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Kommunikation & Kooperation

Hier finden Sie Lesetipps zum Thema Kommunikation und Kooperation in virtuellen Lernumgebungen.
Abfalterer, Ewin (2007)
Abfalterer, Ewin (2007): Foren, Wikis, Weblogs und Chats im Unterricht. Verlag Werner Hülsbusch. ISBN 978-3-9802643-3-4. 24,90 EUR

Erwin Abfalterer berschreibt in seinem Buch Funktionalitäten und Einsatzbereiche von Foren, Wikis, Weblog und Chats im Schulunterricht aus medienpädagogischer Sicht.
Er zeigt auf, was beim Einsatz dieser Anwendungen in der Lehre beachtet und mit welchen Problemen gerechnet werden muss. Eine Schlüsselrolle spielt die Medienkompetenz der Jugendlichen. Wie fließen außerschulische Medienerfahrungen in den Unterricht ein?
Inwiefern lassen sich privat erworbene Fertigkeiten auf den Lernkontext
transferieren? Unter dem Stichwort „digital divide“ diskutiert Abfalterer, dass Schulen von unterschiedlichen Nutzungsvoraussetzungen und Kompetenzen der Schüler ausgehen müssen. Vor dem Hintergrund medienpsychologischer Theorien und mediendidaktischer Überlegungen gibt der Autor einen Einblick in Strukturmerkmale der verschiedenen Werkzeuge. Neben lernpsychologischen Grundlagen werden auch institutionelle Bedingungen thematisiert. Als ein Fallbeispiel wird der Einsatz von Foren im Deutschunterricht näher beschrieben. Eine Schwäche des Buchs ist die stellenweise schwer nachvollziehbare Struktur. Insgesamt gibt die Veröffentlichung dennoch einen guten
Überblick zu Anwendungsszenarien für Foren, Wikis, Weblogs und Chats und
bietet dank vieler Literaturverweise und Internetquellen einen Fundus
für weiterführende Informationen zu den einzelnen Werkzeugen.

Arnold (2003)
Arnold, P. (2003). Kooperatives Lernen im Internet. Qualitative Analyse einer Community of Practice im Fernstudium. Münster u.a. : Waxmann (Medien in der Wissenschaft, 23)
ISBN: 3830912625   29,90 EUR


Die Virtualisierung von Studienangeboten verläuft widersprüchlich: Einerseits scheinen sich Lernkulturen in Richtung auf eine zunehmende Selbsorganisation und Autonomie zu verändern, andererseits werden häufig tradierte Lehr- und Lernformen nur mit neuen Medien reproduziert. Dieser Band betrachtet speziell computergestütztes kooperatives Lernen und die neuen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Im Mittelpunkt steht eine qualitative empirische Untersuchung einer Community of Pratice von Fernstudierenden, die mit Hilfe von Internettechnologien ihr Lernen kooperativ gestalten.  Weitere Informationen finden Sie in der Rezension zum Buch.

Busch  &  Mayer (2002).
Busch, F.  &  Mayer, T. B. (2002). Der Online-Coach. Wie Trainer virtuelles Lernen optimal fördern können.
Weinheim/Basel: Beltz.
ISBN 3-407-36395-8, 192 Seiten, 24,90 EUR.


Ein Buch von Praktikern für Praktiker. Es behandelt die Frage, wie sich Weiterbildung jetzt oder in Zukunft durch E-Learning verändern kann. In Bezug darauf behandelnd die Autoren die technischen Grundlagen des E-Learnings und ihren Nutzen, und gehen speziell auf die veränderte Rolle des Trainers ein. Die Einbindung verschiedener Beispiele aus Unternehmen und Bildungseinrichtungen verleiht den Inhalten Anschaulichkeit.

Dittler, Kindt & Schwarz (Hrsg.) (2007).
Dittler, U., Kindt, M. & Schwarz, C. (Hrsg.) (2007). Online Communties als soziale Systeme. Wikis, Weblogs und Social Software im E-Learning. Münster: Waxmann.
ISBN 978-3-8309-1775-5   24,90 EUR


In unüberschaubarer Anzahl gruppieren sich Online-Communties in List-Servern, Weblogs, Wikis und Netzwerkplattformen. Sie florieren gerade weil sie außerhalb eines institutionellen Rahmens die Teilhabe an Gemeinschaften nach eigenem Gusto und selbst gesetzten Regeln ermöglichen. Die Online-Community ist insbesondere im Schlepptau von Web 2.0-Trends wie „User-Generated-Content“ und „Weisheit der Massen“ derzeit ein viel beachtetes Phänomen. Der aktuell erschienene Sammelband „Online Communties als soziale Systeme. Wikis, Weblogs und Social Software im E-Learning“ nimmt das Thema mit einer angenehmen Gelassenheit auf. Nach dem Motto „Same Procedure as Every Hype“ werden die Entwicklungen weder in Bausch und Bogen verdammt noch als Revolution der Lernkultur glorifiziert. Diese nüchterne Herangehensweise eröffnet Raum für differenzierte Betrachtungen. 


Owen, Grant, Sayers & Facer (2006)
Owen, M., Grant, L., Sayers, S. & Facer, K. (2006). Social software and learning. An Opening Education report from Futurelab.

 
Der Bericht wurde im Rahmen der Reihe „Opening Education“ von der britischen Forschungseinrichtung „futurelab“ in Bristol veröffentlicht. Im Text wird versucht, die Beziehung zwischen neuen Bildungskonzepten und Technologien unter einer sozial-lerntheoretischen Perspektive zu betrachten. Bildung ist nach Ansicht der Autoren nicht länger reine Informations- und Wissensvermittlung, sondern hat auch die Verantwortung, Lernende im Umgang mit dem postmodernen Wandel der Welt zu schulen. Social Software ermöglicht in Bildungsprozessen verstärkt kooperative Lernprozesse und Kommunikation. Der Bericht untersucht die Chancen, die sich hierdurch für neuere Bildungskonzepte ergeben. Unter anderem beschäftigen sich die Autoren des futurelab mit der Frage, welche Rolle Identität für das Lernen spielt, und argumentieren, dass digitale Technologien Kommunikationsräume bieten, die soziale Aspekte des Lernens unterstützen können. Dargestellt werden im Bericht partizipatorische Web-Konzepte wie Weblogs, Foren oder Wikis unter bildungstheoretischen Gesichtspunkten und anhand anschaulicher Beispiele. Der Text ist in Englisch verfasst. Er definiert die Begriffe der neusten Web-Technologien und stellt ihre Bedeutung für Lehr-Lernprozesse dar. Der Bericht steht im Web zum freien Download zur Verfügung: http://www.futurelab.org.uk/research/opening_education.htm

Rautenstrauch (2001)  
Rautenstrauch, C. (2001). Tele-Tutoren. Qualifizierungsmerkmale einer neu entstehenden Profession. Bielefeld: Bertelsmann. ISBN 3-7639-0151-5   21,80 EUR


Thema der Publikation ist die Qualifizierung von Tele-Tutoren. Rautenstrauch beginnt mit der Darstellung von E-Learning-Szenarien und damit dem Einsatzgebiet der Tele-Tutoren. Sie stellt einen Katalog an Qualifikationen auf und gibt über Interviewausschnitte Einblicke in die Praxis und Probleme des Tele-Tutoring. Am Beispiel der Lufthansa AG zeigt sie, wie man über die Analyse der erforderlichen Qualifikationen im Einsatzgebiet zur Konzeption geeigneter Schulungsmaßnahmen gelangt.

Reinmann-Rothmeier (2003)  
Reinmann-Rothmeier, G. (2003). Didaktische Innovation durch Blended-Learning. Bern: Hans Huber.
ISBN 3-456-83952-9   24, 95 EUR

  Am Beispiel einer teilvirtualisierten Vorlesung gibt die Autorin einen Einblick in das Gebiet des Blended Learning. Sie zeigt auf, dass Lernangebote, die Lernen mit digitalen Medien und Präsenzlernen verbinden, auch unter schwierigen Rahmenbedingungen didaktisches Innovationspotenzial entfalten können. Es wird sowohl auf didaktische Überlegungen als auch auf technische Anforderungen eingegangen. Eine Reihe von Leitlinien und Checklisten machen das Buch zu einem anwendungsorientierten Hilfsmittel. 
Renz, Florian (2007)
Renz, Florian (2007): Praktiken des Social Networking. Eine kommunikationssoziologische Studie zum online-basierten Netwerken am Beispiel von openBC (XING). Verlag Werner Hülsbusch. ISBN 978-3-9802643-6-5. 21,90 EUR

Die Publikation von Florian Renz setzt sich mit Praktiken und Nutzungsroutinen in Social Network Sites auseinander. Dabei werden insbesondere die Ergebnisse einer Studie zur Plattform XING dargestellt. Den Einstieg bildet eine eher knappe Zusammenfassung zu Forschungsstand und Entwicklungen im Bereich Social Software. Mit Bezug auf theoretische Befunde zu virtuellen Gemeinschaften und computervermittelter Kommunikation zeigt Florian Renz Merkmale von Social Networks im Internet auf. Er stellt dar, wie Praktiken der Netzwerkbildung im Internet durch die von der Umgebung vorgegebenen Relationen und Regeln bestimmt sowie durch die Handlungen der Kommunikationsteilnehmer strukturiert werden. Einen zentralen Teil des Buches nimmt eine Fallstudie zur Community-Plattform OpenBC (jetzt XING) ein. In der Fallstudie wird das Nutzungsverhalten der Akteure in OpenBC anhand von per E-Mail durchgeführten Experteninterviews und einer Inhaltsanalyse des Feedbackforums erhoben. In einem Exkurs werden teilnehmende Beobachtungen an Benutzertreffen geschildert. Leider ist der Leitfaden der „E-Interviews“ nicht dokumentiert. Wer einen Einstieg in die Analyse von webbasierten Social Networks sucht oder sich speziell für die Plattform XING interessiert, findet in der Publikation informative Anregungen.

Salmon (2000)
Salmon, G. (2000). E-Moderating. The Key to Teaching and Learning Online. London: Kogan Page.
ISBN: 0-7494-3110-5   31,95 EUR


Eine sehr gute englische Einführung in E-Moderating, die viele praktische Handreichungen, Fallstudien und Ablaufmodelle enthält.

Zimmer (Hrsg.) (2004).

Arnold, P., Kilian, L., Thillosen, A., Zimmer, G. (2004). E-Learning Handbuch für Hochschulen und Bildungszentren; Didaktik, Organisation, Qualität.

Im Vordergrund der Publikation stehen Fragestellungen, die mit einer qualitativen Verbesserung der Lernunterstützung einhergehen. Dabei werden technische Fragen keinesfalls ausgeblendet, vielmehr werden Aspekte wie die Funktionalitäten eines Lernraums oder Standardisierungsbestrebungen unter pädagogischen Gesichtspunkten analysiert und bewertet. Weitere Informationen bietet die Rezension von Birgit Gaiser.

Letzte Änderung: 26.07.2007


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