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OER Datenbanken
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Das bekannteste Beispiel für die Sammlung und Bereitstellung von digitalen Lehr-/Lernmaterialien auf Hochschulebene ist die OpenCourseWare Initative des MIT. Die Motivation für die freie Bereitstellung von Lernressourcen resultierte aus einer Studie zu möglichen Geschäftsmodellen des MIT. Die Studie ergab, dass beim Verkauf von Lernressourcen jahrelang nur mit Verlusten gerechnet werden kann
Ermöglicht wurde die Bereitstellung der Ressourcen letztendlich mit der
Förderung durch die Mellon und Hewlett Foundation. Die Einstellung von
Lehr-/Lernmaterialien in die Datenbank funktioniert innerhalb des MIT auf
freiwilliger Basis bzw. in Form von Gruppendruck. 80% der Lehrenden haben
bereits Materialien dort abgelegt. Allerdings stellt sich die Frage, ob
nicht mehr Zurückhaltung besteht, wenn es darum geht, das eigene
Lehrmaterial in die Datenbanken einer fremden Institution einzustellen ( Baraniuk, 2006).
Eine weitere Datenbank in großem Stil ist „LearnSpace“, die Datenbank der
Open University in Großbritannien. Auch diese wird von der Hewlett
Foundation gefördert. Die Datenbank enthält Kurse, die im Rahmen der
Fernuniversität und damit für das selbstverantwortliche Lernen entwickelt
wurden. Die Datenbank ist verknüpft mit dem LabSpace, wo die Lehrenden
Diskussionsforen, ein Videokonferenz-System sowie ein Awareness Werkzeug und
ein Chat-Programm vorfinden. Lehrende mit Schreibrechten können hier
Einheiten bearbeiten und in veränderter Form wieder in das LabSpace
einstellen.
Die Sammlung und Verwaltung von OER wird auf verschiedenen Ebenen
realisiert.
-
auf individueller Ebene
(User-centred, z.B. E-Portfolios):
Dahinter steht die Auffassung, dass jeder Lerner innerhalb seines Studiums
nicht nur konsumiert sondern auch produziert und diese Produkte es wert
sind einer breiten Masse zur Verfügung gestellt zu werden.
-
innerhalb kleiner Communities, wie z.B. in Fachbereichen (z.B.
Standford Encyclopedia of Philosophy)
-
auf Hochschulebene
: Zum Teil ziehen Datenbanken von Hochschulen
auch weite Kreise (wie das Beispiel MIT zeigt). Inzwischen verfügt es
über eine internationale Community an Nutzern, sowohl was das Bereitstellen
als auch was den Abruf von Inhalten betrifft.
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auf internationaler Ebene
Durch eine OER-Datenbank kann die Kooperation und der Austausch zwischen
den Lehrenden innerhalb der Hochschule und darüber hinaus unterstützt
werden. Außerdem können Datenbanken, haben sie sich einmal bewährt, auch
anderen Hochschulen zur Nutzung angeboten werden (eine Politik, die auch das
MIT verfolgt) bzw. die Datenbanken verschiedener Hochschulen – auf
nationaler oder internationaler Ebene - verknüpft werden.
Umfangreiche
Datenbanken von Hochschulen:
-
MIT OpenCourseWare
-
OpenLearn,
Learning Space
und
Lab
Space, sind die Initiativen der Open Universtiy UK
-
OPenER project, Projekt der Open University der
Niederlande
-
AEShareNet, australische Datenbank mir frei
zugänglichen Lehr-/Lernressourcen
-
Connexions
ist ein Portal über das
qualitativ hochwertige Lehr-/Lerninhalte vorwiegend in Englischer Sprache
kostenfrei online zur Verfügung gestellt werden und auch verändert werden
können. Das System wurde an der Rice University entwickelt.
- Digital Repository of Shareable Learning Objects Introducing to
Communication and Media Studies (DIGIREP). Die Datenbank ist ein
Projekt des Instituts Massenkommunikation und Medienforschung der Uni
Zürich und entstand innerhalb des Swiss Virtual Campus. Sie enthält
Selbstlernmaterialien, Fallstudien, Tests und Instrumente für die
Qualitätssicherung in der Lehre.
- In Europa gibt es aktuell die Intitiative MORIL (Multilingual Open
Resources for Independent Learning). Ziel ist es freie
Lehr-/Lernmaterialien in verschiedenen Sprachen zur Verfügung zu
stellen.
- Folgende
Seite der UNESCO
gibt einen Überblick
zu verschiedenen Systemen zur Erstellung von Datenbanken zur Verwaltung von
digitalen Lehr-/Lernmaterialien sowie spezifischen Systemen zur Verwaltung
von Learning Objects.
- Im OER-Wiki der UNESCO findet sich auch eine
Übersicht der wichtigsten
OER-Datenbanken.
Weitere Informationen:
-
educommons
ist eine Software zur Unterstützung und
Verwaltung von Projekten mit OpenCourseWare (OCW). Unter OCW versteht man
universitäre Lehr- und Lernmaterialien, die online verbreitet werden
dürfen. Die Software basiert auf Plone CMS und wurde durch die
COSL-Group
entwickelt.
Letzte Änderung:
17.10.2007
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