The Higher Education Quality Council of Ontario, 2015

Der Report zieht Schlüsse aus der Methodik und den Ergebnissen unterschiedlicher Studien, die sich mit technologiegestützer Lehre beschäftigen. Dabei stellt er Schwierigkeiten innerhalb der Studien heraus und erfasst kritisch die Herausforderungen, die sich aus den Ergebnissen der Studien ergeben.

Titel: Pitfalls and Potential: Lessons from HEQCO-Funded Research on Technology-Enhanced Instruction

Autor(en): The Higher Education Quality Council of Ontario

Ort: Toronto, Canada

Erscheinungsjahr: 2015

The Higher Education Quality Council of Ontario (2015): Pitfalls and Potential: Lessons from HEQCO-Funded Research on Technology-Enhanced Instruction: Toronto, Canada

URL: http://www.heqco.ca/SiteCollectionDocuments/Technology@Issue.pdf

Zunächst zeigten sich definitorische Schwierigkeiten, da viele Studien nicht erklären, was unter Begriffen wie „Technologie“ und „Blended Learning“ zu verstehen ist. Dies stellt ein Problem dar, da man davon ausgeht, dass die unterschiedlichen Tools und Lehrdesigns, die untersucht wurden, einen Einfluss auf das Forschungsdesign haben und Interpretationen der Ergebnisse dadurch schwieriger werden. Der Report bringt unter anderem eine Reihe von Best Practices zur Implementierung neuer Technologien in die Lehre hervor.

Bezüglich der Forschung im Kontext der Hochschullehre stellt der Report einige Möglichkeiten und Schwierigkeiten heraus. Mehrere Studien fanden keinen signifikanten Effekt auf den Lernerfolg der Studierenden. Dabei bleibt unklar, ob diese Schlüsse daher stammen, dass die Effekte eines einzelnen technischen Tools in einer komplexen, organischen Lernumgebung nur schwer isolierbar sind. Kritisiert wird auch, dass mehrere Studien subjektive Einschätzungen zur Zufriedenheit der Studierenden in die Messung der Auswirkungen der Technologien auf den Lernerfolg mit einfließen lassen. Außerdem sei der Technologieeinsatz in der Hochschulbildung (in Ontario) bereits so weit fortgeschritten, dass der Fokus mittlerweile nicht mehr darauf liegen sollte, ob Technologie eingesetzt wird, sondern vielmehr darauf, welche Tools und auf welche Weise sie verwendet werden.