SimBa - Simulator für Bauwerksdiagnostik

Durch die Übungen mit der Prüfplatte „SimBa“ sollen erste praktische Erfahrungen mit zerstörungsfreien Prüfverfahren und der Bauwerksdiagnose gesammelt und hierdurch ein größerer Paxisbezug in der Lehre verankert werden. Nach einer theoretischen Vermittlung verschiedener Verfahren sollen die Studierenden in Kleingruppen ihre Kenntnisse praktisch umsetzen. Hierfür können unterschiedliche, typische Bauwerksschäden an der Prüfplatte eingestellt werden, vor allem die typischen Fälle von Korrosion der Stahlbewehrung im Beton. Auch eine variable Feuchteverteilung und unterschiedliche Bauteildicken können gemessen werden. Auch mögliche Fehl- oder Schwachstellen wie Hohlstellen oder Kiesnester im Beton sollen von Studenten zerstörungsfrei detektiert und lokalisiert werden, um anschließend ein geeignetes Instandsetzungskonzept zu erarbeiten.

Beschreibung

Neben dem Umgang mit Prüfgeräten werden die Team- und Kommunikationsfähigkeit gefördert. Um die Ergebnisse der Veranstaltung zu prüfen, werden Fragebögen ausgefüllt oder Kurzvorträge gehalten.

Die Herstellung der Betonplatte verlief zufriedenstellend. Die benötigten Polarisationen zur praxisnahen Simulation von Bewehrungskorrosion sind nicht so einfach zu ergründen. Bisher konnten Effekte von der Änderung der Polarisationshöhe und -richtung gezeigt werden, ein Großteil der Messphänomene ist mittlerweile grundlegend verstanden. Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurden weitere Testmessungen durchgeführt, durch die ein eingehenderes Verständnis aller Aspekte der Messungen herbeigeführt wurde. Am Feinschliff der Simulationseinstellungen muss jedoch weiterhin gearbeitet werden. Ebenso sollen weitere Phänomene aus der Praxis wie der Einfluss von verbundenen Einbauteilen detailiert untersucht werden. Die Übung der Lehrveranstaltung BWE 2 wurde bei der Evaluierung durch die teilnehmenden Studenten durchweg positiv bewertet. Die Potentialfeldmessungen an der SimBa-Platte nahmen einen großen Anteil der Übungsreihe ein (ca. 1/4). Die Übung (Lehrveranstaltungsnummer: 15ss-44092) wurde insgesamt mit einer Durchschnittsnote von 1,4 bewertet. In den nächsten Jahren sollen neben Potentialfeldmessungen auch andere zerstörungsfreie Prüfverfahren an der Betonplatte durchgeführt werden. Zudem sollen die Einstellungen der Polarisation weiter untersucht werden, damit die verschiedenen Varianten von Korrosionsfällen aus der Praxis noch besser und vielfältiger simuliert werden können. Aus diesen Varianten können dann individuelle Aufgabenstellungen für die zu BWE 2 gehörige Hausarbeit kreiert werden. Des weiteren wird im Juni 2016 erstmals ein Aus- bzw. Fortbildungskurs zur Potentialfeldmessung für Externe unter dem Dach der GfKorr angeboten. In diesem Rahmen wird die Platte für die praktischen Übungen genutzt. Die Anwendung des Prüfverfahrens Potentialfeldmessung ist vom Prinzip her zu 100% auf Messungen in der Praxis übertragbar.

Die Herstellung der Betonplatte mit segmentierter Bewehrung sowie mit Einbauteilen und Fehlstellen kann als gelungen bezeichnet werden. Bisher wurden im Rahmen einer Bachelorarbeit verschiedene Testmessungen durchgeführt, um die Einstellungsmöglichkeiten für die verschiedenen Korrosionsfälle näher zu definieren und die benötigten Randbedingungen für eine möglichst praxisnahe Simulation dieser Fälle zu bestimmen. Im Rahmen der Übung der Veranstaltungsreihe BWE 2 konnten die Studierenden bereits Potentialfeldmessungen für einen Korrosionsfall erfolgreich durchführen.

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Laufzeit

01.10.2013 - 30.09.2014

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Institution

Fachbereich

  • Ingenieurswissenschaften

Kategorie

  • Lehr-/Lernszenario

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