Der Eintritt der Hochschulen in den Markt der Bildungsanbieter wird vor allem dadurch erschwert, dass bei Bildung sehr hohe Ansprüche in Bezug auf die Qualität bestehen. Diese machen Nachfrager oftmals an einem etablierten Namen und langjähriger Erfahrung fest.
Da sich z.B. US-amerikanische und britische Hochschulen schon länger im
Bereich der Weiterbildung engagieren (Bsp.
Stanford
und
MIT), sind sie
bisher auch für deutsche Unternehmen als Kooperationspartner besonders
interessant (Hagenhoff,
2001).
Deutsche Hochschulen sollten daher versuchen sich durch entsprechende
Qualitätsmerkmale, z.B. durch die Zertifizierung ihres Angebots sowie durch
eine übergreifende Vermarktungsstrategie, aus der Menge der Bildungsanbieter
hervorzuheben. Zur Öffentlichkeitsarbeit gehört, dass die Produkte
ausführlich beschrieben werden und Informationen über Inhalt und Zeitaufwand
enthalten (Cleuvers,
2003). Der Eintritt in den Weiterbildungsmarkt sollte insgesamt von
einer professionellen Öffentlichkeits- und Pressearbeit begleitet werden (Dohmen & Michel, 2003).
Beispiele für Zertifikate und Qualitätssiegel:
- Die European Foundation for Management Development (EFMD), das Swiss
Centre for Innovations in Learning (SCIL) und die Spirius Applied Learning
Solutions AG haben zusammen ein Zertifikat für E-Learning-Programme
entwickelt:
http://www.efmd.be/cel/.
- Die TU Darmstadt entwickelt seit 2003 in Kooperation mit dem Hessischen
Telemedia Technologie Kompetenz Center (www.httc.de) und dem privaten
Dienstleister ion2s – Büro für Interaktion einen Ziel-, Kriterien und
Methodenkatalog zur Qualitätsbeurteilung von Computergestützten
Lernarrangements (GCL) als Instrument für Qualitätsprüfung:
http://www.tud-guetesiegel.de/.
- Die Universität Duisburg-Essen ist Partner der
Qualitätsinitiative
E-Learning in Deutschland (QED). Die Q.E.D. strebt in den nächsten drei
Jahren den Aufbau der Qualitätsmarke "E-Learning Made in Germany" und die
Entwicklung entsprechender Werkzeuge und Tools an.