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Markteintritt

Der Markt für E-Teaching Angebote im Bereich Fort-und Weiterbildung ist riesig und unübersichtlich. Für Hochschulen ist es daher wichtig ihren Markteintritt richtig vorzubereiten. Dazu gehört die Festlegung des Produktprofils, der Zielgruppe und des Marktpotenzials.

Vor dem Eintritt in den Markt für E-Learning-Produkte sollte die Hochschule folgende Fragen beantworten können (vgl. Dohmen & Simons 2003):

  1. Welches Produkt kann ich erstellen?
  2. Welches ist die relevante Zielgruppe?
  3. Gibt es dieses Produkt in vergleichbarer Form und Qualität bereits auf dem Markt?
  4. Welche Zielgruppen werden dadurch bedient?
  5. Wer sind meine Konkurrenten und was sind deren Stärken und Schwächen?
  6. Wie groß ist das verbleibende Marktpotenzial? Welchen Anteil daran kann ich realistisch erreichen?
  7. Reicht dieses Volumen aus, um (mittel- oder langfristig zumindest die Kosten zu decken?)
  8. In welcher Form agiere ich am Markt? Alleine oder in Kooperation mit bzw. als Auftragnehmer von anderen?

Hinsichtlich der zeitlichen Planung des Markteintritts müssen drei Phasen beachtet werden (vgl. Hagenhoff 2001):

I. Anbahnung Informieren
II. Vereinbarung Angebot konfigurieren, Konditionen verhandeln
III. Abwicklung Lernplatz einrichten, Lehrmaterialien modifizieren, Betreuung durchführen, Prüfung abnehmen


Anbahnung
Innerhalb der Anbahnungsphase muss die Hochschule als Anbieter Informationen (Lernziel, Niveau der Übungsaufgaben usw.) zu den angebotenen Bildungsangeboten zur Verfügung stellen. Auf Grundlage dieser Informationen muss der Nachfrager, d.h. die Hochschule oder ein nichtakademischer Bildungsanbieter entscheiden können, wie er das Produkt in das eigene Curriculum bzw. Bildungsangebot integrieren kann. Auch die Studierenden müssen darüber informiert werden, was sie bei der Nutzung des externen Bildungsangebots beachten müssen. Der Anbieter sollte in der Anbahnungsphase sowohl dem Kunden als auch dem Endnutzer zur Beratung zur Verfügung stehen.

Vereinbarung
In der Vereinbarungsphase werden Konditionen für die beteiligten Geschäftspartner ausgehandelt. Hierzu müssen Sie die Rechtsfragen in Bezug auf Schutz, Nutzung, Erwerb und Verwertung der bereitgestellten Materialen klären. Über die Vertragsgestaltung sollten sie sich mit dem Rechsexperten ihrer Hochschule abstimmen. Wesentliche Punkte bei der Vertragsgestaltung sollten sein:

  1. Bezeichnung der Vertragsparteien 
  2. Präambel
  3. Bestimmung des Vertragsgegenstands
  4. Rechteeinräumung
  5. Garantieerklärung
  6. Haftungsfreistellungsklausel
  7. Vergabe von Unterlizenzen
  8. Vergütungsklausel
  9. Vertragsdauer
  10. Kündigungsmöglichkeiten
  11. Mitwirkpflichten/ Aktualisierung der Inhalte
  12. Allgemeine Klauseln

(Quelle: Taubner, H., 2005



Abwicklung

In der Abwicklungsphase geht es um die Fragen des Lernplatzes. Arbeitet der Lernende am eigenen Computer, muss u.a. technischer Support zur Verfügung gestellt werden. Außerdem muss die Abnahme der Prüfung und letztendlich die Bezahlung des Angebots, die im Rahmen einer Kooperation zwischen Hochschulen in Form einer Gegenleistung, im Rahmen einer Kooperation mit privaten Bildungsanbietern in Form einer direkten Vergütung stattfindet, geregelt werden.


 

Letzte Änderung: 10.10.2007


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