Durchkreuzen wir mit eLectures unsere didaktischen Ziele?

Die Produktion und Nutzung von E-Lectures an der Uni Hamburg ist schon seit einiger Zeit Alltag. Der Erfahrungsbericht beschäftigt sich mit der Akzeptanz der Vorlesungsaufzeichnungen unter den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften.

Während seit Jahren an den Universitäten in Deutschland ein steigender Effizienz- und Effektivitätsdruck wahrgenommen wird, kommt dem Thema eLearning in der Hochschullehre eine wachsende Bedeutung zu. Selbst wenn die Hochschulen auch in Zukunft ihre eLearning-Strategien vor allem mit didaktischen Zielen begründen, deutet manches darauf hin, dass sich in der Praxis vor allem eLectures durchsetzen werden. Doch sie ermöglichen den Studierenden zwar ein flexibles Studium, einen didaktischen Impuls scheinen sie aber nicht darzustellen.
Videos können heute so einfach produziert, veröffentlicht und betrachtet werden, wie nie zuvor. Obgleich das Phänomen einer „Net Generation“ mittlerweile weitgehend als virtuell gelten muss, haben in der Mediennutzung der jüngeren Generation tatsächlich gerade Videos eine hohe Priorität. Mit ausgereiften eLecture-Technologien lassen sich im Hörsaal mehrspurige Videos produzieren, die den Vortrag einer Lehrperson und zugleich ihre Aktivitäten an einem Präsentationsrechner abbilden. Lehrende haben dabei zumeist keinerlei Mehraufwand.
So konnten eLectures beispielsweise an der Universität Hamburg zu einem stark nachgefragten Aspekt des Studienangebots werden. eLectures werden hier mit „Lecture2Go“ produziert, einem integrierten Hard- und Software-System der Universität Hamburg.