Interessengemeinschaft werden elektronische Lehr- und Lernmaterialien angeboten.

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