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Typographie
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Um das Layout von Bildschirmseiten leserfreundlich zu entwerfen, sind Kenntnisse im Bereich der Typographie hilfreich.Typografie wird in Mikro- und Makrotypografie unterteilt: Während Mikrotypografie schriftliche Einheiten wie Buchstaben, Wörter, Zeilen oder Absätze umfasst, beschäftigt sich die Makrotypografie mit dem Gesamteindruck eines Druckerzeugnisses bzw. einer Bildschirmoberfläche.
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Sprache und Stil
Ein Textfenster verträgt nur kurze und übersichtliche Texte. Sie
sollten daher eine einfache und prägnante Sprache verwenden. Die
erforderliche Knappheit darf aber nicht durch eine Anhäufung von
Abkürzungen und Akronymen erreicht werden. Mehr zur sprachlichen
Gestaltung digitaler Texte finden Sie in der Vertiefung "
Text und Hypertext
".
Makrotypographie
Viele Nutzer "scannen" den Monitor selektiv nach Informationen (Nielsen, 2001). Dabei werden sie durch monotone Fließtexte
behindert. Achten Sie auf eine sinnvolle Einbindung von Bildern und
genügend Weißraum. Entscheidend für die Lesbarkeit ist ein ausreichender
Kontrast des Vordergrundes zum Hintergrund. Ein ruhigen Hintergrund
erlaubt dem Betrachter, sich auf das Wesentliche - Ihre Inhalte - zu
konzentrieren. Eine Erhebung durch Scharff et al. (1996) zeigt, dass die
Farbkombination, die lesbarsten wahrgenommen wird, der traditionelle
schwarze Text auf weißem Hintergrund ist.
Die widersprüchlichen Ergebnisse zur Frage, wie viel Text auf einem
Bildschirm präsentiert werden darf, lassen keine Empfehlungen zu. Einen
Überblick zur Diskussion um die optimale Textmenge pro Bildschirmseite
gibt die Vertiefung "
Scrollen oder Klicken?
".
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Gliederung
Unterschiedliche Gliederungselemente können für Strukturierung und
bessere Lesbarkeit sorgen: Titel und Überschriften, Auszeichnungen,
Einrückungen und Listen können ebenso wie Icons und Farben als
Orientierungshilfe dienen. Weniger ist allerdings mehr: Zersplitterte,
uneinheitliche Titel- und Textpassagen erschweren die Orientierung. Seiten
mit einem regelmäßigen Aufbau helfen, Position und Organisation Ihrer
Informationen rasch zu erkennen.
Mikrotypographie
Die Gestaltung der Textblöcke beeinflusst die Leserlichkeit
entscheidend.
- Die Zeilen sollten nicht über den gesamten Bildschirm fließen, sondern
auf eine Länge von ungefähr 60 Zeichen begrenzt werden. Längere Zeilen
erfordern größere seitliche Augenbewegungen, was es erschwert, die
Blick-Position in der richtigen Textzeile zu halten (Mills & Weldon, 1987). Längere Zeilen wirken daher im Leseprozess
ermüdend (Horton, 1989).
- Zeilenabstand: Auf dem Bildschirm muss ein müheloses Durchmustern der
Zeilen ohne ablenkende Zeilensprünge möglich sein. Das erfordert einen
Zeilenabstand, der Unter- und Oberlängen der Buchstaben deutlich
trennt.
- Zeilenausrichtung: Bei kurzen Zeilen wird linksbündiger Text empfohlen.
Blocksatz erzeugt durch die unregelmäßigen Wortabstände "Fließbächlein",
d.h. der Leser nimmt die Weißräume als vertikale Muster wahr.
Schriftgröße
Bei der Wahl der Schriftgröße sollte bequeme Lesbarkeit die oberste
Gestaltungsmaxime darstellen. Beachten Sie: Nicht alles was gerade noch
entzifferbar ist, ist tatsächlich lesbar! In webbasierten Umgebungen kann
der Benutzer allerdings über den Browser die Schriftgröße an seine
Bedürfnisse anpassen. Je nachdem, wie Sie die Medienkompetenz Ihrer
Zielgruppe einschätzen, sollten Sie auf diese Möglichkeit gegebenenfalls an
exponierter Stelle hinweisen.
Schriftart
Leser bevorzugen auf dem Bildschirm, anders als bei gedruckten Texten,
serifenlose Schriften (wie Helvetica, Geneva, Arial). Serifenschriften haben
feine Häkchen und Striche an den Buchstaben (Serifen) die den Blick des
Lesers durch den Text leiten. Da Bildschirme jedoch mit einer geringeren
Auflösung als Druckerzeugnisse arbeiten, können die Serifen schlecht
dargestellt werden. Was bei gedrucktem Material den Lesefluss fördert, wirkt
am Bildschirm verschwommen. Besonders im Fließtext sollten Sie daher eine
serifenlose Schrift verwenden.
Bei Online-Texten stellt sich ein zusätzliches Problem: Browser
können lediglich die Schriftarten anzeigen, die auf dem jeweiligen
System des Benutzers installiert sind. Wenn die Schriftart einer Seite auf
dem System des Besuchers nicht vorhanden ist, wird die Seite in der im
Browser eingestellten Standardschriftart angezeigt (in der Regel Times New
Roman bei Windows und Times bei Mac OS). Eine elegante Lösung dieses
Problems besteht darin, eine entsprechende Schriftdatei einzubinden. Wie das
geht, erklärt das Online Magazin
AboutWebDesing.de.
Letzte Änderung:
28.02.2008
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