Call for Participation: dghd-Fachtagung 2027

Die jährliche Fachtagung der dghd (Deutsche Gesellschaft für Hochschuldidaktik) findet 2027 vom 9. bis 11. Februar statt. Im Mittelpunkt der hochschuldidaktischen Tagung stehen sowohl Perspektiven der Studiengangsentwicklung als auch strukturelle Bedingungen der Hochschuldidaktik. Alle hochschuldidaktisch Tätigen sind eingeladen, die Tagung mit Beiträgen aus der Perspektive der Lehrentwicklung und Lernförderung, des Studiengangdesigns und der hochschuldidaktischen und Hochschulbildungsforschung zu bereichern. Beiträge können noch bis zum 1. August 2026 eingreicht werden.

01.08.2026

Die dghd-Fachtagung findet an der University of Applied Sciences St. Pölten statt. Unter dem Titel „Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Hochschuldidaktische Perspektiven auf Gegenwart und Zukunft akademischer Bildung“ werden aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Hochschullehre diskutiert.

Im Mittelpunkt der hochschuldidaktischen Tagung stehen sowohl Perspektiven der Studiengangsentwicklung als auch strukturelle Bedingungen der Hochschuldidaktik; ebenso werden neue Ansätze zur Kompetenzentwicklung von Lehrenden, der Qualitätsentwicklung von Lehre sowie der Weiterentwicklung der Hochschuldidaktik geteilt und diskutiert.

Alle hochschuldidaktisch Tätigen sind eingeladen, ihre Perspektiven aus Forschung und Angebotsentwicklung zu teilen und sich mit eigenen Beiträgen an der Tagung zu beteiligen.

Themenfelder

In den eingereichten Beiträgen sollte auf eines der folgenden drei Themenfelder eingegangen werden.

Themenfeld 1: Studienstrukturen und Curriculumentwicklung neu denken

  • Wie können Studienprogramme kohärent gestaltet werden, ohne ihre Anschlussfähigkeit an gesellschaftliche, technologische und berufliche Veränderungen zu verlieren? 
  • Wie lassen sich Studienstrukturen entwickeln, die an die Lebensrealitäten einer heterogenen Studierendenschaft anschließen und Studierende als aktive Mitgestalter/innen einbeziehen? 
  • Wie lassen sich Curricula gestalten, die fachliche Bildung, gesellschaftliche Verantwortung und den Diskurs um sogenannte „Future Skills“ bzw. vermeintliche Zukunftskompetenzen (kritisch) aufeinander beziehen? 
  • Welche Studienstrukturen ermöglichen flexible Bildungswege, ohne Fragmentierung, Beliebigkeit oder neue Ungleichheiten zu verstärken? 
  • Welche institutionellen, ressourcenbezogenen und organisationalen Rahmenbedingungen und Spannungsfelder fördern oder begrenzen zukunftsorientierte Curriculumentwicklung? 

Themenfeld 2: Strukturelle Bedingungen und Governance neu verstehen

  • Wie wirken Machtverhältnisse, Steuerungslogiken und organisationale Spannungen auf die Gestaltung und Umsetzung von Lehr-Lernentwicklung, und wie können diese produktiv gestaltet bzw. ausbalanciert werden?
  • Wie kann Qualität von Lehre innerhalb einer Hochschule entwickelt und gemanagt werden und welchen Beitrag leistet die Hochschuldidaktik?  
  • Welche Governance-Strukturen braucht es, um die Professionalitätsentwicklung von Lehrenden zu ermöglichen und nachhaltig an Hochschulen zu verankern?
  • Welche Kompetenzen benötigen Lehrende, um Studierende zu begleiten?
  • Welche Formate haben sich in der hochschuldidaktischen Praxis bewährt, um die Lehrenden in ihrer Professionalitätsentwicklung zu unterstützen? Wie kann der Erfolg/Impact dieser Professionalisierungsstrategien, (z. B. von hochschuldidaktischen Weiterbildungsprogrammen) gemessen bzw. überprüft werden? 

Themenfeld 3: Hochschuldidaktische Angebote und Perspektiven neu ausrichten

  • Wie kann (und sollte) die Hochschuldidaktik sich dazu positionieren, dass wissenschaftliche und demokratische Werte zunehmend unter Druck geraten? Wie kann sich das in der Gestaltung ihrer Angebote ausdrücken?
  • Wie geht die Hochschuldidaktik mit den rasanten Entwicklungen im Bereich KI und ihren Auswirkungen in Hochschulen um? Wie können hochschuldidaktische Ansätze darauf reagieren?
  • Wie kann es der sich immer wieder neu er|findenden hochschuldidaktischen Community gelingen, das eigene Handeln und das eigene professionelle Selbstverständnis wertebasiert und kritisch und dabei offen und flexibel zu gestalten? 

Beitragsarten

Im Rahmen der Tagung soll es sowohl Sessions mit wissenschaftlich fundierten Beiträgen geben als auch Workshops zur Weiterentwicklung hochschuldidaktischer Praxis. Darüber hinaus können Erkenntnisse aus realisierten Projekten geteilt werden, in denen der Fokus dezidiert nicht auf der Projektvorstellung liegt, sondern darauf, was andere Akteur/innen im hochschuldidaktischen Diskurs von bereits gemachten Erfahrungen anderer lernen können.

Ausgehend von dieser Eingrenzung gibt es auf der dghd-Fachtagung drei Arten von Beiträgen:

  • Forschungsbeiträge, in denen theoretische und empirische Erkenntnisse aus aktueller Forschung vorgestellt sowie Einblicke in SoAD- und SoTL-Forschung gegeben werden können
  • Entwicklungsbeiträge, in denen lessons learned aus vorheriger hochschuldidaktischer (Projekt)Praxis aufbereitet und hinsichtlich ihrer Implikationen für die hochschuldidaktische Arbeit geteilt werden
  • Weiterqualifizierungsbeiträge, in denen sich die Tagungsteilnehmenden in kurzen Workshop-Sessions gemeinsam weiterbilden

Beitragsformate mit Peer-Review

Posterpräsentation 

  • Gestaltung eines Posters oder eines Artefakts und Vorbereitung einer kurzen Präsentation für eine Station der Postersession 
  • Ablauf des Formats: Die Vortragenden geben kurze Präsentationen (zu je 2 Minuten), um ihre Themen vorzustellen. Anschließend bewegen sich die Teilnehmenden frei im Raum 
    und gehen in vertiefende Diskussionen zu den Stationen, die sie am meisten interessieren.
  • Passend für Beitragsart: Entwicklungsbeitrag & Forschungsbeitrag 
  • Ziel: Initiierung von regen Diskussionen / Austausch zu Projekten und Forschungsergebnissen 

Lightning Talk 

  • Vorbereitung einer kurzen Präsentation mit einer konkreten Kernbotschaft; diese Botschaft soll auf datenbasierter Erfahrung oder theoretischen Modellen basieren  
  • Ablauf des Formats: Lightning Talks sind informativ and werden konsekutiv präsentiert. Auf jede 7-minütige Rede folgt eine 3-minütige Diskussion. Die Diskussionen finden direkt vor 
    einer Pause statt, um Networking zu fördern.
  • Passend für Beitragsart: Entwicklungsbeitrag & Forschungsbeitrag
  • Ziel: Präsentation innovativer Strategien und spezifischer Implementierungsansätze

Kurzvortrag  

  • Vorbereitung einer Präsentation zu daten- und theoriebasierten Forschungsergebnissen mit praktischer Relevanz  
  • Ablauf des Formats: Eine Präsentation dauert insgesamt 30 Minuten (max. 20 Minuten für die Präsentation und 10 Minuten für Fragen). Mehrere Präsentationen sind in Einheiten 
    zusammengefasst und werden in Bezug aufeinander moderiert.  
  • Passend für Beitragsart: Entwicklungsbeitrag & Forschungsbeitrag 
  • Ziel: Präsentation und Diskussion von Ergebnissen mit praktischer Relevanz

Workshop

  • Entwicklung eines teilnehmer/innenorientierten Workshops mit einem klaren Lernziel; ein Workshop dauert 45 bis 90 Minuten und ist für eine Gruppengröße von maximal 15 Teilnehmenden ausgelegt.
  • Ablauf des Formats: Das Format ist von den Einreichenden selbst zu gestalten und im Rahmen des Abstracts darzulegen.
  • Passend für Beitragsart: Weiterqualifizierungsbeitrag
  • Ziel: Förderung praktischer Kompetenzen und kollaborativer Problemlösefähigkeiten 

Einreichung

Jede Einreichung…  

  • wird in Form eines Abstracts (max. 750 Wörter exkl. Literaturverzeichnis) vorgestellt
  • muss zu mindestens einem der drei Themenfelder zugeordnet werden können
  • gibt an, in welcher Sessionart sie gestaltet ist (Forschungsbeitrag, Entwicklungsbeitrag, Weiterqualifizierungsbeitrag)
  • begründet, in welchem Format der Beitrag idealerweise auf der Tagung realisiert wird
  • ist in deutscher oder englischer Sprache 

Die Einreichung erfolgt über die Konferenzplattform EasyChair.

Hinweis: Alle Einreichenden stimmen zu, als Reviewer/in im eingereichten Themenfeld tätig zu werden und bis zu drei Einreichungen anhand konkreter Kriterien zu bewerten. 

Zeitplan

  • 01.08.2026: Ende der Einreichungsfrist für alle Beiträge. Sichtung durch das Programmkomitee und Zuordnung zu den Gutachter/innen. Das Gutachter/innen-Team besteht aus den Autor/innen der eingereichten Beiträge sowie ggf. weitere angefragte dghd-Mitglieder.
  • 01.09.2026: Start des Peer-Review-Prozesses  
  • 01.10.2026: Ende des Review Prozesses  
  • 15.10.2026: Rückmeldung an die Einreichenden und Programmerstellung
  • 02.11.2026: Start der Anmeldung zur Fachtagung und Veröffentlichung des vorläufigen Programms  
  • 15.01.2027: Stichtag für das Ende der Anmeldung  
  • Zwischen 15.02.2027 und 28.02.2027: Einreichung Beitrag Tagungsband. 

Zielgruppe

Hochschuldidaktisch Tätige

Weitere Informationen

Anmelde- oder Einreichungsfrist

01.08.2026

Kategorisierung

Art des Termins

  • Call / Ausschreibung