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Uni Graz

Die Universität Graz kann heute auf ein sehr breites Spektrum von Entwicklungsleistungen im Bereich der Neuen Medien in Lehre und Forschung verweisen, was insbesondere auf das hohe Engagement der Lehrenden und Forschenden zurückzuführen ist. Daher ist es der Universitätsleitung ein besonderes Anliegen für adäquate Rahmenbedingungen innerhalb der Universität zu sorgen, um diese Entwicklungen zu unterstützen und voranzutreiben.

Mediengestützte Lehre umfasst auch neue Aufgabenfelder, die eine neue Arbeitsteiligkeit im Entwicklungs- und Durchführungsprozess erforderlich machen. Hier bemüht sich die Universität Graz, entsprechende infrastrukturelle und ressourcenbezogene Serviceangebote bereit zu stellen, um auf diese Weise einen qualitativ hochwertigen Medieneinsatz gewährleisten zu können. Neue Medien sind somit Auslöser und Inhalt von Veränderungen.

In diesem Zusammenhang lohnt es sich, den Blick vermehrt auf die wesentlichen Potenziale Neuer Medien zu richten, die nicht in einer Zusatzbelastung münden, sondern Lösungen für Strukturprobleme (z.B. Effizienz- und Qualitätssteigerungen durch die Verzahnung von Lehre und Administration, Befähigung der Studierenden zum selbstregulierten Lernen u.v.m.) der Hochschule bereitstellen können.

In der Vergangenheit hat es zahlreiche Parallelentwicklungen gegeben und die Synergien zwischen den einzelnen Entwicklerinnen und Entwicklern sind ausbaufähig. Daher ist eine entsprechende Positionierung des Themas Neue Medien in der Lehre auf Managementebene von zentraler Bedeutung. Die Universitätsleitung orientiert sich am ‚Policy Statement Neue Medien’ (2002), in dem die Qualitätssteigerung des Präsenzstudiums und der Lehre sowie die Vernetzung und inhaltliche Abstimmung der Serviceeinrichtungen als vorrangige Ziele ausgewiesen sind.

Auch in den Zielvereinbarungen, die mit den Fakultäten geschlossen wurden, sind die Neuen Medien als ein Innovationsbereich verankert. Dies ist strategisch von zentraler Bedeutung, weil zukünftig die Zielvereinbarungen zwischen der Universität und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und die Leistungskennzahlen der Universitäten ebenfalls die Innovationen in der Lehre berücksichtigen werden.

Auf den folgenden Seite erfahren Sie mehr über die Rahmendaten und die Strategieentwicklung der Universität Graz. Zu den Implementierungsdimensionen Didaktik, Technologie, Ökonomie, Organisation und Kultur der Uni Graz gelangen Sie über einen Klick auf die jeweilige Kategorie. Die Fallstudie steht Ihnen außerdem als PDF zur Verfügung.

Rahmendaten

Zahl der Studierenden
21.715 Studierende im WS 2007
1.808 Doktoratsstudierende
Zahl der Lehrenden
1706 Vollzeitäquivalente (VZÄ)
Fakultäten
Katholisch Theologische Fakultät, Rechtswissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften
5 Fakultäten | 72 wissenschaftliche Institute | 11 überfakultäre Einrichtungen | 50 Studienrichtungen


Strategie- und Zielentwicklung

Strategische Anbindung von E-Learning
Forderung nach einer hohen Qualität von Bildung:
  • Kommunikation von Qualitätsmerkmalen durch Entwicklungsplan (2006) und das Handbuch zur Erstellung von Curricula für Bakkalaureats- und Magisterstudien (2006).
  • Definierte Qualitätsmerkmale zielen auf eine erfolgreiche Umsetzung der Bologna-Deklaration.
  • Notwendigkeit von partizipativen Aushandlungsprozessen zwischen Studierenden, Lehrenden und anderen Akteuren für die zielgruppenspezifische Realisierung.
Meilensteine
Vorbereitungsphase (ca. 1 ½ Jahre): Konzeptentwicklung, Festlegung der Geschäftsordnung sowie der Gründungserklärung im Rahmen eines kommunikativen Aushandlungsprozesses.
  • Publikation der vorbereitenden Analyse „Etablierung einer neuen Lernkultur“ als weitere Grundlage.
Changemanagement-Prozesse wurden bereits vor der Gründung der Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer eingeleitet:
  • Analyse der mit E-Learning betrauten Organisationseinheiten
  • Kontinuierliche Einbindung der E-Learning Community
  • Sensibilisierung der Hochschulleitung
 
Strategie
Ziel der Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer ist es, eine tragfähige Struktur für Modellentwicklungen im Bereich Neue Medien in der Lehre zu etablieren. Damit soll in einem arbeitsteiligen Entwicklungsprozess ein geeigneter Rahmen für die mediengestützte Lehre als mehrdimensionales Handlungsfeld geschaffen werden. Gleichzeitig stellt die Verzahnung von Forschung und Lehre sicher, dass die Entwicklungen aus der Kernlehre heraus in einer gesicherten Qualität von Bildungsangeboten münden.

Strategische Ausrichtung:
  • Qualitätsentwicklung in der (mediengestützten) Lehre,
  • Vernetzung der Lehrenden und Forschenden für einen aktiven Wissenstransfer in der Nutzung Neuer Medien in der Lehre,
  • Bündelung und Durchführung von Modellentwicklungen im Bereich Neue Medien in der Lehre.

Zuständigkeit
Die Akademie ist als universitäts- und fakultätsübergreifender Leistungsbereich (gemäß dem Organisationsplan § 13) eingerichtet und ist dem Vizerektor für Studium, Lehre und Personalentwicklung unterstellt. Ihre Ergebnisse haben somit institutionelles Gewicht und fließen direkt in die gesamtstrategischen Überlegungen der Universitätsleitung ein.

Letzte Änderung: 02.08.2007


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