edubreak CAMPUS

Der edubreak CAMPUS ist eine kompetenzorientierte Online-Lernumgebung für Bildungsprogramme, die auf der Methode "Social Video Learning" basieren. Ihre Besonderheit liegt in der situationsgenauen Videokommentierung und dem Diskurs über Videokommentare in Lerngruppen.
Video , Annotation , Lernplattform
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Das Konzept von edubreak besteht aus einer handlungs- und kompetenzorientierten Didaktik und einer dafür entwickelten Online-Lernumgebung, dem "edubreak CAMPUS". Dieser bildet die technische Grundlage für verschiedene kontextabhänge Umgebungen, wie z.B. den SportCampus, den CompanyCampus und den UniversityCampus. Alle haben gemeinsam, dass sie die Entwicklung von Handlungs­kompetenzen unterstützen möchten, indem die Vorteile von Videos (als „User Generated Content“) mit den Potentialen der situativen Reflexion und des sozialen Diskurses kombiniert werden. Die technische Grundlage bildet ein dafür entwickelter und in die Online-Lernumgebung integrierter Videoplayer.

Wie läuft die Arbeit mit der Lernumgebung typischerweise ab?

Begleitet von Aufgaben werden individuell bedeutende Momente im Video angehalten, reflektiert und basierend auf individuellem Situationswissen direkt im Video mit Hilfe einer Schreib- und Zeichenfunktion verbalisiert. In der Lerngruppe werden diese Videokommentare dann geteilt und gegenseitig kommentiert. Dieser didaktische Ansatz mit seiner technischen Umsetzung führt dazu, dass Videos nicht mehr länger als reine Vermittlungsmedien sondern als aktive Dialogräume fungieren, in denen, metaphorisch gesprochen, das „eigene Sehen“ zum Thema gemacht wird. Das passive Lern-Publikum (Konsumenten) entwickelt sich so im Idealfall zu einer aktiven Teilnehmerschaft (Prosumenten).

Funktionen

Neben Video als zentralem Lern-Lehrmedium verfügt edubreak CAMPUS über Weblogs, E-Portfolio-Funktionalitäten mit Artefakten aus Videokommentaren etc., Fragebögen, Aufgaben-, Dokumenten- und Terminmanagement sowie weitere kontextspezifische Instrumente. Die Betreuung der Lernenden wird zentral über ein Referenten/innen-Cockpit gesteuert. Dies führt auf der einen Seite zu einem hohen Grad an individuellem Feedback und soll gleichzeitig eine effiziente Betreuung sicherstellen. Durch den Fokus auf sozialen Austausch, Reflexion und Videoanalyse wird die Online-Lernumgebung vor allem in Blended-Learning-Programmen eingesetzt.

Vorteile

  • Auflösung des Bruchs zwischen Videos als Lernmaterial und einem Austauschbereich. Die Überlegungen der Teilnehmenden werden direkt mit den jeweiligen Videosituationen verbunden. Dies führt zu einer qualitativen Erweiterung der Interaktivität, die das Medium Video bereits von Haus aus mit sich bringt (z.B. Anhalten, Springen, Spulen)
  • Effiziente Betreuung bei der Umsetzung von Aufgaben und automatische Überprüfung der Erfüllung (z.B. einer Mindestanzahl an Annotationen)
  • Intensiveres Auseinandersetzen mit Inhalten v.a. durch den Einblick in die Meinungen (Interpretationen von Videosituationen) anderer Lernender und durch das Aushandeln von Sichtweisen
  • In Verbindung mit Videos aus Eigenrealisationen (z.B. Unterrichtsvideos): intensivere Reflexionsprozesse, die zur Erhöhung der Handlungskompetenz beitragen

Nachteile

  • Keine Geschwindigkeitssteuerung bei Videos, allerdings ist es möglich um jeweils ein Bild vor oder zurück zu springen
  • Barrierefreiheit: Keine Untertitel und Schriftgröße der Videokommentare teilweise klein (Empfehlung der e-teaching.org-Redaktion: Vollbild-Modus verwenden)
  • Manche Funktionen ohne vorheriges Durcharbeiten der Anleitungsvideos nicht selbsterklärend (Empfehlung der Redaktion: alle einführenden Videos vorab angucken)

Beispiele

Seit 2010 wurde und wird die Videokommentierung mit edubreak in unterschiedlichen Disziplinen an unterschiedlichen Hochschulstandorten eingesetzt und zwar in der Ausbildung von:

  • Doktoranden an der Universität der Bundeswehr München (Leitung: Gabi Reinmann)
  • Musikern am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg (Leitung: Marianne Kamper)
  • Grundschul- und Sonderpädagogen an der Ludwigs-Maximilians-Universität München (Leitung: Kai Nitsche)
  • Volksschullehrern an der PH Salzburg (Leitung: Wolf Hilzensauer)
  • Landschaftsarchitekten (Leitung: Ralf Steffen) an der Leibniz-Universität Hannover
  • Geographen (Leitung: Frank Beisiegel) an der Leibniz-Universität Hannover

Vier der sechs Fälle sind in Qualifizierungsarbeiten (vorzugsweise Dissertationen) eingebunden, was eine intensive Betreuung der Projekte sicherstellt. 

Zielgruppe

  • Non-Profits
  • Hochschulen
  • Firmen
  • Sonstige

Anleitungen

  • Für alle Beteiligten (Lehrende / Lernende / Campus Manager) gibt es Rollenbeschreibungen. Diese werden als PDF immer in neue Kurse eingestellt.
  • Screencast-Videos zur Einführung für Referierende aber auch Teilnehmende werden ebenfalls direkt im Kurs angeboten.
  • Mehrere Whitepaper, insbesondere für den Bereich Sport, geben Anstöße und Ideen für den eigenen Kurs.

Weiterführende Literatur

Alternativen

Allgemeines

Technische Voraussetzungen

  • edubreak ist eine webbasierte Online-Umgebung die über jeden Browser (PC, Tablet, Smartphone), sofern eine Internetverbindung besteht, erreicht werden kann.
  • Die edubreak APP schafft die Verbindung zwischen Präsenz und Online durch Live-Aufnahmen und Live-Kommentarfunktion. Weitere Informationen dazu hier.
  • DSL > 2000 wird empfohlen.
  • Voraussetzung zum erfolgreichen Login sind die eigenen, persönlichen Zugangsdaten (Nutzername, Passwort).

Verfügbare Sprachen

  • Deutsch
  • English
  • 中文

Getestete Version

edubreak COMPANYCAMPUS (Stand: 4/2016)

Hersteller

Ghostthinker GmbH

Webseite

Preis

  • Kostenpflichtig