Digital Literacy

Wir erleben an Hochschulen einen Übergang von der Inhaltsfokussierung hin zu Kompetenzorientierung. Die Kompetenzen, die Studierende brauchen, um sich selbstwirksam in Beruf und Gesellschaft zu bewegen, verändern sich durch den digitalen Wandel teils rapide. Diese Kurseinheit rückt die Informationskompetenz von Studierenden - und damit natürlich auch von Lehrenden - in den Blick. Im Kurs werden konkrete Ideen diskutiert, wie Informationskompetenz in der Hochschullehre vermittelt werden kann.
21.01.2019 - 03.02.2019
Sebastian Horndasch ( Hochschulforum Digitalisierung)

Informationskompetenz ist die „Fähigkeit, die es ermöglicht, Informationen effizient und in geeigneten Medientypen zu ermitteln, selektieren und beschaffen; zu verarbeiten, umzuwandeln und zu erzeugen; sowie über geeignete Kanäle zu kommunizieren“ (Nando Stöcklin in: Informations- und Kommunikationskompetenz – das "Lesen und Schreiben" der ICT-Kultur). Informationskompetenz ist eng verknüft mit "Data Literacy", also der Fähigkeit, planvoll mit Daten umzugehen und sie im jeweiligen Kontext bewusst einsetzen und hinterfragen zu können. Informationskompetenz nimmt im Zuge der digitalen Transformationen stark an Relevanz zu und stellt eine zentrale Kompetenz in allen Sektoren und Disziplinen dar.

Die Kurseinheit soll einerseits theoretisches Wissen über Informationskompetenz vermitteln, vor allem aber konkrete Hilfestellungen bieten, wie sie fächerübergreifend in die Hochschullehre implementiert werden kann. Hierbei sollen die Teilnehmden selbst aktiv werden und Ansätze zur Vermittlung von Informationskompetenz in ihren Fächern untereinander diskutieren.

Der Themenpate: Sebastian Horndasch (Hochschulforum Digitalisierung)

Sebastian Horndasch ist Programmmanager beim Sitfterverband für die Deutsche Wissenschaft. Er arbeitet in der Geschäftsstelle des Hochschulforum Digitalisierung (HFD). Dort leitet er die Redaktion und ist unter anderem für die Themen Curriculumentwicklung, Open Science und akademische und Weiterbildung zuständig. Von 2015 bis 2016 koordinierte er im HFD die Themengruppe „Neue Geschäftsmodelle, Technologien und Lebenslanges Lernen”. Vorher war er Projektmanager bei Wikimedia Deutschland. Er studierte Volkwirtschaftslehre, Politikwissenschaften und Internationales Bildungsmanagement (INEMA) in Erfurt, Madrid, Nottingham, Ludwigsburg und Kairo.