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E-Mail

E-Mail steht für "electronic mail". Die elektronische Post ist einer der meist genutzten Dienste im Netz und spielt auch im Hochschulalltag eine wichtige Rolle.Unabhängig von der geographischen Entfernung benötigt eine E-Mail meist nur wenige Minuten, um den Adressaten zu erreichen und ist zudem wesentlich kostengünstiger als Faxen oder Telefonieren.

Eine übermäßige Nutzung dieses virtuellen Kommunikationskanals seitens der Teilnehmenden kann für den Veranstalter allerdings in einem erhöhten bzw. überhöhten Betreuungsaufwand resultieren.

Sie können E-Mail als One-to-one Kommunikationsmedium nutzen, um einzelne Studierende anzusprechen aber auch für One-to-many Kommunikation, indem sie mehrere Empfänger adressieren. Auch Many-to-many Settings sind per E-Mail realisierbar, wenn Sie Mailinglisten einsetzen. Jeder Empfänger der Mailingliste kann dabei gleichzeitig auch Sender sein.





one-to-one Kommunikation per E-Mail

Einsatz
E-Mail kann zur individuellen Betreuung der Studierenden, zur Distribution von Lehrmaterialien, für organisatorische Ankündigungen, zur Diskussion und zur Arbeit in Kleingruppen eingesetzt werden. Wenn Sie organisatorische Hinweise oder Lehrmaterialien an alle Teilnehmenden verschicken wollen, sollten Sie zu Beginn der Veranstaltung eine Teilnehmerliste, auf der auch die E-Mail Adressen vermerkt sind, ausgeben.


one-to-many Kommunikation per E-Mail

Die Beratung per E-Mail ist eine verbreitete Form des Medieneinsatzes bei der Betreuung von Studierenden. Sie können Studierenden per E-Mail Feedback zu Hausarbeiten und Referaten geben und eine zusätzliche Möglichkeit für die Fragen und Absprachen seitens der Studierenden anbieten.

Um eine E-Mail Diskussion anzuregen, können Sie eine - z.B. in der Lehrveranstaltung aufgeworfene -Frage an einen Studierenden schicken, mit der Bitte, die Frage zu beantworten und ggf. weitere Diskussionsdimensionen hinzuzufügen. Danach sollte die E-Mail in einer definierten Reihenfolge weitergesendet und von den jeweiligen Adressaten ergänzt werden. Der oder die letzte Teilnehmerin in der Kommunikationskette sendet dann die Nachricht zurück an den Veranstalter. Solche Diskussionen lassen sich auch in Form einer Mailingliste organisieren.


many-to-many Kommunikation per Mailingliste

Eine Beispiel für die E-Mail basierte Arbeit in Kleingruppen ist das Tandem-Verfahren im Fremdsprachenunterricht: Um die fremdsprachliche Kompetenz zu verbessern, tauschen sich Studierende mit unterschiedlichen Muttersprachen per E-Mail aus. So wird nicht nur die Ausdrucksfähigkeit geübt, sondern auch interkulturelle Kompetenz erworben (vgl. auch Ushioda, 2000).

Eine interessante, wenn auch aufwändigere didaktische Methode ist das E-Mail-basierte Rollenspiel. Die Studierenden erhalten hierbei die Legende ihrer Spielfigur sowie bestimmte Spielaufträge, die per E-Mail erledigt werden können. Weitere Informationen bietet das Magazin Eduworx sowie die Vertiefung Lernspiele.

Gestaltung
Die Kommunikation per E-Mail bietet Vorteile hinsichtlich der zeitlichen und räumlichen Flexibilität, es bleibt jedoch zu beachten, dass bei einer großen Anzahl der zu betreuenden Studierenden ein hoher Arbeitsaufwand für den Dozenten anfallen kann. Hinzu kommt die Textgebundenheit von E-Mail. Der Zwang zur Schriftform wirkt zwar strukturierend, ist jedoch auch zeitaufwändig und bietet für die Dozierenden nur begrenzte didaktische Gestaltungsmöglichkeiten (Gaiser, 1997). Konfliktträchtige Gespräche oder kritische Rückmeldungen sollten daher wenn möglich in einer Präsenzsituation erfolgen.

Bei der Verwendung des schnellen Kommunikationsmediums E-Mail entsteht häufig der Wunsch nach einer möglichst umgehenden Beantwortung. Diesem Anspruch können Sie bei längerer Abwesenheit mit automatisch generierten Antworten begegnen (Beuschel & Gaiser, 1999). Außerdem sollten verbindliche Antwortzeiten festgelegt werden. Die technischen und organisatorischen Hinweise können Sie auf Ihrer Homepage veröffentlichen.

Die Beantwortung inhaltlicher Fragen kann auf mehrere Personen aufgeteilt werden. Mit Hilfe einer Sammeladresse und der Vereinbarung von Zuständigkeiten lässt sich dies angemessen organisieren. Bedenken Sie dennoch, ob Sie über entsprechende personelle Kapazitäten verfügen, bevor Sie sich für das beschriebene Konzept entscheiden.

Wenn Sie E-Mail zur Austausch von Studierenden in Kleingruppen einsetzen, sollten Sie sich regelmäßig über den Arbeitsstand informieren und in der Veranstaltung Zeiten einplanen, in denen die Arbeit im Plenum präsentiert wird. 

Beispiele

  • Beispiele und weitere Informationen für den Einsatz des Tandem Verfahrens zum Erwerb von Fremdsprachen bietet das Projekt eTandem Europa der Ruhr-Universität Bochum und des International Tandem Network. 

Umsetzung
Technische Tipps und Tricks zur effizienten Nutzung von E-Mail und Informationen zu Mailinglisten finden Sie in der Rubrik Medientechnik.


Letzte Änderung: 25.08.2012


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