Die audiovisuelle Unterstützung einer virtuellen Kommunikationssituation mittels Videokonferenzsystemen bietet - im Gegensatz zu textbasierter Kommunikation - Zusatzinformationen durch Mimik und Gestik des Gegenübers. Das Niveau von Face-to-face Situationen wird allerdings nicht erreicht.
Mit Videokonferenzen können Sie beispielsweise Kurse an räumlich
getrennten Standorten organisieren, etwa um das Erlernen von
Fremdsprachen zu fördern. Sie können Kontakt zu Kollegen aufnehmen,
externe Experten einbinden oder auch Prüfungs- und Bewerbungsgespräche
führen.
Bei der Auswahl eines bestimmten Videokonferenz-Systems sind
verschiedene technische Fragen zu berücksichtigen. Ein zentraler Aspekt
stellt die Kompatibilität der Systeme dar, die u. a. auf die verwendeten
Protokolle für die Übertragung der Audio- und der Videodaten
zurückzuführen ist. Für die Audio- und Videoübertragung werden oftmals
die in den international etablierten Videokonferenzstandards H.320 (bei
einer Übertragung über ISDN) beziehungsweise H.323 (bei einer
IP
-basierten Übertragung) festgelegten Übertragungsstandards
verwendet.
Konferenzen mit Videokonferenz-Systemen anderer Hersteller sind
prinzipiell möglich, sofern diese dieselben Standards verwenden.
Allerdings sind neben diesen grundsätzlichen Fragen weitere Details
abzugleichen, wie beispielsweise die verwendeten Standards für die
Übertragung des
Whiteboard
und das
Application Sharing, um bei einer Konferenz den vollen
Funktionsumfang der Systeme nutzen zu können.
|
|
Zur Unterstützung von Videokonferenzen kommen zum einen internetbasierte
Systeme, wie MS NetMeeting oder Mbone-Tools in Frage. Zum anderen können
auch ISDN-basierte Videokonferenz-Systeme, wie beispielsweise das Proshare
System der Firma Intel eingesetzt werden.
Beachten Sie deshalb unbedingt die Hinweise der Hersteller zur
Kompatibilität. Nähere Informationen zu aktuellen Hard- und
Softwareentwicklungen bieten die Seiten des
Kompetenzzentrums für Videokonferenzdienste (VCC)
an der
TU Dresden.
Der Einsatz von Videokonferenz-Systemen wirft neben technischen auch eine
ganze Reihe methodischer Fragen auf. Spezifische Hinweise zur
methodisch-didaktischen Einbettung finden Sie im Bereich
Lehrszenarien
und im
Artikel "Teleteaching".
Beispiele für Werkzeuge, mit denen sich Videokonferenzen abhalten lassen,
sind u. a.
Adobe Connect,
Spreed,
Skype,
Netviewer
und
NetMeeting.
Weitere Informationen