Alumninetze

Mit dem Ende des Studiums, naht auch das Ende der Studentenzeit. Die Absolventen strömen in alle Himmelsrichtungen - fort von der Hochschule, hinein ins Arbeitsleben. Ein weiterer Kontakt zur Hochschule bleibt nur in Ausnahmefällen bestehen. Langsam erkennen die Hochschulen, dass damit viele Chancen ungenutzt bleiben und bemühen sich daher um die ehemaligen Mitglieder der Universität im Rahmen so genannter Alumni-Netzwerke.

Der Kontakt zu den Alumni heißt auch Bezug zur Praxis. Alle Studierenden stehen am Ende des Studiums vor der Frage, wo sie im Berufsleben Fuß fassen. Alumni können Studierenden wichtige Impulse für die berufspraktische Orientierung geben, indem sie in Gastvorträgen Einblicke in zukünftige Berufsfelder geben oder in Weiterbildungs- und Beratungsveranstaltungen der Hochschule eingebunden werden.

Auch bei der Suche nach studienbegleitenden Projekten sind Alumni wertvolle Ansprechpartner. Sie wissen aus eigener Erfahrung, welchen Stellenwert Projekte im Studienverlauf einnehmen und kennen Abläufe und Mitarbeiter an der Hochschule.

Letzten Endes ist ein Alumni-Angebot eine verbindliche und freundschaftliche Geste einer Institution, in der die meisten Studierenden einige Jahre ihres Lebens verbracht haben. Im Gegenzug sind viele Ehemalige daran interessiert, die alten Kontakte aufrechtzuerhalten und weiter über das aktuellen Geschehen in Forschung und Lehre informiert zu werden. Diese Funktionen können über Newsletter und Online-Magazine umgesetzt werden.

Noch attraktiver wird der Kontakt zur Alma mater, wenn er mit universitätsbezogenen Vorteilen verbunden ist. Beispielsweise bietet die TU Berlin ihren Alumni einen kostenlosen Bibliotheksausweis, die Möglichkeit der verbilligten Online-Recherche, einen kostenlosen Internetzugang sowie eine lebenslange E-Mail-Adresse.

Aber auch die Hochschule kann von Ihren Ehemaligen profitieren. In den USA sind Alumni als Spender und Stifter aus dem Finanzhaushalt der Hochschule nicht mehr wegzudenken. 

Der Aufbau eines Alumni-Netzwerkes erfolgt in der Regel über das Internet. Über die Homepage der Hochschule können die ehemaligen Studierenden angesprochen und in einer Kartei erfasst werden. Alumninetze helfen auch bei einer individuellen und informellen Kontaktaufnahme. Dies wird mit Foren, Mailinglisten und Recherchefunktionen unterstützt.

Beispiele:

 

    • Der Verband der Alumni-Organisationen im deutschsprachigen Raum stellt ein informatives Forum für alle dar, die sich mit der Organisation von Alumni-Netzwerken beschäftigen.
    • Die Bauhaus-Universität Weimar betreibt seit Mitte des Jahres 2007 ein Alumni-Portal, das als zentraler Ort der Vernetzung ehemaliger und aktueller Hochschulangehöriger dient und den Studenten Kontakte zur Berufswelt liefern soll.
    Letzte Änderung: 03.06.2015
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