Technische Vorhaben

Neben dem Ausbau und der Optimierung des Freiburger Universitätsnetz (FUN) und der darauf aufbauenden Dienste hat das Rechenzentrum in den vergangenen Jahren im Wesentlichen die folgenden vier technischen Vorhaben vorangetrieben:

  1. Identity Management als eine zentralisierte Instanz zur Benutzerverwaltung und Authentifizierung wird an der Universität Freiburg mit Hilfe einer hierarchisch verteilten Datenbank nach dem LDAP-Standard realisiert. Organisatorisch ist damit eine Zentralisierung der Datenbestände und Informationsflüsse erreicht. Die Zentralinstanz verfügt aber nicht über alle Daten, sondern nur über die für ihre Aufgaben wichtigen. Jedes untergeordnete System kann, wenn die Datensätze ausreichen, direkt mit der Datenbank kommunizieren. Wenn zusätzliche Daten benötigt werden, greift eine niedrigere Hierarchiestufe auf eine eigene Datenbank zurück. Hierbei entscheiden die Betreiber selbst, welche Daten sie benötigen und importieren. Umgekehrt erhalten sie nur für sie relevante Daten. So erreicht man eine problemlose Integration neuer Dienste, da die zentrale Instanz deren Eigenarten nicht berücksichtigen muss. Die einzelnen organisatorischen Knoten und Abläufe, wie verschiedene Abteilungen der Universität oder Abteilungsinterna, werden entflochten.
  2. Durch eine zentrale Konfiguration und Installation der Computer soll die Arbeit vor Ort um administrative Aufgaben in der EDV entlastet werden. Diese werden über das Freiburger Universitätsnetz in eine vom Rechenzentrum unterhaltene Infrastruktur (Active Directory) eingebunden, die in weiten Bereichen ein zentrales Management ermöglicht. Dadurch wird das am Rechenzentrum vorhandene Know-How im Bereich der Windows-Administration den Einrichtungen, Fakultäten und Instituten der Universität zur Verfügung gestellt. Generell erfolgt die Administration zentral vom Rechenzentrum über das universitätsinterne Netzwerk. Dabei werden die Rahmenbedingungen für den reibungslosen Betrieb gesetzt (Erlaubnis der Anmeldungen, Sicherheit der einzelnen Computer, zeitgesteuertes Herunterfahren der Rechner bei Poolschließung etc.). Lokale Operatoren mit administrativen Rechten leisten die ggf. noch nötige Unterstützung vor Ort (spezielle Zugriffsrechte auf die Computer zuteilen und entziehen, ggf. Installation von besonderer Software etc.).
  3. Seit Dezember 2004 stellt das Rechenzentrum ein Contentmanagementsystem zum universitätsweiten Einsatz zur Verfügung. Damit können Websites mit dynamischen Webseiten erstellt werden und dabei das Prinzip der Trennung von Inhalt und Layout praktiziert werden.
  4. Mediengerechte Hörsäle und Seminarräume bilden die Infrastruktur für die Integration von multimedialen Elementen in die Lehre. Eine Geräteausleihe (Beamer, Laptops, Vorlesungsaufzeichnungssysteme, digitale Kameras) an den verschiedenen Universitätsstandorten unterstützt diese Struktur.
Ergänzungen und Veränderungen der IT-Infrastruktur beziehen sich in der nahen Zukunft beispielsweise auf den Ausbau von VoIP und den Aufbau eines personalisierten E-Portals. Neben der Ergänzung bzw. Optimierung bestehender technischer Systeme soll die Usability der bestehenden Dienstleistungen durch Öffentlichkeitsarbeit, Beratungs- und Schulungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen (u. a. auch für Studierende) transparenter und einfacher gemacht werden.
Letzte Änderung: 08.04.2015
Druckansicht