Rollen

E-Learning-Projekte sind oft das Gemeinschaftswerk vieler Hände und Köpfe. Geht es um die Implementierung taucht zwangsweise die Urheberfrage auf. Im Sinne des Projekts und aller Beteiligten, sollte diese frühzeitig vertraglich geregelt werden - erst dann steht einer problemlosen Projektumsetzung nichts mehr im Wege.

An aufwändigen multimedialen Bildungsprodukten sind zum Teil mehrere Hochschulen, externe Firmen, Screendesigner, Programmierer oder Autoren für ausgewählte Fachinhalte beteiligt. In einem solchen Entwicklerteam gilt generell jeder als Urheber, der schöpferisch tätig wird. Werden keine vertraglichen Vorkehrungen getroffen, bestehen bei der Nutzung der Projektergebnisse zwei Varianten:

  • Sofern das gemeinsame Produkt nur als Ganzes verwertet werden kann, müssen regelmäßig alle Beteiligten gemeinsam über den Einsatz und die Verwertung der Entwicklung entscheiden.
  • Sofern Einzelelemente gesondert verwertbar bleiben, behält jeder Beteiligte ein gesondertes Urheberrecht an seiner Arbeit. Zugleich können die Beteiligten untereinander die Einwilligung zur Veröffentlichung, Verwertung und Änderung der verbundenen Werke verlangen.

Es ist offensichtlich, dass dieses Vorgehen insbesondere bei großen Entwicklerteams nicht praktikabel ist. Um bei der Verwendung der Projektergebnisse entscheidungs- und handlungsfähig zu sein, ist eine vertragliche Regelung nötig. In den Vertiefungen stellen wir dar, wie Sie mit Kooperationspartnern, Dienstleistern, Studierenden und Hochschulmitarbeitern vertragliche Vereinbarungen treffen können.


Letzte Änderung: 08.04.2015
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Rollen

E-Learning-Projekte sind oft das Gemeinschaftswerk vieler Hände und Köpfe. Geht es um die Implementierung taucht zwangsweise die Urheberfrage auf. Im Sinne des Projekts und aller Beteiligten, sollte diese frühzeitig vertraglich geregelt werden - erst dann steht einer problemlosen Projektumsetzung nichts mehr im Wege.

Mitarbeiter

Entstehen Werke in einem Dienstverhältnis, liegen die Nutzungsrechte grundsätzlich beim Arbeitgeber. Bei Hochschulmitarbeiter kommen allerdings neben arbeitsrechtlichen auch hochschulrechtliche Besonderheiten hinzu.

Studierende

Nicht nur für Habilitationsschriften und Doktorarbeiten sondern auch für Studien- oder Diplomarbeiten gilt: Es ist nur derjenige Urheber, der selbst schöpferisch tätig war.

Dienstleister

Was müssen Sie beachten, wenn Sie externe Autoren, Softwareentwickler oder Grafiker beauftragen? Das Rechtsverhältnis gegenüber freien Autoren liegt in der Beauftragung, bestimmte Texte oder andere Materialien zu verfassen bzw. zu erarbeiten.

Kooperationen

Sofern mehrere Hochschulen oder mehrere Lehrstühle am Projekt beteiligt sind, raten wir dazu, einen Kooperationsvertrag abzuschließen. So stellen Sie die Weichen für eine spätere Nutzung und Verwertung der Projektergebnisse.