Call for Papers: bakule symposium 2027

Das bakule symposium bringt Lehrende, Forschende, Bildungspraktiker und Bildungspraktikerinnen zusammen, um Erfahrungen aus dem BaKuLe-Projekt zu teilen und hochschuldidaktische Innovationen zu diskutieren. BaKuLe ist ein Projekt der Universität Bamberg und steht für "Bamberger Kulturen der Lehre gemeinsam gestalten". Für das bakule symposium am 7. und 8. April 2027 werden empirisch fundierte oder konzeptionelle Beiträge sowie Erfahrungs- und Praxisberichte zu verschiedenen Themen der Architekturen des Lehrens und Lernens an Hochschulen gesucht. Der Call for Papers ist noch bis zum 4. November 2026 offen.

04.11.2026

Architekturen des Lehrens und Lernens – Hochschulen zukunftsfähig entwickeln

Hochschulen stehen in Bezug auf ihre Lehr-Lern-Architektur vor elementaren Transformationserfordernissen: Studierendenschaften werden heterogener, Bildungsbiografien diskontinuierlicher. Der breitenwirksame Gebrauch generativer KI verändert grundlegend, was Studierende lernen sollen und wie Leistungen beurteilt werden können. Lernen und Lehren verteilt sich auf physische, digitale und hybride Räume. Gesellschaftliche Anforderungen – z.B. in den Bereichen von Nachhaltigkeit, Demokratiebildung, sich wandelnde Arbeitsmärkte – müssen in Curricula und Lehrpraxis Widerhall finden, ohne dass der akademische Bildungsauftrag aufgegeben wird.

Das bakule symposium 2027 bietet einen Austauschort für alle, die in Lehre, Forschung, Studium, Hochschulentwicklung oder lehr- und wissenschaftsstützenden Bereichen an einer zukunftsfähigen Hochschule arbeiten.

Beitragsformen

Gesucht werden Einreichungen in Form von empirisch fundierten oder konzeptionellen Beiträgen sowie reflektierte Erfahrungs- und Praxisberichte zu verschiedenen Themen der Architekturen des Lehrens und Lernens an Hochschulen. Auch interdisziplinäre, projektübergreifende und institutionenübergreifende Perspektiven sind möglich. Im Falle von Projektvorstellungen gilt es, von einem lediglichen Informieren abzusehen, sondern vielmehr theoretische Annahmen, Forschungsbezüge sowie wissenschafts- und evidenzbasierte projektbezogene Folgerungen, Maßnahmen und Evaluationen (inkl. Limitationen) zu präsentieren.

Themenfelder

Themenfeld 1 · Was sich Studierende aneignen: Bildung, Kompetenzen, Inhalte

  • Welche Kompetenzen brauchen Studierende für eine Welt im Wandel und wer entscheidet darüber?
  • Was leisten forschendes Lernen, Service Learning, Theorie-Praxis-Transfer u.Ä. in Bezug auf Bildungsziele, die nicht in „Employability“ aufgehen?
  • Wie lassen sich inter- und transdisziplinäre Bildungsgelegenheiten curricular verankern, ohne sie zu trivialisieren?
  • Wie verändern gesellschaftliche Anforderungen (Nachhaltigkeit, Demokratiebildung, KI-Mündigkeit) die Bildungsziele von Hochschulen und Universitäten?

Themenfeld 2 · Wie gelehrt und gelernt wird: Formate, Räume, Technologien

  • In welcher Hinsicht verändert generative KI die Lehre, das Lernen und das Prüfen, welche didaktischen Antworten auf diese Veränderungen sind tragfähig?
  • Wie können zeitgemäße Prüfungsformate Bildung und Kompetenzen ermöglichen, statt lediglich Wissensbestände zu prüfen?
  • Welche Studiengangsarchitekturen ermöglichen individuelle Lernpfade, ohne Bildungsbiografien zu fragmentieren?
  • Wie sollten hybride und physische Lernräume konzipiert und genutzt werden, um Bildungserfolg, Begegnung und Selbststudium zu ermöglichen?

Themenfeld 3 · Wer gestaltet Hochschule und für wen: Akteure, Strukturen, Kulturen

  • Wie gelingen partizipative Hochschulentwicklung und kulturelle Veränderung in einer Hochschule mit vielen nur bedingt vernetzten Organisationseinheiten (Professuren mit Dozierenden, Studierende, Verwaltung, Gremien etc.)?
  • Welche Strukturen unterstützen Lehrende (von Tutor:innen bis zu Professor:innen) in ihrer Lehrentwicklung?
  • Wie wird Hochschule der zunehmend heterogenen Studierendenschaft gerecht und für diese partizipativ mitgestaltbar?

Einreichungsformate

Kurzvortrag mit Diskussion – 15 Min.

  • Klassisches Vortragsformat mit anschließender Diskussion. Inhaltlich verwandte Vorträge werden ggf. zusammengefasst und gemeinsam diskutiert.

Lightning Talk – 7 Min.

  • Kompakter Impuls, kein Folienvortrag: Kernergebnisse, Provokation oder Perspektivwechsel.

Werkstatt-Session – 60–90 Min.

  • Gemeinsames Arbeiten an einer offenen Frage, einem Transferproblem oder einer Methode. Einreichende bringen entweder eine offene Frage mit, an der die Gruppe arbeitet (Peer Consulting, World Café, Design Thinking), oder einen angeleiteten Ablauf, in dem Teilnehmende selbst etwas erproben.

Show & Tell – 20 Min.

  • Live-Demonstration eines Tools, einer Methode oder eines Prototyps mit Fokus auf Nachvollziehbarkeit und Nachnutzung.

Poster

  • Posterpräsentation für erste Ergebnisse, Konzepte oder laufende Projekte, vorgestellt und diskutiert im Rahmen eines Poster-Walks.

Einreichung

  • wissenschaftliche Abstracts (max. 500 Wörter, ohne Formatierung): Fragestellung bzw. Ziel, methodischer oder konzeptioneller Ansatz, Ergebnisse oder Erwartungen mit klarem Bezug zu einem der Themenfelder des Symposiums. Für Werkstatt-Sessions, die geplante Arbeitsweise und den erwarteten Output beschreiben.
  • Die Einreichung erfolgt über Pretalx.

Zeitplan

  • Einreichung Abstract: 4. November 2026
  • Rückmeldung Annahme: 9. Januar 2027
  • Anmeldung für das Symposium: 7. März 2027
  • Symposium: 7.-8. April 2027
  • Einreichung Vollbeitrag für Publikation: 18. April 2027

Zielgruppe

Lehrende, Forschende, Bildungspraktiker und Bildungspraktikerinnen

Kontakt

Lorenz Mrohs
E-Mail: symposium.bakule@uni-bamberg.de

Kategorisierung

Art des Termins

  • Call / Ausschreibung