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Plagiate
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Leider muss es auch zur Kompetenz der Lehrenden im Bereich E-Teaching
gehören, die neuen Technologien zu nutzen, um Plagiate bei studentischen
Hausarbeiten aufzudecken. Das Internet wird von Studierenden zunehmend
genutzt, um über Hausarbeitenbörsen Texte ganz oder teilweise zu
kopieren und als eigene Arbeiten einzureichen. Diese Problematik ist
nicht mehr als trivial anzusehen, wie auch eine
Stellungnahme des deutschen
Hochschulverbandes
aus dem Jahr 2002 belegt.
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Faktoren, die Plagiate zu einem Problem werden lassen, sind unter
anderem:
- Elektronischer Text kann sehr leicht ausgeschnitten, kopiert und in
neue Dokumente eingefügt werden.
- Die Vernetzung durch das Internet lässt die Recherche nach geeigneten
Textvorlagen zu einem Kinderspiel werden.
- Professionelle Dienste bieten Hausarbeiten von Studenten und Schülern
zum
Download
an; das große Angebot dieser Börsen lässt
zu fast jedem Thema eine mögliche Plagiatsquelle finden.
- Die allseitige Verfügbarkeit von Information scheint deren Wert
schwinden zu lassen; bei Kopien aus dem Internet bleibt das
Schuldbewusstsein häufig aus.
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Erste Gegenmaßnahmen von Lehrenden können sein:
- Eine Suche mit gängigen Suchmaschinen nach möglichst eindeutigen
Textpassagen aus verdächtigen Hausarbeiten (indem man das betreffende
Zitat in z.B. Google in Anführungszeichen setzt); da die Suchmaschinen
die Volltexte erfassen, kann dies oft schon zur Quelle führen.
- Im Unterricht vermehrt auf die Problematik hinweisen; allein der
Verweis, dass den Lehrenden die Hausarbeitenbörsen mittlerweile
ebenfalls bekannt sind, dürfte Studierende davon abhalten, auf die
Unwissenheit der Lehrenden zu setzen.
- Die Dringlichkeit des Problems lässt sich auch durch die
Verpflichtung zu einer eidesstattlichen Erklärung mit der Abgabe der
Hausarbeit unterstreichen.
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Weitere Informationen
- Umfassende Informationen zum Thema Plagiate bietet das
Plagiatsportal
von Prof Dr. Debora Weber-Wulff
der FHTW Berlin. Es beinhaltet eine E-Learning-Einheit zum Aufdecken von
Plagiaten:
Fremde Federn Finden.
- Einige kommerzielle Programme bieten Möglichkeiten, Textvergleiche
automatisch durchführen zu lasssen. Mehr hierzu bei '
canexus
' und '
turnitin
'.
- Ein Programm von Google zum Vergleich von Dokumenten ist
Docoloc.
-
Interview mit Martin
Ludwig, Berufschullehrer und als Mediotheksbeauftragter am Mittelschul-
und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich Initiant des Projektes
copy-stop.
- Etliche Plagiaterkennungsprogramme wurden Tests unterzogen. Die
Ergebnisse finden Sie im
Plagiatsportal der FHTW
bzw.
beim
JISC Plagiarism Advisory Service
(beide Test Stand Sept. 2007).
Letzte Änderung:
18.06.2008
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Weitere Infos
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Am 20. April 2007 chattete die Plagiatsexpertin Prof. Debora Weber-Wulff im
Chat mit der e-teaching.org Community. Das
Chatprotokoll
gibt die lebendige Diskussion wieder.

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